Grantchester Staffel 1 von Edel Germany GmbH

Die Bildrechte liegen bei der Edel Germany GmbH

  • Darsteller: James Norton, Robson Green, Morven Christie, Tessa Peake-Jones
  • Regisseur(e): Harry Bradbeer, Jill Robertson, Tim Fywell
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Bildseitenformat: 16:9
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Edel:Records (Edel)
  • Erscheinungstermin: 31. Mai 2019
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 270 Minuten
  • Preis: 19,99 Euro

Inhalt:

Grantchester war nicht nur Sehnsuchtsmotiv des laut W. B. Yates und Virginia Woolfe einstmals schönsten Mannes Englands, sondern der Titel einer neuen britischen Krimiserie, die mit annähernd 7,7 Millionen Zuschauern einen sensationellen Serienstart im Vereinigten Königreich hinlegte. Mittlerweile wurde bereits Staffel 4 bei ITV ausgestrahlt und kann nach wie vor durchschnittlich 6 – 6,5 Millionen Krimifans vor die Bildschirme locken. Die Handlung spielt 1953 im kleinen Ort Grantchester in der englischen Grafschaft Cambridgeshire. Die charismatischen Helden dieser charmanten und humorvollen Krimiserie sind der junge Vikar Sidney Chambers (Brit-Hottie James Norton, Doctor Who, Rush, Mr. Turner, Happy Valley), der nicht nur (seinerzeit moderner) Jazzmusik und einem guten Glas Whiskey zugetan ist, sondern auch durchaus der holden Damenwelt, was ihn immer wieder mal in einige Schwierigkeiten bringt… (Sidney Chambers: „Wer will schon neben einem Geistlichen sitzen?“. Daraufhin Chambers‘ Schwester Jennifer: „Aber neben einem wie Dir schon…“). Eine weitere große Passion Chambers‘ ist aber auch, stets der Wahrheit ans Licht zu verhelfen, was dem örtlichen Detective Inspector Geordie Keating (überzeugend verkörpert durch den 54-jährigen Schauspieler, Moderator, Singer/Songwriter – immerhin mehrfach auf Platz 1 der englischen Charts! -, Ex-Mitglied der RAF*** und Ehrendoktor Robson Green, hierzulande bekannt als skurriler Fallanalytiker Dr. Tony Hill aus Hautnah – Die Methode Hill) zunächst mächtig auf die Nerven geht. Der adrette Hobby-Detektiv Chambers und der eher unelegante Polizeikommissar und vierfache Familienvater Keating könnten tatsächlich unterschiedlicher nicht sein. Sidney Chambers ist groß, attraktiv und herzlich, Operettenfreund Geordie Keating hingegen wäre gerne ein paar Inches größer und legt keinen sonderlichen Wert auf gute Garderobe. Chambers ist stets zuvorkommend, verständnisvoll, nonchalant und weltoffen, der ruppige Keating verfügt nicht gerade über die besten Manieren und ist zudem eher konservativ, häufig intolerant und vorurteilsbehaftet. (Sidney Chambers: „Die Leute haben das Gefühl, sie können sich mir anvertrauen…“, DI Geordie Keating: „Sie Glücklicher, bei mir hat niemand so ein Gefühl…“).

Trotz aller Gegensätze und Frotzeleien (Vikar Chambers: „Ich hab‘ grad‘ das 8. Gebot gebrochen.“ Atheist Keating: „Welches ist das? Das mit den Ochsen?“) entwickelt sich im Laufe der Zeit zwischen den beiden ungleichen Partnern eine enge Freundschaft, und beim Backgammonspiel im Red Lions-Pub zeigen sich sogar gemeinsame Vorlieben (DI Keating mit leeren Gläsern in der Hand: „Noch eines?“ Darauf Chambers: „Glauben Sie, wir haben ein Alkoholproblem?“ Antwort Keating: „Definitiv. Wir haben keinen…“). Chambers‘ Verständnis und offenes Ohr für seine Schäfchen helfen DI Keating oftmals beim Entschlüsseln kniffliger Verbrechen. Chambers hingegen wird moralisch und auch tatkräftig unterstützt von seiner resoluten, aber grundguten Haushälterin Mrs. Maguire, dem unerfahrenen, reizenden Jung-Vikar Leonard – und natürlich dem vierbeinigen Schnüffler Dickens. Homophobie, Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile gegenüber Minderheiten, Gewalt in der Ehe – all das sind Themen, die in die Geschichten einfließen (und die selbst nach über 65 Jahren leider immer noch aktuell sind…).

Meine Meinung:

Was haben Inspector Morse und Grantchester gemeinsam? Tolle Ermittler, die eher unkonventionell ermitteln, ein großes Herz haben und trotzdem ihre Arbeit sehr gut machen.

Wir haben diese Serie verschlungen, denn die beiden Hauptdarsteller muss man einfach mögen. Grantchester hat etwas ganz Besonderes an sich, das ich nicht richtig in Worte fassen kann. Sidney Chambers ist ein noch recht junger Vikar, der in der Gemeinde Grantchester seine “Schäfchen” hütet und umsorgt, bis ein sehr geheimnisvoller Mord in der Gemeinde passiert. Irgendwie kann es der Mann Gottes einfach nicht lassen selbst zu ermitteln, da man sich auch eher einem Vikar anvertraut, als der Polizei. Zusammen mit DI Geordie Keating, dem Chambers am Anfang eher auf die Nerven geht, ermitteln sie in alle Richtungen und sind auf eher unkonventionellem Weg dem Täter auf der Spur. Die beiden werden im Laufe der Zeit immer bessere Freunde, was man den beiden aber auch anmerkt. Sie sorgen sich um den anderen und teilen auch privat einige Interessen.

Bei einigen Serien hat man nach einer Folge das Gefühl, dass es Zeitverschwendung war. Bei Grantchester könnte man eine Folge nach der anderen ansehen, nur leider sind in dieser Staffel nur vier geniale Folgen in Spielfilmlänge und daher war die Staffel viel zu schnell vorbei.

Die nächste Staffel steht aber schon in den Startlöchern und wir freuen uns schon sehr darauf!

Mein Fazit:

Tolle erste Staffel einer britischen Krimiserie, die an die Genialität vom jungen Inspector Morse herankommt!

5 von 5 Emmis

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