Mittwoch, 28. September 2016

Unbekannt verzogen von Tom Winter

Bildrechte liegen beim Verlag



  • Broschiert: 281 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Regina Rawlinson, Sabine Lohmann
  • ISBN-13: 978-3458359166
  • Preis: 12,99 Euro
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Inhalt:
Carol ist eine frustrierte Hausfrau und Mutter. Ihren Mann liebt sie nicht und von ihrer Tochter wird sie nicht geliebt. Sie hat sich entschieden, dass sie ihren Mann Bob nun verlässt um ihr eigenes Leben zu leben. Doch anstatt ihm die Botschaft zu verkünden, hat er ihr etwas zu sagen.

Albert ist ein Postmann der kurz vor der Pension steht. Anstatt von den Kollegen geehrt zu werden, wirkt es als wenn ihn niemand mehr bräuchte. Für die letzte Zeit in der er arbeitet, wird er in eine Kammer gesteckt in der er unzustellbare Briefe sortieren soll. Zuhause hat er eine selbstmordgefährdete Katze und wird vom übellaunigen Nachbarn Max geärgert.

Meine Meinung:
Ich mochte den Teil um den einsamen Albert, der seine Frau vor so vielen Jahren verloren hat und sie immer noch von ganzem Herzen liebt.
Sein Haus und seine Umgebung kann man sich ziemlich gut vorstellen, egal ob es der Fahrstuhl ist, oder sein garstiger Nachbar Max wie er die Blumen gießt und Albert mit Sprüchen bombardiert.
Sein einziges Glück ist Katze Gloria, auch wenn die nach einem Sturz jetzt Gips trägt.
Was mir an seinem Teil in der Geschichte so besonders gefallen hat war, dass er trotz allem nie aufgegeben hat. Er hat aus den kleinsten Dingen Hoffnung gezogen, so wie aus dem Brief einer C. die er dann unbedingt finden will.

Carol mit ihrer Geschichte nervte mich tierisch, denn von ihrer Seite aus schien ALLES schlecht zu sein: Sie empfindet ihren Mann Bob als durchschnittlich und ihre Tochter als zu intelligent. Zugegeben, ihre Tochter ist aufmüpfig und frech, jedoch geht sie ihrer Mutter die meiste Zeit aus dem Weg, weil sie nichts von ihr hält.
Mir als Mutter stellt sich da die Frage: Wann hat das Kind gemerkt, dass die Mutter sie eher als störend empfindet und ihr insgeheim die Schuld an ihrer Situation gibt. War zuerst die Tochter die "Schlechte", oder war es immer die Mutter. Ich bin der Meinung das man als Elternteil sein Kind IMMER lieben muss, egal wie schwierig es vielleicht gerade ist.
Auch ihr Job macht sie nicht glücklich und selbst ihre beste Freundin ist ihr eher lästig. Sie findet den Tee eklig, die Klamotten altmodisch - grundsätzlich ist Carol mit allem und jedem unzufrieden.
Auch wenn es für diese Geschichte vielleicht notwendig war, war Carols Sicht einfach nur nervig und ich habe mich immer wieder gefragt: Wieso lese ich eigentlich noch weiter?

Fazit: 
Obwohl mir Albert als Protagonist recht gut gefallen hat, war mehr als das halbe Buch einfach nur nervig, denn Carol ist ein unausstehlicher Charakter. Schade um die Lesezeit.

2 von 5 Emmis

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