Samstag, 19. September 2015

Interview mit... dem Autor Florian Herb

Wir haben mal wieder ein ganz tolles Interview für euch. Diesmal haben wir einen Autor interviewt von dem beide Bücherwesen schon etwas gelesen haben. 
Die Rede ist von Florian Herb. Die Bücherfee hat ihm ein paar ganz spezielle Fragen gestellt, aber lest selbst. 

Das Gesicht zum Namen
Bildrechte liegen bei Florian Herb

Hallo Florian. Du schreibst Unterhaltungsromane die wirklich witzig und nicht kitschig sind, wie kam es dazu?
Nach der Geburt unseres ersten Sohnes bin ich zu Hause geblieben und wollte endlich etwas mit der in mir schlummernden Kreativität anfangen. Über die Photographie und das Theater spielen bin ich dann zur Schreiberei gekommen. Dabei hatte ich immer vor Lustiges mit dem Lebensnahen zu kombinieren ohne dabei ins Absurde abzudriften. Es Steckt viel Komik und Tragik im Alltäglich Bemühen der Menschen. Und dem hab ich mich in meiner Arbeit mit einem Augenzwinkern gewidmet.

Was liest du privat am liebsten?
Momentan Don Winslow „Das Kartell“. Zuvor Henning Steinfest, „der Allesforscher“, davor Neil Stephenson „Error“, davor Karen Köhler „Wie haben Raketen Geangelt“ und davor Oliver Sacks Autobiographie „On the move“

Welchen deutschen Autoren würdest du gerne einmal auf ein Pläuschchen treffen und wieso?
Es gibt da zwei. Zum einem Jörg Juretzka, der besonders schöne abgedrehte deutsche Krimis schreibt. Und ich glaube in seiner derben, direkten aber immer herzlichen Art -noch vor Wolf Haas und seinem „Brenner“- ein eigenes Krimigenre im deutschsprachigen Raum etabliert hat. Und so einen muss man ja mal treffen dürfen. Zum Anderem Heinrich Steinfest, der mutigste Schriftsteller seiner Zeit, der und dessen Lektorat, wie Verlag sich nicht davor scheut ins Absurde und Dadaistische abzudriften. Eine Art deutscher Davis Lynch, mit dem ich zu gerne gemeinsam ein Buch schreiben würde.

Wenn du eine deiner Romanfiguren lebendig machen könntest, welche wäre das und warum?
So komisch es sich anhören mag. Aber alle meine Romanfiguren sind lebendig. Zum Teil leben sie in meiner Phantasie weiter, zum Teil im realen Leben, da ich immer beim ausfeilen meiner Charaktere einen mir bekannten Menschen/Menschentypen vor Augen habe, den ich dann weiterentwickle. Aber ich würde zu gerne mit Klara Lüdtke, Liselotte Günther und meiner neuen Romanheldin Maria gemeinsam auf einem Norwegischen Postschiff reisen und in die Fjordlandchaft schauen.

Wie, wo und wann schreibst du am liebsten?
Der Prozess des Schreibens ist eng an den Tagesablauf meiner Kinder gekoppelt. Das heißt ich muss von 08 Uhr bis 12 Uhr und dann wieder von ca. 20 Uhr bis 22 Uhr am Esszimmertisch kreativ sein. In der heißen Phase dann auch an den Wochenenden.

Wie gehst du mit negativer Kritik um?
Da ich, wie jeder Schriftsteller – glaube ich zumindest-, ein eitler Mensch bin, natürlich nicht gut. Je mehr ich mich über Kritik aufrege umso zutreffender ist sie. Das erkenne ich dann nach ein bis zwei Tagen und habe dann kein Problem mehr damit sie anzunehmen. Jedoch fundiert muss sie sein.

Wenn dein Leben ein Buch wäre, welchen Titel würde es tragen?
Alltag und andere Katastrophen

Wird von dir jemals ein Buch in einem anderen Genre erscheinen?
Ich hoffe ja

Welches deiner Bücher würdest du gerne verfilmt sehen?
Ich schreibe und baue jedes Buch so auf, als ob es für mich ein Film wäre. „Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg“ In den Hauptrollen: Daniel Brühl als Alvaro, Hannelore Elsner als Klara Lüdtke etc…

Vielen Dank für deine Antworten und die Einblicke in dein Autorenleben.

Unsere Rezensionen zu seinen Büchern:  

Bildrechte: Florian Herb
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Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    kurz, knapp und sehr informativ...und deshalb sage ich einfach "Danke" für das Interview.

    LG..Karin...

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    1. Liebe Karin,
      ich danke dir vielmals für deinen Kommentar.
      In der Kürze liegt die Würze ;)

      LG,
      Steffi

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