Mittwoch, 11. Juni 2014

T93 - Blogtour (Interview)

Bildrechte liegen bei Clayton Husker
Endlich ist es soweit und die Blogtour ist bei uns angekommen. Wir dürfen die wichtigsten Leute rund um T93 interviewen.



Bücherwichtel: Ich freue mich, dass ich heute Clayton Husker und seine zwei Hauptprotagonisten Birte und Alex hier auf der Couch habe.
Dieses Buch war ziemlich verstörend und ich bin mir sicher, dass alle drei eine Therapie nötig haben.

Clayton, du hast dir diese pure Zombie-Action ausgedacht. Wie kamst du auf die Idee? Wieso ist der Virus an einer Biogasanlage entstanden? Menschen die zu Zombies werden und sich vor lauter Hunger auf jeden anderen Menschen stürzen. Klingt nach einer ziemlich kranken Fantasie?

Clayton: Zunächst einmal vielen Dank für den bequemen Platz auf der Couch. Zur Frage nach der Idee, nun, da darf ich ohne schlechtes Gewissen dem HJB Verlag die Schuld zuweisen. Mein Verleger bat mich, ein Probekapitel zu schreiben und bedrohte mich nach dem Lesen sofort in aggressiver Weise mit einem Vertrag. Das mit der Biogasanlage ist nicht ganz so kranke Fantasie, wie man meinen könnte. Es heißt übrigens: DAS Virus. Diese Bioreaktoren, die da überall wie Pilze aus dem Boden schießen, halte ich persönlich wirklich für gefährlich. Die Biogasanlagen werden mit Mais, Gras, Holz, Kompost, Essensresten und Rückständen aus der Tierkörperverwertung beschickt. Ergänzt wird dieser Cocktail durch kubikmeterweise Tierexkremente. Ich habe als junger Mann in der Landwirtschaft gearbeitet und weiß sehr gut, was so in den Güllekanälen der Republik schwimmt. Die Frage ist also nicht, OB diese schnellen Brüter ein Virus oder dergleichen mutieren, sondern WANN. Na ja, und dass Zombies sich gelegentlich, genau genommen bei jeder sich bietenden Gelegenheit, kulinarisch an warm bodies vergreifen, sollte ja hinlänglich bekannt sein. Insofern teile ich diese kranke Fantasie mit zahlreichen anderen Autoren. Ich hätte gern noch eins von den köstlichen Marmeladenplätzchen dort.

Bücherwichtel: Alex, wie hast du dich gefühlt, als Clayton dich wegen einer Frau durch die Zombiehölle geschickt hat?

Alex: Als Soldat ist es meine Pflicht, einem Befehl Folge zu leisten. Und für mich und das Pegasus Team vom Kommando Spezialkräfte ist dieser Job Routine. Rendsburg war ja auch beileibe nicht unser erster Einsatz im Zedland. Unsere Aufgabe ist es, Personen zu evakuieren, die für unsere Wissenschaftler von Bedeutung sind. Es gibt Überlebende. Und das in Arealen, in denen unsere besten Soldaten von diesen verdammten Biestern überrannt und bei lebendigem Leib aufgefressen wurden. Die Wissenschaftler interessiert, wieso diese Leute noch leben. Also bringen wir sie zur Basis. Das ist der Job.

Bücherwichtel: Und wie ging es dir, als du sie gefunden hast? War ja eine missliche Lage. Da sollst du Birte finden und dann rettet sie dich auch noch. Hat das deine männliche Ehre gekränkt?

Alex: Tja, manchmal verlierst du, manchmal gewinnen die anderen, was? Der Einsatz in Rendsburg lief anders als geplant. Ich habe keine Ahnung, warum Wirzmann das Hindernis nicht gesehen hat. Ich hatte jedenfalls ziemliches Glück und habe den Crash überlebt. Aber im Einsatz von einer Frau gerettet zu werden, kränkt einen Soldaten nicht. Wir haben bei der Truppe viele Frauen, die im Einsatz und im Kampf hervorragend ihren Mann stehen, wenn ich mal so sagen darf.

Bücherwichtel: Clayton, wie kamst du auf die Idee den Spieß umzudrehen, so das Birte Alex rettet und nicht er sie?

