Dienstag, 24. Juni 2014

Einer da oben hasst mich von Hollis Seamon

Bildrechte liegen beim Verlag


  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: cbt (26. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570162834
  • ISBN-13: 978-3570162835
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Somebody Up There Hates Me
  • Preis: 14,99 Euro
Zum Shop: Link!
Verlag auf Facebook: Link!





Inhalt:
Richie ist siebzehn Jahre alt und hat ein Problem: Krebs!
Er ist sich ganz sicher, dass "der da oben" ihn hasst, wieso sonst ist er schon seit seinem elften Lebensjahr so krank und wieso hat er das Gefühl, dass er nicht einmal das Erwachsenenalter erreicht, bevor er sterben wird?
Richie ist sich ganz sicher: Einer-da-oben-hasst-mich!
Mit der fünfzehn Jährigen Sylvie liegt er im Hospiz. Natürlich sind da noch andere Leute, aber die scheinen ihr Leben schon gelebt zu haben. Noch gibt Richie nicht auf. Die beiden jungen Leute stellen das ganze Hospiz auf den Kopf. Zu sagen, dass sie dabei ihr Leben riskieren, klingt in diesem Fall eher ironisch.

Meine Meinung:
Auch jetzt, wo ich schon eine Nacht drüber geschlafen habe bin ich mir noch nicht so sicher, wie ich das Buch finden soll. 
Ich bin hin - und hergerissen.
Einerseits hat die Autorin hier ein sehr ernstes und auch emotional mitreißendes Thema aufgefasst. Sie selbst hat durch ihren kranken Sohn viele Jahre in Krankenhäusern verbracht.
Ihre Protagonisten sind alle sehr unterschiedlich und auf den ersten Blick sympathisch, aber ich habe die ganze Zeit auf mehr gewartet.
Sylvie und Richie wissen, dass sie sterben müssen. Sie wollen leben, aber sie wissen das Hospiz so etwas wie Endstation heißt. Sylvie sagt sie hat keine Angst, Richie schon. Leider spüre ich absolut keine Angst. Natürlich finde ich es toll, dass sie ihre Tage nutzen, dass sie versuchen aus dem Alltag auszubrechen und verrückte Dinge anstellen. Mir gefällt es das beide sich zueinander hingezogen fühlen wie normale Teenager, aber... die Gefühle erreichen mich nicht. Sie stehen zwar auf dem Papier, sind aber absolut nicht greifbar. Weder die Liebe, noch die Angst, keine Wut - rein gar nichts ist zu spüren.
Auch wenn ich nicht überzeugt wurde, so gab es doch auch einige interessante Sachen. Mir hat die Harfenistin gut gefallen. Am Anfang wirkte sie sehr makaber mit ihrer Himmelsmusik, aber sie hat das Herz am rechten Fleck. Der schwule Pfleger ist wohl der liebenswerteste im ganzen Hospiz, aber auch eine Schwester ist so natürlich und echt, dass mir diese zwei Personen auch sehr gut gefallen haben. 
Ebenso mochte ich den Onkel von Richie. Der Onkel ist der Außenseiter, ein begabter Künstler, aber ein Taugenichts. Schlägereien, Sauftouren und Gefängnis. 
Die Mutter von Richie wird als starke Frau vorgestellt. Eine Frau, die im Teenageralter Mutter wurde. Man merkt, dass die beiden sich lieben und aufeinander aufpassen, denn die Mutter ist schon immer alleine für Richie verantwortlich gewesen und hat sie über die Runden gebracht. 
Das dann aber auch die Großmutter ihr Kind so früh bekommen hat und dann rumläuft, als wenn sie selbst noch ein Teenager ist, war mir dann auch wieder zuviel des Guten. 
Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Wer das Buch lesen wird, der wird verstehen was ich meine wenn ich sage, dass auf drei Seiten das Ende dahingeklatscht wird. Das Ende war für mich mehr als unrealistisch.
Schade eigentlich.

Fazit:
Eine interessante Geschichte mit viel Potential, die mich leider nicht erreichen konnte. 

3 von 5 Emmis

Kommentare:

  1. Interessante Rezi, schade dass es letztendlich nicht so gut war wie der Klappentext versprach.

    Ich werde deinem Blog mal folgen :D

    Liebe Grüße
    Jessi
    http://jessireneleseratten.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe schon viele positive Rezensionen dazu gelesen. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen und auch die Figuren waren toll, vor allem Richie ist interessant, aber mir fehlten die Emotionen.

    LG
    Steffi

    AntwortenLöschen
  3. Hi Steffi

    An diesem Buch habe ich sehr lange herumstudiert, doch irgendwie wollte ich nicht noch ein Krebsbuch .... scheint nach DSiemV im Trend zu liegen ....
    Und da sich hier momentan die Neuzugänge stapeln, habe ich "Einer da oben hasst mich" in die Warteschleife geschoben. Nun nach deiner Rezension verzichte ich vielleicht völlig darauf ;-) Tut ja auch mal gut .... mir und dem SuB ;-)

    lg Favola

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Favola,
      also ich habe DSiemV noch nicht gelesen, aber andere "Krebsbücher" und bei diesem habe ich dann auch gedacht... irgendwann brauche ich zumindestens mal eine Krebspause... Ich habe DSiemV hier liegen, werde damit aber wirklich warten damit ich davon nicht enttäuscht bin.
      LG
      Steffi

      Löschen

Die Bücherwesen freuen sich über deinen Kommentar.