Mittwoch, 28. Mai 2014

Deine Schritte im Sand von Anne-Dauphine Julliand

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Inhalt: 
Anne-Dauphine Julliand schreibt in diesem Buch über ihr eigenes Schicksal. Sie hat einen Sohn und eine kleine Tochter und ist mit ihrem dritten Kind schwanger.
Als sie mit der Tochter Thaïs beim Orthopäden ist, weil sie seltsam läuft, schickt der sie weiter zum Neurologen. Es folgen weitere Untersuchungen und dann wird eine seltene Krankheit diagnostiziert: Metachromatische Leukodystrophie (MLS). Thaïs wird bald nicht mehr laufen können, dann verliert sie ihre Sprache und ihr Augenlicht und am Ende wird sie sterben. Nach Ausbruch der Krankheit gibt man den Kindern noch ca. 2 - 5 Jahre, aber was bedeutet das für eine Familie?

Meine Meinung:
Es gibt ja sehr viele schöne und auch sehr traurige Bücher. Wenn ich mir ein "Erfahrungs/Tatsachenbuch" greife und dort solche Themen behandelt werden, dann muss ich schon vorher schwer schlucken. Ich habe mich schon vorher auf Kummer und Tränen eingestellt, denn als Mutter einer kleinen Tochter gehen einem solche Schicksale wirklich nahe.
Ich muss sagen, dass ich ziemlich überrascht wurde, denn ich habe keine einzige Träne vergossen. 
Natürlich ist das Thema schlimm und traurig und man merkt auch wie aufgewühlt und verzweifelt Anne-Dauphine und ihr Mann sind. Wie verwirrt ihr kleiner Sohn ist eine kranke Schwester zu haben. 
Die ganze Familie wirkt oft hilflos, aber sie sind nie alleine.
Immer gibt es Großeltern, Cousinen und Cousins, Tanten und Onkel die helfen.
Doch auch als sich rausstellt, dass ihr drittes Kind ebenfalls unter MLS leidet, obwohl die Möglichkeit nur bei fünfundzwanzig Prozent liegt, gibt die Familie nicht auf.
Es wird geplant und organisiert, denn beide Mädchen müssen viel im Krankenhaus sein und brauchen Pflege und Liebe. 
Dieses Buch schenkt Kraft und zeigt einem wie wichtig es ist jeden Tag zu genießen, in der Gegenwart zu leben und nicht immer nur auf eine Zukunft zu hoffen. 
Hier wird das Beste aus jedem Tag gemacht. Die Familie wächst immer weiter zusammen und jeder ist bedingungslos für den anderen da. 
Anne-Dauphine und ihre ganze Familie haben Thaïs das Leben so schön gestaltet, wie es in ihrer Macht stand. Sie hatten dabei auch Glück, dass die Kleine sehr genügsam und zufrieden war. Immer lächelte sie und versuchte ihren Eltern trotz ihrer Leiden neuen Mut zu schenken.
Ich fand es gut, dass es trotz einiger Fachbegriffe sehr einfach geschrieben wurde.

Fazit:
Ein ernstes Thema, dass aber nicht traurig macht sondern Mut und Kraft schenkt.

4 von 5 Emmis

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