Montag, 6. Juli 2015

Und im Fenster der Himmel von Johanna Reiss

Bildrechte liegen beim Verlag



  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Nina Frey
  • ISBN-13: 978-3423782852
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
  • Preis: 7,95 Euro
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Inhalt: 
Im Jahr 1940 besetzen die Deutschen die Niederlande und Annie, ihre Schwestern und ihr Vater müssen sich verstecken. Die Familie wird getrennt, die große Schwester Rachel bleibt erst noch zuhause und die achtjährige Annie geht mir ihrer Schwester Sini zu einem Bauern. Die nächsten Jahre verstecken sich die Mädchen und sehnen sich nach Luft und der Freiheit. 

Meine Meinung: 
Das Buch ist von einer Zeitzeugin geschrieben worden, denn Johanna "Annie" Reiss hat diese Geschichte erlebt. 
Fünf Jahre ihrer Kindheit hat sie versteckt bei einer netten Familie gelebt die sich dadurch selbst in Gefahr gebracht hat. 
Diese Familie wurde eine Ersatzfamilie und nahm die zwei Mädchen wie eigene Kinder auf. Johan, das Familienoberhaupt sagt oft, dass sie nur einfache Bauern sind. Als Leserin habe ich ihn gleich ins Herz geschlossen, denn diese Menschlichkeit die er ausstrahlt war einfach toll und herzlich. 
Ich selbst habe mich gefragt: Würde ich jemanden aufnehmen? Früher habe ich immer gedacht, dass es selbstverständlich wäre, aber jetzt mit der Verantwortung für ein eigenes kleines Kind wüsste ich nicht wie ich handeln würde. 
Annie beschreibt nicht den Krieg an sich, denn von dem bekommt sie hinter ihrem Fenster kaum etwas mit. Sie beschreibt viel mehr den Alltag, die Langeweile und die Launen der Menschen. 
Die Angst von Dientje (Johans Frau), die Ungläubigkeit von Opoe (seiner Mutter) und die Wut von Sini. 
Die Gefühle und viele der Momente die sie alle als Familie zusammen erleben, hat die Autorin in diesem Buch verpackt. 
Dieses Buch hat einmal mehr gezeigt was der Krieg mit den Menschen macht. Die einen werden zu Jägern und die anderen sind die Gejagten. 
Ich finde es toll, dass es noch mehr "Anne Frank"- Geschichten gibt. Tatsachenberichte um uns nicht vergessen zu lassen was passiert ist und um uns zu zeigen, dass so etwas nie, nie, nie wieder passieren darf. 

Fazit:
Wie sich Juden versteckten um zu Überleben und sich dabei fühlten wie Gefangene - so könnte der Titel dieses Buches lauten. Es ruft dazu auf niemals zu vergessen und zu leugnen. 
Eine gute Möglichkeit um die "Opfer" dieser Zeit zu verstehen. 

5 von 5 Emmis

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