Dienstag, 13. August 2013

Die Auslese von Joelle Charbonneau

Bildrechte liegen beim Verlag


  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag (26. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531177
  • ISBN-13: 978-3764531171
  • Preis: 16,99 Euro
Erster Teil








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Inhalt: 
Cia ist sechzehn und hat ihre Schulzeit hinter sich gebracht. Am Tag ihrer Abschlussfeier hofft sie, dass ein Offizieller aus Tosu-Stadt anwesend sein wird um sie zur Auslese abzuholen.
Nachdem ein bitterer Krieg in Sieben Stadien Amerika zerstört hat, gibt es nur noch ganz wenige Kolonien, die versuchen das Land wieder aufzubauen.
Die Chancen stehen nicht besonders gut das dieses Jahr jemand für die Auslese zugelassen wird, denn seit Jahren wurde aus der Five Lakes Kolonie niemand mehr genommen. Nicht einmal Cia´s älterer und hochintelligenter Bruder.
Doch Cia´s Traum geht in Erfüllung. Sie und drei weitere Mitschüler werden abgeholt und dürfen sich den Tests stellen. Ihr Vater, der selbst in Tosu-Stadt die Universität besucht hat ist alles andere als erfreut und erzählt Cia von den wenigen Dingen, die er aus der Zeit noch weiss. Er hat Angst um Cia, aber da Kandidaten die einmal ausgewählt wurden nicht zurücktreten können, gibt er ihr den Rat niemandem zu vertrauen.
Insgesamt treten hundertundacht Leute die Prüfungen an, doch höchstens zwanzig werden bestehen. 
Die Prüfungen bestehen aus vier Teilen und wer unüberlegt, oder vorschnell handelt wird bestraft.
Was muss man alles (üb-)erleben um ein zukünftiger Anführer im Vereinigten Commonwealth zu werden?

Meine Meinung:
"Die Auslese" war meine erste Dystopie. Natürlich habe ich zu anderen Dystopien schon Leseproben gelesen, trotzdem war es eine ganz neue Erfahrung für mich.
Ich finde die Idee der Endzeitstimmung ein interessantes Thema. Als die Dystopien erschienen, dachte ich mir nur es wäre alles überzogen, aber wenn man sich einmal Gedanken macht... es gibt immer öfter Erdbeben, Hurrikans fegen über die Länder, Hochwasserkatastrophen zerstören Leben. Glauben wir wirklich, dass es besser wird? Was ist, wenn das Ende wirklich naht? Egal ob durch eine Naturkatastrophe, oder weil unsere Waffen, unsere Bomben immer gefährlicher und zerstörerischer werden?
In der Auslese geht es ja auch dadrum, dass ein Ort total zerstört ist. Giftige Pflanzen, mutierte Tiere und vertrockneter Boden sind nur ein paar der Dinge, die einen dort erwarten. Joelle Charbonneau hat eine Stimmung geschaffen, die mich nachdenken ließ. Jugendliche mussten plötzlich erwachsen sein und trugen eine unglaubliche Last auf ihren Schultern. Sie mussten Entscheidungen treffen und sich für einen Weg entscheiden, der über ihre Zukunft bestimmt hat.
In diesen Prüfungsphasen treffen soviele unterschiedliche Charaktere aufeinander. Viele wurden sehr detailliert vorgestellt und ich konnte sehr schnell eine Bindung zu ihnen aufbauen.
Ich möchte sagen, dass es hier die Guten und die Bösewichte gibt, doch wenn ich so darüber nachdenke, dann glaube ich nicht das es wirklich Bösewichte waren. Da waren Menschen, die für ihre Zukunft und für die Zukunft ihrer Familien und Kolonien kämpften und dafür über Leichen gingen. Sind die wirklich Bösewichte, oder sind es die Prüfer gewesen, die das gefordert haben?
Dieses Buch, jede Szene, jede Situation und jedes Ereignis haben mich zum Nachdenken gebracht und wenn mich ein Buch so fesselt und fasziniert, dann ist es eine Bereicherung gewesen.
Ich liebe die Art der unschuldigen Cia, die immer an das Gute glaubt und jedem hilft. Man merkt bei ihr, wie sie im Laufe der Geschichte erwachsen wird. Auch ihr Klassenkamerad Tomas ist etwas ganz besonderes.
Obwohl Cia´s Familie nur am Anfang des Buches vorkommen, sind auch sie mir wichtig geworden, denn man merkt wie wichtig jeder dem anderen ist.
Das Buch war so toll, dass ich es kaum erwarten kann den nächsten Teil zu lesen.

Fazit:
Spannend, brutal, eklig, aber einfach ein absolut gigantisches Erlebnis!

5 von 5 Emmis


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