Mittwoch, 3. Dezember 2014

Der Tag, an dem Rose verschwand von Linda Newbery

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Inhalt:
Anna war dreizehn und lebte mit ihrer fünf Jahre älteren Schwester Rose und ihren Eltern zusammen, als Rose eines Tages verschwand.
Ohne einen Abschiedsbrief und ohne ihre Sachen mitzunehmen ist sie verschwunden, was darauf hin deutete, dass sie nicht freiwillig gegangen ist.
Alle leiden unter dieser Situation und das Leben aller wird durch diesen Verlust getrübt. Die Mutter, die schon einmal einen derben Schicksalsschlag erlebt hat wird immer wieder an die Vergangenheit erinnert.

Meine Meinung:
Auch hier waren Cover und Klappentext für mein Interesse verantwortlich.
Der Himmel düster und gleichzeitig hell und eine Frau die geht. Wohin geht sie?
Die Geschichte handelt die meiste Zeit von Anna. Anna, die ihre Schwester vermisst. Anna mit ihrem Freund Martin. Anna mit Martins Ex-Frau Ruth. Anna bei und mit ihren Eltern.
In diesen ganzen Situationen konnte man sie gut kennenlernen und wo sie mir in den Rückblicken in ihre Jugend leid getan hat, so konnte ich über sie als Erwachsene nur den Kopf schütteln. Anna wurde durch das Verschwinden von Rose ziemlich geprägt und man hat das Gefühl sie ist auf der Suche. Auf der Suche nach Rose, nach dem Sinn des Lebens und nach sich selbst. Natürlich hat sie das verändert und leider nicht zum Positiven. Die Art wie sie Martin behandelt war einfach unmöglich und als Leserin bekam ich das Gefühl, dass sie nur mit ihm spielt.
Rose war mir schon durch die Erzählungen sehr unsympathisch. Man könnte behaupten, dass es mir egal gewesen ist ob sie nun entführt wurde, oder freiwillig gegangen ist. Der Begriff "Dramaqueen" scheint perfekt zu ihr zu passen.
Auch wenn sich das bislang ziemlich negativ anhört, hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich konnte den Schmerz spüren, den die Protagonisten noch zwanzig Jahre nach dem Verschwinden erlebten und ich fand auch die Freundschaft zu Ruth faszinierend. Dagegen habe ich mich manchmal gefragt was die Freundschaft zwischen ihr und Bethan ausmacht, denn die kommt leider nur selten im Buch vor.
Sympathisch war mir auch Martin, denn er wirkte wie ein Mensch, der weiß was er im Leben will. Seine Wege schienen mir klar und verständlich.
Auch Don, der Vater von Rose und Anna, zählt zu meinen Charakterfavoriten. Er ist mit seiner Frau so liebevoll und zärtlich umgegangen, obwohl sie stellenweise seltsam war und auch einige Geheimnisse zu verbergen hatte.

Ausschnitte aus der Vergangenheit tragen die Überschriften vom jeweiligen Jahr. In den Kapiteln dagegen musste man sich erst rein lesen um zu erfahren ob die Geschichte gerade aus Annas Sicht, oder zum Beispiel aus der Sicht der Mutter geschrieben war.

Fazit:
Dieses Buch ist gefüllt mit Schicksalen der Familie und selbst am Ende erfährt der Leser noch interessante Dinge aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Starke Männer fürs Herz und Frauen die an den Nerven zerren.

4 von 5 Emmis

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