Clayton: Ist das nicht offensichtlich? Natürlich ist Alex ein Heldentyp. Aber Birte eben auch, nur auf eine andere Art und Weise. Während Alex aus einer Umgebung kommt, die mit Gewehren, schweren Geschützen und gepanzerten Fahrzeugen ausgestattet ist, lebt Birte tagein, tagaus in einer Welt, in der Tarnung, Mimikri und unauffälliges Bewegen wesentlicher Bestandteil der Überlebensstrategie ist. Wir sehen das an den Reaktionen der beiden. Alex wirft Handgranaten, Birte lotst ihn durch Hinterhöfe unauffällig aus der unmittelbaren Gefahrenzone, weil sie die spezifische Gefahr besser einzuschätzen in der Lage ist als der Krieger. Frauen sind oft die besseren Krieger, weil sie weniger Testosteron ausschütten.

Bücherwichtel: Da kam Birte dann ins Spiel. Clayton wieso sind die Beiden gleich übereinander hergefallen? Galt hier Sex sells? Ich fand die Situation ja unmöglich und das warf nicht gerade ein gutes Bild auf Birte.

Clayton: *lacht* Klar, ich wollte schon immer einen Zombie-Porno schreiben. Nein, mal im Ernst nun. Der aufmerksame Leser stellt fest, dass die Initiative hier von Birte ausgeht. Ich möchte ihrer Aussage hier auch nicht vorgreifen und auch nicht in die Folgebände spoilern, aber diese Begegnung ist für die gesamte Story von einer gewissen Bedeutung. Aber mal unter uns Pastorentöchtern hier. Die Tatsache, dass eine Frau sich das nimmt, was sie will, „wirft nicht gerade ein gutes Bild auf Birte“? Wer das auch so sieht, sollte besser die Finger von T93 lassen. Diese Serie ist zutiefst unmoralisch, dafür jedoch von einer bestimmten Form der Ethik durchsetzt. Gibt es noch Tee?

Bücherwichtel: Jetzt zu dir Birte. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach war für dich. Da bist du als Frau ganz alleine unterwegs und um dich herum nur diese infizierten, zerrupften Geschöpfe. Wie ging es dir, als dir klar wurde das du ab nun einen Begleiter hast? War euer Schäferstündchen der Dank im Voraus, oder warst du wirklich einfach nur scharf auf Alex?

Birte: Yeah. Finde ich cool. Draußen geht die Welt vor die Hunde, Zombies Eat Man, aber erstmal gucken, warum es bei Birte im Geschirrkasten juckt. Und sonst? Alles gut? Am Anfang der Seuche kam ich mir echt verloren vor. Die einzige Überlebende einer ganzen verdammten Stadt zu sein, das verdaust du nicht mal eben so. Aber ich hab gelernt am Leben zu bleiben. Und wie man den Hackfressen aus dem Weg geht. Was Alex angeht... oh Mann. Irgendwie flasht es dich nur einmal im Leben. Na ja, und bei Alex war es halt so. Er ist nunmal der Eine. Basta.

Bücherwichtel: Clayton, jetzt würde ich gerne noch etwas mehr über dich erfahren.
Wann genau, oder wo kamen dir die Ideen zu dieser Reihe? Gab es da einen Auslöser? Ein Buch, einen Film, oder eine infizierte Schwiegermutter?
Wirst du genug Stoff haben um die T93 faszinierten Leser zu zähmen?

Clayton: Nun, wie es zu der Idee kam, hab ich ja schon erzählt, das war unspektakulär. Eine kaufmännische Überlegung seitens des Verlegers. Es sollte ein Buch werden. Eins. Nach zwei Wochen Arbeit waren wir bei drei Büchern angelangt. Und da ich halbe Geschichten nicht mag, habe ich T93 als 'die Deutsche Antwort auf The Walking Dead' konzipiert. Tja, und mittlerweile sind wir in der Planung bei 10 (in Worten: zehn) Bänden angekommen. So kam der Husker zum Zombie: Wie die Jungfrau zum Kind. Literarische Vorbilder gab es sicherlich einige, wobei Resident Evil und TWD wohl eine herausragend inspirierende Rolle einnehmen. Ich habe allerdings nicht versucht, diese Geschichten nachzuerzählen, sondern ich wollte eine Zombiesaga kreieren, die einen eigenen Charakter hat. Die Story geht auch weit über das Zombie Splatter Ding hinaus. Überraschung! ;-) Der Rest: *SPOILER*

Bücherwichtel: Danke für dieses Interview. Ich glaube nicht, dass eine Therapiestunde bei euch ausreichen wird. Falls noch jemand von euch etwas sagen möchte, dann wäre das jetzt der richtige Augenblick.

