Samstag, 24. Oktober 2015

Bärentöter - Der Auserwählte von Roland Pauler

Die Bildrechte liegen beim Verlag
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: fabulus Verlag; Auflage: 1000 (22. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3944788388
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
  • Preis: 16,95 Euro
  • Das ist der erste Teil einer Reihe
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Inhalt:

Das Jahr 1348 soll für Wilfried ein Schicksalsjahr werden, als er einen Viehtreck nach Bayern begleitet. In Italien wütet bereits die Pest, doch auch hier im Lande ist es nirgends sicher, denn eine Bande von Dieben macht die Gegend unsicher. Selbst vor heidnischen Ritualen schrecken die Diebe nicht zurück um alles an sich zu reißen, doch Wilfried stellt sich ihnen beherzt entgegen.
Nachdem er Bären getötet und Wölfe erschlagen hat, sehen ihn die Menschen als einen Auserwählten. Als er in Straubing angekommt und den Grafen dort kennenlernt, der Wilfried als seinen eigenen Sohn erkennt und ihn als seinen Erben einsetzt, macht das sein Glück noch komplett.
Doch sein Sinn für Gerechtigkeit wird nicht von allen sehr positiv aufgenommen, ganz besonders nicht von den Wotansbrüdern. Die Mitglieder des Geheimbunds verschwören sich gegen Wilfried und wollen ihn tot sehen.

Meine Meinung:

Was mich an diesem Buch reizte war die Zeit, in der die Geschichte spielt.
Ich finde es sehr interessant ein Jugendbuch zu lesen, das im Mittelalter spielt und einen jugendlichen Hauptprotagonisten in den Mittelpunkt setzt.
Was mir jedoch nicht so gefallen hat war, dass ich das empfohlene Alter weiter oben angesetzt hätte bzw. würde ich es meine Kinder noch nicht mit 14 lesen lassen.
Ich fand es teilweise sehr blutig und brutal, besonders wenn man die Riten der Wotansbrüder mitbekommt. Ganz zu schweigen von Wilfrieds Errungenschaften. Es könnte aber auch einfach an der Zeit liegen in der das ganze spielt, denn damals war es mit Sicherheit für keinen ein Zuckerschlecken.
Der Autor hat es geschafft mich in eine absolut detailreiche Welt zu entführen und auch die Protagonisten wurden sehr tiefgründig dargestellt.
Wilfried ist ein 14jähriger Junge, der unter sehr schweren Verhältnissen aufwächst. Seine Mutter hat keinen Mann mehr, denn dieser wurde von Dieben umgebracht. Zum ganzen Unglück wurden ihnen auch noch die ganzen Tiere gestohlen. Die Felder sind nicht sehr ertragreich und daher heißt es für die ganze Familie hungern und immerzu arbeiten.
Bis zu dem Tag als Zóltan mit seinem Viehtreck bei ihnen Halt macht und Wilfried als Treiber mitnimmt. Wie sich herausstellt, war es keine falsche Entscheidung, denn Wilfried macht seine Arbeit gut.
Auch sein Mut kennt keine Grenzen und er tötet bei einem nächtlichen Angriff von Wölfen einige von ihnen. Auf ihrem weiteren Weg werden sie auch noch von einem Bären angegriffen, den auch Wilfried niederzwingt. All seine Errungenschaften lassen ihn als etwas Besonderes erscheinen und die Ereignisse machen die Runde im ganzen Land.
Wilfried ist ein sehr sympathischer Hauptprotagonist, den der Leser recht schnell ins Herz schließt.
Ich fand auch die anderen Charaktere sehr gut beschrieben und interessant, wie die Wotansbrüder. Man kann ihren Fanatismus direkt greifen so gut wird dieser vom Autor rübergebracht.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die hoffentlich bald erscheinen wird.

Mein Fazit:

Ein historisches Jugendbuch, das mich mit seiner Geschichte und dem sehr sympathischen Hauptprotagonisten fesseln konnte. Sehr detailliert und gut erzählt!

5 von 5 Emmis


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