Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

  • © Rowohlt

 

  • Broschiert : 544 Seiten
  • Übersetzer: Karolina Fell
  • ISBN-13 : 978-3499267031
  • Herausgeber : Rowohlt
  • Preis: 16,99 Euro

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Inhalt:
Will Traynor ist gutaussehend, gebildet und hat es beruflich weit gebracht. Seine Freizeit verbringt er mit den aufregendsten Reisen und Sportaktivitäten. Er genießt das Leben, die Frauen und den Erfolg bis zu dem Tag, der sein Leben komplett verändert.
Louisa Clark ist jung, quirlig, mag ihr Leben in einer Kleinstadt und ist noch nicht viel rumgekommen. In ihrer Freizeit scheint sie sich am liebsten Mode zu nähen, die außer ihr wohl niemand tragen würde. Sie verliert ihren Job in einem Café und auf der Suche nach einem Neuen führt sie das Schicksal zu Will Traynor.

Meine Meinung:
Als Kurzmeinung zu diesem Buch schrieb ich nur:“So schön. So traurig. So unvorstellbar und unbeschreiblich.”
Ich habe den Eindruck, dass egal was ich sage, ich meine Gefühle niemals so ausdrücken kann, wie ich es gerne möchte.
Obwohl Will später einmal sagt, dass er unausstehlich war, wirkte er auf mich ganz normal. Ein Mann gehobener Klasse, der auf dem Teppich geblieben ist. Lou dagegen stammt aus der Arbeiterklasse. Sie wirkte auf mich nicht wie fast 30, sondern eher wie höchstens zwanzig Jahre. Jung, wild, flippig, aber auf sehr angenehme Art und Weise. Lou´s Familie kam mir am Anfang total unmöglich rüber, genau wie ihr Freund Patrick. Beleidigungen, dumme Sprüche etc. gehörten da zur Tagesordnung. Doch Lou blieb immer ruhig und half der Familie wo sie nur konnte. Nie hat sie an sich gedacht. Ihre Art hat mir immer wieder gezeigt, dass es nicht wichtig ist wer wir sind, sondern was wir machen.

Die Charaktere, die am Anfang des Buches unausstehlich waren, wurden im Laufe der Kapitel immer sympathischer, denn die Kapitel wurden aus den unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Fast jeder kam einmal zu Wort.
Jojo Moyes hat es geschafft, dass ich mir ganz oft nicht sicher war, ob ich vor Rührung, Traurigkeit, oder Freude weinen soll. Mit ihren Worten hat sie es geschafft meine Gefühle zu einem Orkan wild herumschwirrender Eindrücke zu verwandeln – im positiven Sinne! Sie hat mir immer wieder gezeigt, dass es Dinge im Leben gibt, die wir nicht verändern, die aber uns verändern können.
Ich möchte gerne noch mehr sagen, doch habe ich Angst zu viel zu verraten. Nur eins noch: Ich liebe die Hauptprotagonisten Lou & Will.

Fazit:
Dieses Buch hatte alles, was ich brauchte: Herz, Schmerz, Leid und Liebe die keine Grenzen kennt. Absolut empfehlenswert!

Mit bedauern, dass es nicht mehr Emmis gibt:
5 von 5 Emmis

Am Fuß des träumenden Berges von Julie Peters

  • Bildrechte liegen beim Rowohlt Verlag

  • Broschiert: 464 Seiten
  • Verlag: Wunderlich (8. März 2013)
  • ISBN-13: 978-3805250504
  • Preis: 14,95 Euro
  • -Werbung

Dieses Buch kann direkt über die Verlagsseite bezogen werden.

Klappentext:
Britisch-Ostafrika, im Juli 1910. Ein Schicksalsschlag zwingt die junge englische Pfarrerstochter Audrey, nach Afrika zu fliehen. Dort verliebt sie sich in den Teeplantagenbesitzer Matthew. Ihr GLück scheint perfekt. Doch der Erste Weltkrieg droht ihr alles zu nehmen, denn der Mann, mit dem sie ein dunkles Geheimnis verbindet, zieht als Soldat nach Afrika …

Cover:
Für mich hat das Cover die typischen afrikanischen Farben: Braun und Orange. Das Cover strahlt gleichzeitig Kälte und Wärme aus und obwohl es recht typisch ist, gefällt es mir sehr gut.