Clayton: Ich hätte gern noch Marmeladenkekse. Und Tee. Wenn es geht.
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Wir hoffen, dass euch das Interview gefallen hat und kommen nun zu der Frage und den Teilnahmebedingungen.

Frage:

Du und deine Kollegen seit auf einer Rettungsmission, als ihr einen Unfall baut. Alle außer dir sind in einem Auto in einem eingestürzten Haus mit Zombieratten gefangen. 
Was tust du nun?
Antwort A: Versuchst deine Kollegen mit allen Mitteln die dir zur Verfügung stehen, aus dieser Hölle rauszuholen.
Antwort B: Denkst an die vier Handgranaten an deinem Gürtel und daran, dass es wohl die einzige Sache ist, die du für sie tun kannst. Du sprengst alles in die Luft.
Antwort C: Rennst einfach weg und überlässt sie sich selbst. Da kann man sowieso nichts mehr machen.

Teilnahmebedingungen:

- Teilnahme ab 16 Jahre / nur innerhalb von Deutschland.
- Es gibt keine Garantie für den Versand, falls das Buch auf den Postweg verloren geht.
- Es müssen alle 6 Fragen beantwortet werden (bei jeder Station findet ihr eine Frage - hier habt ihr alle Blogs noch einmal aufgelistet: Link! Hier gibt es kein richtig und kein falsch, sondern nur die Handlungsmöglichkeit, die ihr für richtig erachtet. Bitte schickt eine Sammelmail (KEINE Einzellösungen!) an verlosung@t-93.de - Einsendeschluss ist der 15.06.2014, 23:59 Uhr.
- Gewinner werden am 16.06.2014 gegen Abend auf der Autoren-FB Seite bekannt gegeben und erklären sich bereit dort namentlich genannt zu werden.

Die Preise:



Kommentare:

  1. Schönes Interview! Gefällt mir.

    Beste Grüße
    Clayton Husker

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  2. Hallo und guten Morgen,

    nun, dass Interview macht Lust und Laune. Danke dafür...LG..Karin..

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  3. Guten Morgen ,
    ich fand das Interview auch gut,hört sich etwas durch den Wind an,aber das kann man dann auch sein. Zombieratten die Frage hat ja mal wieder was, einsammel und auf die Irren nicht Zombies los lassen wäre so meine Idee quoten Irre vernichten hihi.
    Liebe Grüße einen schönen Tag
    Ute

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  4. Hey =)

    Über die erste Antwort von Clayton musste ich ja echt lachen ^^. Aber auch diese Stelle hat mir gefallen: "Frauen sind oft die besseren Krieger, weil sie weniger Testosteron ausschütten." ^^.
    Durch das Interview bekommt man einen super Eindruck über die Art und Weise wie es im Buch so abgeht. Ich bin ja ehrlich etwas überrascht ^^. Ich hoffe der Humor im Interview, ist auch im Buch wiederzufinden =)
    BTW 10 Bände!?!?!?!?! Wow!

    LG
    Anja

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  5. das Interview ist wirklich gut gelungen :) ich mag auch Marmeladenkekse!

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  6. Hey,
    also nach diesem Interview sollte man sich wirklich zwei Mal überlegen, ob man in der Nähe einer Biogasanlage wohnt. Ich glaube ich sollte umziehen ;)
    Die Charaktere sind auf jedenfall sehr sympahtisch und das die Frau den Mann gerettet hat, Resekt, aber wir Frauen habens halt drauf. Ich bin gespannt, was sich der Autor noch alles einfallen lässt. Auf jedenfall sehr interessant.

    Liebe Grüße,
    TraumLilie

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  7. Ja ja, die gute Birte, ein wahres Chamäleon! ;)

    Sehr schöner Schwung in dem Interview!! :D

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  8. Schöne Idee mit dem Interview :)
    Und ein Blog den ich noch nicht kenne, da werd ich doch direkt mal meiner Fühler austrecken gehn :D

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