Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh

  • Bildrechte liegen bei Bastei Lübbe

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (12. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Dietmar Schmidt
  • ISBN-13: 978-3846600207
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Originaltitel: The Wrath and the Dawn
  • Preis: 16,99 Euro
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Inhalt:
Chalid Ibn al-Rashid ist der Kalif von Chorasan. Er ist groß, schlank, hat dunkle Haare und man kann ihn als gutaussehend bezeichnen. Die Wörter die mit ihm aber eher in Verbindung gebracht werden sind: Mörder, Ungeheuer, Wahnsinniger…
Jede Nacht nimmt er ein anderes Mädchen zur Frau und keine davon erlebt den nächsten Tag.
Shahrzad (Shazi) al-Haizuran meldet sich freiwillig um die Frau des Kalifen zu werden, denn sie will sich für den Tod an ihrer besten Freundin Shiva rächen. Auch sie soll den Tag nach der Hochzeit nicht erleben, aber sie hat etwas Besonderes an sich.Meine Meinung:
Eigentlich gehören Orientgeschichten nicht zu meinen Favoriten, aber die Leseprobe klang so spannend, dass ich wissen musste wie es weitergeht.
Zorn und Morgenröte ist eine böse und zugleich süße Geschichte aus 1001-Nacht.
Es geht um einen Kalifen, der als bösartig gilt und ein hübsches Mädchen, dass sich für den Tod der besten Freundin rächen will.
Sie fasziniert den Kalifen, ohne sich zu sehr einzuschmeicheln und wartet auf den richtigen Moment um ihn zu töten. Das Problem ist, dass sich beide im Laufe der Geschichte immer mehr zueinander hingezogen fühlen und das ist genau das, was mich so begeistert hat.
Die Gefühle der beiden starken und auch trotzigen Personen wirkten auf mich als Leserin erst ganz zart und dann wurden sie überwältigend.
Es ist aber nicht nur alles rosarot, denn es gibt Menschen aus Shazis altem Leben, die sie “befreien” möchten und dafür über Leichen gehen.
Was mir in der Geschichte nicht gefallen hat, waren die wenigen magischen Aspekte. Auf mich wirkten sie wie zwanghaft ins Geschehen gestopft, auch wenn sie an einer Stelle im Laufe der Geschichte wichtig werden.
Es gab mehrere Geschichtsstränge und zwar einmal den von Shazi im Palast, ihre Beziehung zum Kalifen, ihre Dienerin von der sie nicht weiß, ob sie eine Verbündete ist und das Leben im und um den Palast. Diese Szenen waren mir am Liebsten und ich muss gestehen, andere haben mich im weiteren Verlauf der Geschichte gar nicht mehr interessiert, weil ich nur wissen wollte wie es mit Chalid und Shazi weitergeht.
Dann gab es aber noch die Protagonisten aus Shahrzads Vergangenheit. Dort wurden Verbündete gesucht und man spürte die Wut der Menschen. Diese Abschnitte lagen mir nicht so, denn auch wenn sie zur Geschichte gehörten, fand ich die drohenden Kämpfe eher nervig.
Obwohl viele Teile für mich nicht nötig waren, oder ich sie sogar als störend empfand, liebe ich diese Geschichte.
Ich rieche die Lilien und die Reisgerichte und spüre die Hitze, so lebhaft hat die Autorin ihre Idee verwirklicht.
Meine Favoriten sind die starke Shazi und der geheimnisvolle Chalid.

Fazit:
Eine wundervolle, orientalische Geschichte über Kalifen, Hauptmänner, Ehefrauen und alte Freunde.
Märchenhafte Gefühle in einer Welt voller Geheimnisse und Gefahren.

5 von 5 Emmis

A House Divided, Band 1: Ein gefährliches Erbe von Haiko Hörnig

  • Bildrechte liegen beim Carlsen Verlag

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Carlsen (30. Mai 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Illustrator: Marius Pawlitza
  • ISBN-13: 978-3551713124
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Preis: 12,99 Euro
  • Das ist der erste Teil einer Reihe
  • -Werbung-

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Inhalt:

Man muss sich vorstellen, dass man ein Haus von seinem Onkel erbt, von dem man bisher nicht einmal wusste, dass es ihn gibt. Dann muss man sich noch vorstellen, dass dieser Onkel ein sehr bekannter Magier ist, dessen Haus ein ewig hoher Turm ist, der bis zum Dach voller Mysterien und noch vielen anderen komischen Dingen, vollgepackt ist.
Ein Turm, in dem ein Geheimnis steckt, das nicht nur die Bewohner bedroht, sondern die ganze Welt.
Man muss sich selber die Frage stellen, was man tun würde. Doch für Henrietta Achilles bedeutet es nur eines, Einziehen.

Meine Meinung:

Das ist jetzt mein zweiter Comic bzw. Graphic Novel von Carlsen und ich bin sehr begeistert.
Meine Comiczeiten sind zwar eigentlich schon lange vorbei, aber ich bin für Neues auf diesem Gebiet immer offen.
Das wichtigste für mich an einem Comic ist, dass das Zusammenspiel aus der Geschichte und den Illustrationen harmonieren. Das ist bei A House Divided sehr gut gelungen.
Auch Fantasyfans sind hier an der richtigen Adresse, denn die Geschichte handelt von einem sehr mystischen Haus und die Gegend in der es steht, hat auch so seine Eigenheiten.
Das Haus ist eher ein großer Turm, der früher einmal einem sehr bekannten und mächtigen Magier gehörte. Doch dieser ist leider verstorben und die einzige Erbin ist die Nichte des Magiers, Henrietta Achilles. Nur wusste sie bisher nichts von ihrem geheimnisvollen Onkel.
In diesem Haus gehen sehr merkwürdige Dinge vor sich und es leben auch ganz komische Gestalten darin.
Nicht nur Quicheraubende Banditen leben dort, sondern auch viele Soldaten und es herrscht Krieg. Doch verbirgt sich darin auch ein Geheimnis, das nicht nur alle innerhalb des Hauses bedroht, sondern die ganze Welt.
Die Zeichnungen erinnern etwas an die Studio Ghibli Filme, aber auch ein bisschen an Disney. Ich würde es als gelungene Mischung bezeichnen.
Definitiv ein Hingucker, mit viel schwarzem Humor.

Mein Fazit:

Fantastischer Einstieg in eine Graphic Novel Reihe voller Zauberei und tollem schwarzen Humor

5 von 5 Emmis