Meine Meinung:
Wow! Ich mag es eigentlich überhaupt nicht mit diesem Wort anzufangen, aber es ist das Erste, das mir zu diesem Buch einfällt. Nachdem ich mir die letzten Tränen getrocknet habe kann ich nun auch endlich versuchen meine Gedanken zu diesem Buch aufzuschreiben.
Julie Peters versteht es mit ihrem Schreibstil mich zu fesseln. Ich habe ihre Protagonisten richtig ins Herz geschlossen. Vor allem Audrey, sie ist ein so vielseitiger und gefühlsvoller Charakter. Sie leidet, sie hat ein Geheimnis, sie liebt, sie verletzt, sie ist einsam, sie trauert. Ich konnte sie immer begleiten und manchmal war ich sauer auf sie, doch meistens habe ich mit ihr gelitten. Ihr Mann Matthew ist herzensgut. Bei ihm liegen Liebe und Leid so nah beieinander, dass es mir mehrfach die Kehle zugeschnürt hat.
Ich bin ein totaler Afrikafan, doch die Umgebung (bis auf die Teeplantage vielleicht) konnte ich mir nicht bildlich vorstellen. Die Charaktere dagegen schon eher. Von ihnen konnte ich mir schnell ein Bild machen und sie mir vorstellen, optisch und auch wie es in ihnen aussieht.
Es ist soviel schreckliches passiert, dass es mich mehrfach einfach mitgerissen hat.
Das Ende, obwohl es doch auch traurig ist, weil ein Schatten über der Plantage und ihren Leuten liegt, ist trotzdem schön und ich habe mich gefreut das es so ausgegangen ist.
Ein Buch, das mir wieder einmal gezeigt hat, das man sich an dem erfreuen soll was man hat. Das man die Dinge schätzt und nicht als gegeben hinnimmt.
Das war mein erstes Buch von Julie Peters, ich habe keinen Vergleich zu früheren Büchern, aber falls mir mal wieder eins in die Hände fallen sollte, werde ich es wohl ebenso verschlingen wie dieses.

Fazit:
Traurig und wunderschön zugleich!

Natürlich 5 von 5 Emmis

Ein Sommer und ein Tag von Allison Winn Scotch

©Rowohlt Verlag

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Taschenbuch: 384 Seiten

Verlag: rororo (2. April 2013)

ISBN-13: 978-3499259623

Preis: 9,99 Euro

Dieses Buch könnt ihr auch bei Rowohlt direkt kaufen und zwar HIER.

 

Klappentext:

Der Schlüssel zu deinem Leben.

Nur knapp überlebt die junge Galeristin Nell einem Flugzeugabsturz. Als sie im Krankenhaus aufwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Amnesie lautet die Diagnose. Wer ist sie also? Die Besucher an ihrem Krankenbett sind ihr fremd, selbst ihr Mann.

Bald interessiert sich auch die Presse für Nells Leben. Mehrere Versionen ihrer Geschichte kursieren. Nell weiß nicht, welche sie glauben soll.

Bei der Suche nach Antworten bekommt sie Hilfe von dem charmanten Journalisten Jamie. Aber je näher Nell ihrem alten Leben kommt, desto stärker wird der Zweifel. Möchte sie es wirklich zurück? Oder muss sie am Ende dieses Sommers einen neuen Weg gehen?

 

Cover:

Ich finde das Cover von den Farben her erfrischend. Die Frau wirkt zwar auf mich, als könnte sie auch aus einem Buch vor fünfzig Jahren stammen. Sie wirkt sehr nachdenklich und das passt gut. Insgesamt ein harmonisches Bild.

 

Meine Meinung:

Nell war für mich so ein Hass-Liebe Charakter. Sie hat einen tragischen Flugzeugabsturz zusammen mit dem Filmstar Anderson überlebt. Sie wirkt sehr zickig und ist unzufrieden. Da sie keinerlei Erinnerungen an ihr früheres Ich und ihre Umgebung hat, ist sie auf Familie und Freunde angewiesen. Leider trifft sie da nicht immer auf die Wahrheit, bzw. werden oft wichtige Sachen verschwiegen, die für das wiedererlangen ihres Gedächtnisses wichtig wären. Mit der Musik, die sie andauernd hört kommen nach und nach die Erinnerungen zurück. Man merkt klar wie enttäuscht und wütend Nell ist und wie viel Mühe sie sich gibt anders zu sein, als sie anscheinend einmal war.

