Samstag, 14. Juni 2014

Wo immer du bist von Cylin Busby

Bildrechte liegen beim Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (15. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3414823861
  • ISBN-13: 978-3414823861
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: Blink Once
  • Preis: 12,99 Euro
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Inhalt: 
Nach einem schweren Unfall mit seinem Bike liegt West in einem speziellen Krankenhaus.
Jeder, der ihn besucht benimmt sich seltsam. Seine Mutter ist andauernd traurig und weint, sein Kumpel bezeichnet ihn als "Gemüse", seine Freundin kann ihm nicht ins Gesicht sehen und sein Körper will auch nicht wie er es sich wünscht. 
Er kann sich nicht verständigen und ist ziemlich verärgert.
Olivia, die Patientin die ihr Zimmer neben ihm hat ist die Einzige, die ihn versteht.
Sie hilft ihm sich zu verständigen und die beiden bauen eine starke Bindung zueinander auf.

Meine Meinung:
Ein wunderschönes Cover zu einem so ernsten Thema. 
Das Buch ist aus der Perspektive von West erzählt. West ist ein Komapatient, nimmt das aber nicht so wahr. Natürlich fragt er sich wie schlimm der Unfall war, aber das er im Koma liegt wird ihm nicht bewusst. 
Die Beziehung zu Olivia ist eine ganz besondere. Am Anfang ist sie eher nervig und selbst auch oft von West genervt, aber es zieht sie immer wieder zu ihm und so freunden sie sich auf ihre Art miteinander an. Mehr sogar, das Band zwischen ihnen wird immer stärker, genauso wie die Gefühle der beiden jungen Leute.
Die Autorin Cylin Busby kam wohl durch die Erfahrungen ihres Vaters auf dieses Thema. Ihr Vater hatte eine Nahtoderfahrung. "Wo immer du bist" ist aber kein Sachbuch, sondern ein gefühlvoller Jugendroman. 
Er wirft Fragen auf, denn wie viel bekommen Komapatienten mit? Es gibt unterschiedliche Grade des Komas und je höher der Grad, desto unwahrscheinlicher ist es das der Patient daraus jemals wieder erwacht.
Teilweise sieht die Situation von West ziemlich ausweglos aus, aber Olivia gibt ihm immer wieder Kraft. Die beiden scheinen die Einzigen zu sein, die den anderen verstehen und so akzeptieren wie er ist. 
Olivia fühlt sich die ganze Zeit über von allen verlassen, nur von West nicht. Sie hat Angst, dass er irgendwann geht und sie vergisst, doch das kann und will er nicht.
Die Geschichte zeigt, dass es immer irgendetwas, oder irgendjemanden gibt aus dem wir Kraft schöpfen können, etwas das uns stark macht und uns kämpfen lässt. West kämpft und trotzdem hat das Buch weitere Schicksäle die es uns zeigt.
Leichte Kost? - Nein.
Alles vorhersehbar? - Nein.
Lesevergnügen? - Obwohl das Thema schwierig und emotional ist - Ja.
Mir hat das Buch gefallen, es war eine sehr schöne und bewegende Geschichte, die mich zwar erreicht, aber nicht umgehauen hat.

Fazit:
Ein schwieriges Thema, emotional so verpackt das daraus ein interessantes und schönes Jugendbuch geworden ist.

4 von 5 Emmis


Kommentare:

  1. Bei Lübbe bin ich immer irgendwie vorsichtig, selten das mir Bücher gefallen - aber wenn dann richtig.
    Das Buch klingt toll.

    LG
    Karin

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    1. Ich bin bei denen auch immer vorsichtig. Mir haben einige Bücher echt gut gefallen. Zeitsplitter, Zeitenzauber 2.
      Schattenfreundin fand ich dagegen relativ lahm.
      Das hier war wirklich toll und hat mir gut gefallen aber fünf Emmis wären etwas zuviel gewesen.

      LG
      Steffi

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