Montag, 21. April 2014

Phantasmen von Kai Meyer

Altersempfehlung: 14 - 17 Jahre

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Carlsen (14. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551582920
  • ISBN-13: 978-3551582928
  • Preis: 19,90 Euro

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Das Copyright des Coverfotos liegt bei CARLSEN



Inhalt:
Die Schwestern Rain und Emma sind auf dem Weg in die einzige Wüste Europas. Dort ist vor drei Jahren ein Flugzeug abgestürzt, das die zwei jungen Frauen zu Vollwaisen machte.
Sie warten auf das Erscheinen der Geister, denn 18 Monate zuvor am "Tag Null" fing es an, dass die Geister von Verstorbenen erschienen sind.
Jeden Tag werden es mehr. Es gibt nicht nur die Geister der neuen Toten, sondern nach und nach erscheinen auch die Geister der schon länger Verstorbenen und genau drei Jahre nach dem Absturz müssten nach der Rechnung der Schwestern die Geister der Eltern auftauchen.
An der Absturzstelle sind sie nicht alleine, denn ein eigenartiger Mann wartet ebenfalls.
Wie vermutet erscheinen die Geister, doch anstatt das die Schwestern ihren Frieden schließen können, ändert sich plötzlich alles.
Zuerst fällt Emma auf, dass ein paar Geister fehlen und dann fangen die Geister auch noch an böse zu lächeln und dieses Lächeln bringt das Ende der Welt....

Meine Meinung:
Bei uns ist normalerweise der Bücherwichtel der Fantasyleser und doch habe ich diesesmal zu einem Kai Meyer gegriffen.
Das Cover wirkt sehr nebelig und vor allem geheimnisvoll. Der Klappentext konnte mich gleich begeistern. Geister? Geister die lächeln? Geister die böse lächeln? Eine interessante Vorstellung, die ziemlich viele Fragen aufgeworfen hat.
Für mich war das Buch ein mystisches Jugendbuch und ich war total begeistert.
Die Schwestern sind nicht sofort die Lieblingsprotagonisten, wie sie in den meisten Büchern vorkommen.
Rain hat ein schweres Trauma und wirkt wie eine kleine Rebellin die zurückgekommen ist und nun ihre Schwester vor allem Übel beschützen will - auch vor den Großeltern.
Emma ist die ruhige, intelligente und gefühlslose - zumindest scheint es so. Beide wirken unnahbar und waren für mich gar nicht so der Mittelpunkt des Buches.
Die Idee mit den lächelnden Geistern die immer mehr Tode verursachen hat mir richtig gut gefallen. Die Vorstellung welche Kettenreaktion bei so einer Möglichkeit entstehen würde, war so unglaublich dass ich beim Lesen aus dem Staunen nicht mehr rauskam.
Wo soll man hin, wenn der Tod immer mehr Tode verursacht wie eine ansteckende Krankheit? Wenn die Welt wie wir sie kennen nicht mehr existieren kann. Wenn das Radio ausfällt, die Straßen nicht mehr befahrbar sind und jeder Überlebende dein Feind sein könnte?
Neben den Schwestern kamen dann natürlich noch weitere Charaktere hinzu und einige sind mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen.
Da wäre zum Beispiel der Motorradfahrende Tyler, der den Geist seiner verstorbenen Freundin noch einmal sehen möchte um mit der Vergangenheit abzuschließen.
Ohne näher auf ihn einzugehen möchte ich sagen, dass mir auch der Arzt Peterson als Protagonist sehr gut gefallen hat, denn er hat sich in einer unmöglichen Lage und einer schrecklichen Zeit doch seine menschliche Seite behalten.
Ebenso gab es eine Person, von der ich erst gehofft habe, dass sie stirbt, weil sie so unmöglich war. Nach einer Weile aber änderte sich die Person, weil sich auch die Situation änderte. Am Ende hätte ich sie mir nicht mehr wegdenken können und bin froh, dass ein solches Scheusal vom Tier zum Menschen wurde.
Einfach perfekt! Unglaublich spannend!

Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch bei dem ich traurig war die letzte Seite erreicht zu haben. Wohl das erste Buch, bei dem ich es bedauere, dass es ein Einzelband ist. Sicherlich nicht mein letztes Buch von Kai Meyer.

5 von 5 Emmis

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