Donnerstag, 13. April 2017

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden von Emily Barr

Bildrechte liegen beim Verlag



  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (23. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Maria Poets
  • ISBN-13: 978-3841440075
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Preis: 16,99 Euro 
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Inhalt: 
Flora kann sich nichts mehr merken. Die Siebzehnjährige kann sich nur noch an Dinge erinnern die vor ihrem zehnten Geburtstag passiert sind, oder an einfachere Sachen wie zum Beispiel Tee kochen. 
Damit sie wichtige Sachen nicht vergisst hat sie Notizbücher in denen ihre Geschichte steht und in die sie selbst reinschreibt, wenn ihr etwas wichtig vorkommt. Auch ihre Arme werden für Notizen genutzt. 
Als sie auf einer Party einen Jungen küsst, vergisst sie es nicht. Sie kann sich daran erinnern, worüber sie gesprochen haben und was sie an hatte. Doch dieser Junge zieht zum Nordpol. 

Meine Meinung: 
Nachdem mich der Prolog etwas verwirrt und ratlos zurückgelassen hat, fing das Buch sehr gut und auch witzig an.
Flora muss sich alles auf die Arme, in ihr Handy und ihre Notizbücher notieren, damit sie nicht vergisst wer sie ist und was sie vor hat. Obwohl das Buch teilweise witzig war, machte es doch eher nachdenklich, denn wie würde ich mich fühlen wenn ich alles vergessen würde? Nach zwei Schwangerschaften habe ich schon das Gefühl sehr viel zu vergessen und so schreibe ich mir immer Notizzettel... die ich verlege.
Doch bei Flora ist all das schlimmer, denn teilweise wundert sie sich wer die Frau ist die ihr im Spiegel entgegen schaut, denn sie ist doch eigentlich noch ein Kind. Oder nicht? Als sie sich erstmals und für längere Zeit an etwas bedeutungsvolles erinnern kann, lässt es sie nicht mehr los. Drakes Kuss und die Erinnerung daran geben ihr die Hoffnung, dass sich ihr Zustand ändern könnte. Als ihre Eltern nach Paris fahren um ihren schwerkranken Bruder Jacob zu besuchen, macht sie sich auf den Weg an den Nordpol um Drake zu suchen, ein Leben gemeinsam mit ihm aufzubauen und sich an immer mehr zu erinnern.
Ich war überrascht wie gut sie all das hinbekommen hat und zum Teil fand ich es auch etwas unrealistisch, denn die Beschreibungen wie sie die Wohnung vorher zugerichtet hat und wie oft sie sich Kaffee und Essen gemacht und alles stehen lassen hat, lassen mich zweifeln das genau diese Reise so problemlos ablaufen konnte.
Eins wurde mir im Laufe der Geschichte und vor allem am Ende sehr stark bewusst: Floras Mutter scheint sie immer wieder angelogen zu haben und es scheint, als wenn sie sie einsperren möchte.
Meine liebsten Protagonisten waren Jacob, den man leider nur durch Briefe kennenlernt, ihr Vater der etwas zwischen den Stühlen steht und Toby den sie am Nordpol kennenlernt.
Auch wenn ich nicht ganz überzeugt bin hat mir die Geschichte, die Reise und die Freundschaften die entstehen und immer wieder vergessen werden, gefallen. 

Fazit: 
Ein interessantes Buch mit einem schwierigen Thema, denn wie würde es uns ergehen, wenn wir alles vergessen würden was nach unserem zehnten Geburtstag passiert ist?

4 von 5 Emmis

Kommentare:

  1. Hi!
    Das Buch kannte ich noch gar nicht. Danke für die Rezension.
    lg Sonja

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    1. Huhu,
      ist ja auch noch nicht so lange raus.
      Ich fand es ziemlich interessant - ist mal etwas anderes :)

      LG,
      Steffi

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  2. Huhu,

    ja das ist mal ein schwieriges Thema...so ähnlich wie Demenz im Alter.
    Kein schönes Thema, aber eines das uns möglicherweise macht noch passieren könnte...bei der Entwicklung, die der Mensch...also wir immer noch durchmachen....

    So was stimmt mich immer sehr nachdenklich....

    LG...Karin...

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    1. Hallo Karin,
      ja ich stelle es mir sehr schwer vor alle Menschen zu vergessen, aber schlimmer noch - vergessen zu werden.

      LG,
      Steffi

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  3. Hallo Steffi,
    manchmal bin ich auch schusselig und vergesse gerne was. Aber ich glaube, letztlich kann man es selbst kaum nachvollziehen, was Flora da mitmacht. Vielen Dank für deine schöne Rezension.
    Liebe Grüße
    Ingrid von buchsichten.de

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    1. Liebe Ingrid,
      ich muss auch gestehen das ich es gar nicht nachvollziehen möchte.
      Ich stelle es mir ziemlich traurig vor.

      LG,
      Steffi

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  4. Hallo Steffi,
    Jacob habe ich durch seine Briefe auch sehr mögen gelernt. Eigentlich schade, dass er im Buch keine größere Rolle spielen durfte. Aber auch so hat er schließlich noch wichtigen Einfluss auf Floras Leben genommen.
    Liebe Grüße, Hanna

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    1. Liebe Hanna,
      ja das Ende war toll, also der Brief.
      Ich kann mir sein Leben richtig vorstellen (und mich würde sogar ein Buch von seinem Leben interessieren, ich glaube seine Geschichte würde sich toll erzählen lassen).

      LG,
      Steffi

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  5. Hallo Steffi,

    das Buch kannte ich bisher gar nicht, ich bin aber wegen Cover und Titel sofort am Artikel hängen geblieben.

    Ein schwieriges Thema und ich kann Dir nur beipflichten, vor meinen Schwangerschaften ist es mir viel leichter gefallen, mir alles zu merken und seither muss ich auch viel notieren. Ich bilde mir ein, dass das auch viel damit zusammen hängt, dass ich im Beruf ausgesetzt habe, beim ersten Mal 6 Monate, beim zweiten Mal ein Jahr und in dieser Zeit wurde ich geistig nicht so gefordert, schliesslich bestand die Hauptaufgabe darin, mich darum zu kümmern, dass es meinem Kind gut geht. Davor war ich jahrelang durch Schule, Ausbildung, Fortbildungen gefordert.

    Wie auch immer, die Vorstellung, irgendwann dement zu werden, macht mir Angst. Noch schlimmer ist aber die Vorstellung, dass es meinen Eltern so gehen könnte.


    LG
    Daggi

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    1. Liebe Daggi,
      ich denke auch das die eigene Demenz nicht das Schlimmste für einen ist, aber stell dir nur vor du wirst dement und deine Kinder besuchen dich - aber du erkennst sie nicht. Für sie wäre das die Hölle.

      LG,
      Steffi

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  6. Hi,
    auch hier wieder 4 von 5 Sternen... :-)
    Irgentwie bin ich im moment die einzige die 5 Sterne gegeben hat, mal schauen wie es bei den anderen aussieht

    LG
    Chrissy

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    1. Huhu,
      ja einige Sachen fand ich nicht so glaubwürdig und vier hieß für mich das es gut, aber nicht umwerfend war :)

      LG,
      Steffi

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