Es gibt einige richtig falsche Leute, das merkt der Leser gleich. Nell, Anderson und noch ein Charakter, von dem ich jetzt noch nichts verraten möchte sind mir sehr sympathisch gewesen.

Ich mochte vor allem die Art von Anderson, der vom flippigen Filmstar ein doch recht ruhiger Mann wurde.

Besonders gut hat Allison Winn Scotch die Umgebungen beschrieben.

Trotz ein paar kleiner Fehler im Buch hat es mir von der Story doch sehr gut gefallen.

Besonders gut fand ich, dass es keine Liebesgeschichte ist, sondern eher um Nell´s Selbstfindung geht.

 

Fazit:

Ein schöner Roman!

 

Dieses Buch bekommt von mir 4 von 5 Emmis

 

Männerwirtschaft von Florian Herb

©Ullstein Verlag

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Taschenbuch: 256 Seiten

Verlag: Ullstein Taschenbuch (15. Februar 2013)

ISBN-13: 978-3548284828

Preis: 8,99 Euro

Dieses Buch durfte ich in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen. Der Autor Florian Herb hat diese Runde begleitet.

 

Inhalt:

Götz und Marie sind ein ganz normales Paar. Doch als Marie schwanger und Götz Hausmann wird, während Marie den Lebensunterhalt verdient, werden die Beiden von allen Seiten skeptisch beäugt. Götz, der eigentlich total chaotisch war, plant und organisiert auf einmal alles genau.

Sein Ziel? ,,Dann werde ich eben die beste Mama der Welt!”

 

Cover:

Ein recht schlichtes Cover, das wohl einen Vater mit seinem Sohn zeigt. Was mir am Cover gefällt ist die Farbe – ein tolles Blau, denn dieses Buch ist nicht nur für Frauen!

 

Meine Meinung:

Florian Herb hat in “Männerwirtschaft” so einige “Probleme” der Schwangerschaft und Babyzeit aufgezählt.

Welches Krankenhaus ist das Richtige? Was gehört alles in die Krankenhaustasche? Welche Kurse soll ich mit unserem Baby besuchen? Wo bekomme ich einen vertrauenswürdigen Babysitter her und was mache ich, wenn mein Kind nicht essen möchte?

Doch Achtung! Dieses Buch ist kein Ratgeber, sondern ein witziger Roman der die Lachmuskeln strapaziert. Mehr als einmal kamen mir bestimmte Situationen aus meiner Schwangerschaft und aus der bisherigen Elternzeit bekannt vor. Selbst mein Mann, dem ich einige Stellen vorgelesen habe, findet das Buch lustig und fühlte sich mit einigen Textstellen direkt angesprochen.

Götz lernt, dass nicht alles nach Listen funktioniert und das man sich oft lieber auf sein Bauchgefühl verlassen sollte, denn auch Kinder mögen Maultaschen lieber, als Babymilch.

“Männerwirtschaft” zeigt, das auch Väter tolle Mütter sein können, vielleicht sogar die Besseren.

Götz ist ein wirklich liebenswerter Sohn, Ehemann und Vater. Ein super Kumpel und ja, vielleicht sogar die beste Mama der Welt.

 

Fazit:

Zum schmunzeln, prusten und laut losbrüllen.

 

Dieses Buch erhält von mir 5 von 5 Emmis

 

Weibersommer von Heike Wanner

©Ullstein Verlag

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Taschenbuch: 352 Seiten

Verlag: Ullstein Taschenbuch (15. Februar 2013)

ISBN-13: 978-3548284712

Preis: 8,99 Euro

Weibersommer habe ich auf Vorablesen bekommen und kann euch schon jetzt verraten: es ist einfach wunderschön!

 

Klappentext:

 

Drei ungewöhnliche Frauen und ein unerwartetes Erbe

Die COusinen Lisa-Marie, Marie-Luise und Anne-Marie haben nicht viel gemeinsam – nur den Namen Marie, den sie von ihrer geliebten Großmutter bekommen haben. Doch als sie einen Bauernhof im Allgäu erben, machen sich die drei Frauen in einem alten VW-Käfer auf den Weg. Enthusiastisch tauschen sie ihre Stöckelschuhe gegen Gummistiefel und merken bald: Ein Bauernhof macht noch keine drei Freundinnen. Erst ein kleines Bündel Briefe, die von einer außergewöhnlichen Liebe erzählen, zeigt den drei Maries, wie schön so eine “Familienbande” sein kann, und offenbart ein streng gehütetes Familiengeheimnis.

