Samstag, 14. Februar 2015

Wir wollten nichts. Wir wollten alles von Sanne Munk Jensen und Glenn Ringtved

Bildrechte liegen beim Verlag


  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Oetinger (20. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3789139208
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre
  • Originaltitel: Dig og mig ved daggry
  • Preis: 16,99 Euro
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Inhalt:
Louise und Liam werden tot aus dem Limfjord gezogen. Ihre Hände sind mit Handschellen aneinander gekettet und die Polizei steht vor einem Rätsel. Wurden die zwei Teenager umgebracht, oder haben sie Selbstmord begangen? 
Der Leser begleitet Louise durch die Kapitel die sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart abwechseln.
Was ist passiert und warum?

Meine Meinung:
Das Buch hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht, denn auch ich wollte wissen was  passiert ist.
Ich bin sehr gut ins Buch gekommen, denn die beiden Autoren haben einen Schreibstil der verständlich und mitreißend ist.
Es beginnt damit, dass Louise erzählt wo sie und Liam gefunden wurden. Sie erzählt von ihrer Familie, von ihrer besten Freundin Cille und auch von dem Tag an dem sie mit Cille unterwegs war und auf Liam und seinen Kumpel Jeppe gestoßen ist. Obwohl Cille die Hübschere von beiden ist gehören Liam und Louise von Anfang an zusammen.
Ihre Beziehung wirkt im Laufe der Geschichte mehrfach krankhaft, denn Louise sucht immer bei sich die Schuld und ordnet sich unter.
Am Anfang war mir Liam sehr sympathisch, denn zwischen den beiden wirkte es wie eine ungezwungene Liebe. Man spürte ihre Jugend und ihre Spontanität.
Mit der Zeit wurde die Geschichte aber immer verkorkster. Ich hatte das Gefühl als wenn der Sex im Vordergrund stand. Ebenso gab es immer mehr Drogen und Alkohol so dass ich teilweise wirklich verwundert war in welche Richtung das Buch lief.
Obwohl mir das nicht gefallen hat weil es mir zu extrem wurde, gehörte es zur Geschichte. Es brauchte diese "Exzesse" um den Verlauf der Geschichte und auch das Ende zu verstehen.
Für Louise empfinde ich Mitleid und Mitgefühl, denn einerseits ist es schön wie verliebt sie ist und dass sie sich ohne Liam nicht als ein Ganzes fühlt. Anderseits wirkt sie teilweise wie eine Marionette die sich hergibt und nur noch existiert und nicht mehr lebt.
Sie hatte ein gutes und solides Leben und wollte mehr. Was sie am Ende bekam ist ja schon am Anfang klar und auch der Weg dorthin war nicht einfach und auch nicht schön.
Wenn man mich fragen würde, welcher Protagonist mich am meisten berühren könnte so ist das definitiv der Vater von Louise. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und verliert und gewinnt auf diesem Weg einiges.
Auch Liams Bruder war mir sehr sympathisch, denn bei ihm konnte man den stummen Schmerz des Verlustes sehr gut spüren.

Fazit:
Ein Buch das sich zwischen dem Leben und dem Tod abspielt und einige Höhen und Tiefen hat.

4 von 5 Emmis



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