Montag, 15. Dezember 2014

Mein kleines Stück Alaska von Sharon Short

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Inhalt:
Donna Lane ist siebzehn und sie freut sich, denn in einem Jahr, wenn sie ihren Schulabschluss gemacht hat, möchte sie nach New York. Weg vom trinkenden Vater, weg von der dörflichen Idylle.
Sie macht sich aber auch Sorgen was aus ihrem Bruder Will werden soll, denn der Vater ist nicht für die Kinder da und Donna ist so etwas wie ein Mutterersatz für ihn.
Will sammelt die Deckel der Cornflakesschachteln, denn für zehn gesammelte Decke erhält er eine Besitzurkunde über ein fünf Quadratzentimeter großes Stück Alaska.
Obwohl Donna sich über seine kindlichen Fantasien sein Stück Land zu besuchen lustig macht, hilft sie ihm die Deckel zu sammeln.

Meine Meinung:
Was für eine interessante und auch traurige Lektüre.
Man erfährt ziemlich schnell wie das Leben bei den Lanes aussieht: Die Mutter ist an Krebs gestorben und der Vater verkraftet die Situation nicht. Dadurch hat er angefangen zu trinken und lebt in seiner eigenen Welt. Donna als große Schwester ist für ihr Alter viel zu ernst. Das muss sie als Mutterersatz auch sein, denn die Großmutter die sie finanziell etwas unterstützt ist bösartig und gemein.
Egal was Donna macht, ihre Großmutter ist garstig zu ihr und wirft ihr schlimme verbale Dinge an den Kopf. Ich frage mich wie eine Oma ihr Enkelkind so sehr hassen kann.
Die Familie hat aber auch noch eine gute Seele in ihrer Nähe. Miss Bettina ist die Freundin der Mutter gewesen und passt auf den Vater und die Kinder auf. Sie versorgt sie ab und an mit Lebensmitteln und ist auch emotional sehr mit der Familie verbunden.
Donnas Leben scheint sich positiv zu verändern als sie Jimmy kennenlernt. Er ist der Sohn einer angesehenen Familie und alle Menschen um Donna begegnen ihr jetzt ehrfürchtig und unterwürfig.
Dazu muss ich sagen, dass das Buch überwiegend in den Monaten von September 1953 bis November 1953 spielt. Die Zeiten waren anders und einige Szenen in dem Buch wirkten wie in Filmen aus dieser Zeit.
Jimmy ist anders als die meisten Jungen und das nicht nur wegen seiner Eltern. Er geht freundschaftlich mit Will um, er vergöttert Donna und macht alles für sie. Ihm ist es wichtig fair zu sein und er hat Respekt vor allen Menschen.
Auch Donnas Kunstlehrer Mr. Cahill ist einer der interessantesten Charaktere. Er passt sich nicht an und von ihm geht ein erotisches Knistern aus, ohne dass es abstoßend wirkt.
Ich glaube in Donnas Situation hätte ich mich schon ziemlich zu Mr. Cahill hingezogen gefühlt.
Wenn ich einen Lieblingsprotagonist bestimmen müsste, dann würde ich mich für Will entscheiden, denn Will hat sich mit seinen zehn Jahren ein Ziel gesteckt und möchte das erreichen, auch wenn das heißt, dass er sich überwiegend von Cornflakes ernähren muss. In keiner Situation lässt er sich unterkriegen, er ist entschlossen und mutig und gleichzeitig fürsorglich und liebevoll.

Fazit:
Mein kleines Stück Alaska ist eine gefühlvolle und zum Teil auch dramatische Familiengeschichte die im Jahre 1953 spielt. Der Leser lernt die Protagonisten kennen und begleitet sie in ihrem Leben in Groverton und auf ihrer Reise nach Alaska. Mich konnte das Buch mit den Geheimnissen, den Freundschaften und auch dem Kummer überzeugen.

5 von 5 Emmis

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