Ein witziger Roman über Geheimnisse, Rivalitäten und wahre Freundschaft

 

Meine Meinung:

 

Bei diesem Buch fange ich mal von außen nach innen an, denn ich muss euch unbedingt zeigen wie schön dieses Buch ist.

Oben ist die Tasse mit den Kirschen ausgestanzt.

Wenn man das Buch öffnet, dann hat es auch innen dieses schöne Motiv.

Bei den einzelnen Kapiteln sind die Blumen vom Cover wiederzufinden. Irgendwie verspielt und total süß. Ich mag es, wenn ein Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ansprechend ist und das ist “Weibersommer” in meinen Augen auf jeden Fall. Doch auch die Geschichte selbst ist wunderschön.

Es fängt mit einem Prolog an. Eine Liebesgeschichte, die vor vielen Jahren begonnen hat, doch nach ein paar Seiten endet diese Szene und der Leser wird noch eine ganze Weile im Ungewissen bleiben wie es weitergeht.

Dann befinden wir uns im “Jetzt” und zwar mitten im Ruhrgebiet, in Dortmund.

Regelmäßig treffen sich die Zwillingsschwestern Katharina und Helene zum Kaffee und Kuchen und jetzt wo ihre Kinder groß sind, sind auch sie bei diesen Treffen dabei.

Die drei Kinder sind Lisa-Marie, Marie-Luise (die nur Lou genannt wird) und Anne-Marie (die nur Anne genannt wird).

Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Lisa-Marie ist eher der schüchterne Charakter. Ihre Männer trifft sie nur im Internet, ansonsten kümmert sie sich um ihr liebstes Hobby und ihren Beruf die sie super miteinader verbinden kann, denn sie hat einen kleinen Buchladen und liest sehr gerne. (Sie mag ich am allerliebsten)

Lou ist immer sehr auf ihr äußeres bedacht, wirkt sehr kühl und arrogant und ist eine erfolgreiche Innenarchitektin.

Anne ist das “Heimchen”. Sie kümmert sich um ihre drei Kinder, kocht und putzt und ärgert sich darüber, dass ihr Mann nie zuhause ist.

Als sie erfahren, das Onkel Horst tot ist, müssen sie vorübergehend auf seinen Hof um die Beerdigung zu planen und die Tiere zu versorgen.

Ob das gut gehen kann?

Ich muss gestehen, dass mich das komplette Buch umgehauen hat. Schon die erste Liebe, die vor so vielen Jahren begonnen hat konnte mich berühren.

Der Schreibstil ist umwerfend. Eine Geschichte, so liebevoll erzählt, mit so tollen und doch so vielseitigen Charakteren. Ich wollte das Buch nicht aus den Händen legen. So oft hat mich das Buch zum Lachen gebracht und auch das eine, oder andere Tränchen raus gekitzelt.

Eine Geschichte, die garnicht so unmöglich und doch unvorstellbar ist, mit vielen Elementen die fast jedem bekannt vorkommen.

Immer wieder wurde ich überrascht weil es interessante Wendungen und Ereignisse gab.

Ich konnte mich sofort in das Buch flüchten und habe gemerkt, das die Autorin Heike Wanner nicht nur schreibt um ein Buch zu veröffentlichen, sondern weil sie Geschichten im Bauch, im Herzen und im Kopf hat, die einfach erzählt werden MÜSSEN.

Ich hatte eigentlich vor, das Buch an meine Großmutter weiterzugeben, doch es tut mir Leid Omi, dieses Buch wird mein Bücherregal nicht verlassen :).

Fazit:

Eine wunderschöne, liebevolle, traurige, lustige, aber vor allem emotionale Familiengeschichte.

Die Autorin hat übrigens noch mehr Bücher geschrieben. Mein nächstes wird “Für immer und eh nicht” das mir eine geheime Quelle empfohlen hat. Falls ihr mehr über sie erfahren wollt, dann schaut einfach auf der Homepage von Heike Wanner vorbei.

 

Ich vergebe natürlich 5 von 5 Emmis und wünschte gerade ich könnte noch mehr geben