Donnerstag, 18. Januar 2018

Der 13. Gast von Rhiannon Lassiter

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  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (7. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Nina Schindler
  • ISBN-13: 978-3596854936
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Preis: 14,99 Euro (leider kann  man das Buch nicht mehr beim Verlag kaufen)
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Inhalt: 
Am ersten April vor sechzehn Jahren wurde Eva Chance geboren. Ihre Mutter war bei der Geburt allein und tauchte erst Wochen später wieder auf, wenn auch anders als erhofft. 
Das ist jetzt sechzehn Jahre her und Eva wird an ihrem Geburtstag von der kompletten Familie ignoriert. Schlimmer noch, denn als sie sich an die gedeckte Tafel setzen möchte, gibt es für sie kein Gedeck. 
Alle scheinen durch sie durch zu sehen und erst aus den Gesprächen erfährt sie, dass sie seit Wochen verschwunden ist. 
Meine Meinung: 
Schon eine ganze Weile stand dieses mysteriöse Buch mit dem wunderschönen, aber geheimnisvollen Cover bei uns im Regal. Für eine aktuelle Fischer Challenge, habe ich es raus geholt und gelesen und frage mich, wieso ich nicht schon längst danach gegriffen habe. 
Evangeline Chance lebt mit ihrem Großvater in einem alten Herrenhaus. Immer schon hatte Eva das Gefühl, als wenn alte Geister im Haus leben würden. An ihrem sechzehnten Geburtstag trifft sie im Speisesaal auf ein Mädchen, die Einzige, die sie nicht zu ignorieren scheint. Sie unterhält sich mit der ziemlich altmodisch gekleideten Elsie und erfährt Dinge, die sie lieber nicht gehört hätte. Von da an befindet sie sich auf der Suche und erlebt einige spannende und seltsame Dinge. 
Mir hat das Buch rundum gefallen. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich und doch konnte man sich alle in einer edlen Familie vorstellen. Egal ob es die biestigen Tanten waren, oder der verwöhnte Cousin in seinem Protzauto. 
Doch meines Erachtens waren nicht nur die lebenden Protagonisten ein Highlight, denn vor allem die Geister der Vergangenheit bestanden aus interessanten Geschichten. Das alte Herrenhaus mit den vielen Treppen, Türen und unbewohnten Zimmern wirkte schon in der Beschreibung riesig, kalt und düster und ich fühlte mich, als würde ich durch ein Museum wandeln. Ein ziemlich schauriges, zugegebenermaßen. 
Obwohl nur der Großvater und Eva dort wohnen, hatte der Großvater eher eine kleine Nebenrolle, wobei ich seine traurige Herzlichkeit spüren konnte. 
Neben der Familie gab es noch einen jungen, netten, aber etwas hilflos wirkenden Anwalt, eine kühle Hausverwalterin und eine ganz wichtige Rolle hatte auch das Zwillingspärchen Kyle und Kyra. 
Kyle hat mir von den beiden am besten gefallen, denn Kyra wirkt wie die böse Schönheitskönigin und Kyle wie der unterbutterte Zwilling. Trotzdem zeigte er immer wieder Stärke und verbarg seine Angst. 
Mein Favorit aber war Eva, denn obwohl sie als schüchternes und einsames Mädchen beschrieben wird, trat sie doch gegen den größten Feind im Haus an. 

Fazit: 
Ein absolutes LESEHIGHLIGHT! Schaurig, aber wunderschön. Ein Jugend-Mystery-Roman über Geister der Vergangenheit und das Böse der Gegenwart mit einem Hauch von Liebe. 
5 von 5 Emmis

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