Mittwoch, 26. April 2017

In deinem Licht und Schatten von Louisa Reid

Bildrechte liegen beim Verlag



  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: FISCHER FJB  (25. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Alexandra Ernst
  • ISBN-13: 978-3841421524
  • Originaltitel: Black Heart Blue
  • Preis: 16,99 Euro 
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Inhalt: 
Rebecca und ihre Zwillingsschwester Hephzi sind zwei ganz unterschiedliche Mädchen: Die eine ist wunderschön und mutig und die andere hat ein Syndrom, dass ihr Gesicht entstellt und ist eher zurückhaltend.
Die zwei 16jährigen Mädchen hatten es in ihrem Leben noch nicht leicht, denn die Eltern hassen sie und ihr Vater tyrannisiert sie sogar. Wenigstens haben sie sich, bis Hephzi stirbt...

Meine Meinung: 
Es fällt mir nicht leicht dieses Buch als gut, oder schlecht einzuordnen denn die Thematik ist schlimm und vor allem traurig. 
Die beiden Mädchen werden von den Eltern schikaniert und auch Gewalt und Missbrauch stehen immer im Raum. 
Als die zwei endlich eine öffentliche Schule besuchen dürfen nachdem sie vorher von der Mutter "unterrichtet" wurden, versucht Hephzi alles um endlich ein normales Leben führen zu können. Sie schließt sehr schnell Freundschaften und verliebt sich. Ihren Freund muss sie heimlich treffen, denn ihre Eltern und vor allem ihr Vater, der örtliche Pfarrer, würden dies niemals dulden. 
Um aus ihrem Elternhaus wegzukommen, müssen sie entweder einen guten Schulabschluss machen, oder einen Mann finden, der sich um sie kümmert. 
Die Beschreibungen des Lebens im Pfarrhaus waren einfach grausam. Junge Mädchen die nie wirklich leben durften, die ihren Alltag mit putzen verbringen müssen und deren Leben aus Kirche und Brutalität besteht. Mädchen, die Glück haben, wenn Gemeindemitglieder Altkleidersäcke vorbeibringen, damit sie etwas zum Anziehen bekommen. 
Es gab einmal eine Zeit in der sie kurze Ausflüge in das wirkliche Leben machen durften. In der sie raus unter Menschen kamen und Geschenke bekamen, aber diese Zeit dauerte nicht lang an, denn der Vater verbot den Kontakt zwischen Großmutter und Enkelinnen. 
Immer wieder habe ich mich gefragt wie beide Elternteile ihre Kinder so hassen und verabscheuen können. Wieso hat sich nicht wenigstens die Mutter voller Liebe um die Kinder gekümmert?
Es gibt Jugendliche, die wollen immer die coolsten Klamotten und in die angesagtesten Clubs und es gibt irgendwo auf der Welt sicher auch Jugendliche die sich genau wie diese beiden Mädchen einfach nur ein Leben ohne Angst und Gewalt wünschen. Ein Leben in dem es Liebe und Freude gibt. 
Da diese Geschichte vom Anfang bis zum Ende ziemlich bedrückend ist, würde ich sie nicht für Jugendliche unter sechzehn empfehlen.
Lieblingsprotagonist: Danny, der Koch aus dem Pflegeheim nebenan. Er ist menschlich und hilfsbereit und der erste Mensch nach der Großmutter, der die Augen nicht verschließt.

Fazit: 
Auch wenn ich meine Lesezeit gerne mit dem Buch verbracht habe kann ich nicht sagen, dass ich es geliebt habe. Die Eltern der Jugendlichen sind böse, abartig und krank. 

4 von 5 Emmis

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ich hab das Buch noch vor mir bzw. schiebe ich es schon eine zeitlang vor mir her - eben wegen der Thematik. Ich bin gespannt, wie ich damit zurechtkomme ... Es gibt so viele kranke Menschen auf der Welt :(

    Liebe Grüße, Aleshanee

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    1. Liebe Aleshanee,
      auch wenn es "nur" ein Buch ist, denke ich das man es nur in starken Momenten lesen sollte. Meines erachtens ist es auch nicht wirklich etwas für Jugendliche, denn ich finde es grausam.
      Gerade als Mama verstehe ich solche Bücher nie. Egal was ist, egal was kommt: Meine Kinder gehen über alles.

      LG,
      Steffi

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    2. Also grade in Büchern kommt sowas schon oft krass rüber, vor allem wenn es gut geschrieben ist.
      Allerdings kommen Jugendliche (gerade Jugendliche) oft ganz gut mit sowas klar. Je nachdem ... das ist sehr individuell von der Einstellung, dem Gefühlsleben und der Erfahrung, die sie bis dahin gemacht haben.
      Ich bin jedenfalls sehr gespannt!

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    3. Ich denke auch, je nachdem wie reif sie sind und wie sehr sie solche Themen von sich fern halten können.

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