Auris – Der Klang des Bösen von Vincent Kliesch

  • © Droemer

 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB; 1. Edition (1. Juni 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426308417
  • Preis: 12,99 Euro

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Inhalt:

Als ein panischer Jugendlicher auf der Polizeiwache erscheint und etwas von Mord stammelt, glaubt ihm niemand, bis auf Matthias Hegel und das, obwohl es keine Leiche gibt und Silvan gerade erst aus der Psychiatrie entlassen wurde. Als forensischer Phonetiker kann Matthias Hegel hören, dass Silvan nicht lügt. Auch hört er, dass noch viel schrecklichere Botschaften in der Aussage des Jungen mitschwingen.

Er bittet die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und Hilfe und die beiden ermitteln in einem äußerst bizarren Fall. Nichts ist, wie es scheint… Matthias Hegel setzt für die Aufklärung des Falles sogar ganz bewusst sein Leben aufs Spiel.

Meine Meinung:

Mit “Auris – Der Klang des Bösen” ist Vincent Kliesch ein toller und sehr spannender vierter Fall der “Auris-Reihe” gelungen. Mir gefällt der Schreibstil des Autors sehr und die Spannung wurde mehr und mehr aufgebaut. Für mich war dieser Teil bis jetzt der beste, da er noch rasanter und temporeicher geschrieben ist, als die 3 Vorgänger. (Die aber auf keinen Fall weniger spannend sind.) Da ich natürlich die Vorgänger alle gelesen habe, waren mir die Charaktere, allen voran Matthias Hegel und Jula Ansorge schon sehr vertraut. Es war, als träfe man alte Freunde. Wie in den 3 Büchern vorher hat mich die Geschichte wieder total mitgerissen und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

Besonders gefällt mir an der Reihe, dass sie den Beruf des forensischen Phonetikers genauer beleuchtet. Denn mir war, bevor ich die Reihe anfing zu lesen, gar nicht klar, dass es diesen interessanten Beruf gibt. Von Buch zu Buch erfährt man immer mehr über das weit gefächerte Berufsfeld und ich habe immer spannende Lesestunden mit der “Auris-Reihe”! Vincent Kliesch schafft es super, dieses Thema den Leser/Innen begeisterungsfähig zu vermitteln. Ich freue mich schon riesig auf die weiteren Teile!

Fazit:

Ein sehr spannender und rasanter Thriller, bei dem das Lesezeichen nicht benötigt wird.

5 von 5 Emmis

Gejagt im Eis von Odd Harald Hauge

Die Bildrechte liegen beim Benevento Verlag

  • Herausgeber ‏ : ‎ Benevento; 1. Edition (19. Oktober 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 344 Seiten
  • Übersetzer  :  Nina Hoyer
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3710901126
  • Originaltitel ‏ : ‎ Storebjorn
  • Preis  : 16,00 Euro

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Inhalt:

Spitzbergen ist ein Paradies für Abenteuer im Ewigen Eis. Martin Moltzau kennt das ehemalige Bergbaugebiet wie seine Westentasche und bietet in der mittlerweile demilitarisierten Zone Schneemobiltouren an. Bei den neuen Gästen beschleicht ihn jedoch ein mulmiges Gefühl, denn die amerikanische Familie will unbedingt eine verfallene russische Bergbausiedlung besuchen, obwohl die Route sehr gefährlich ist. Die Situation gerät außer Kontrolle, als das Wetter umschlägt. Die Tochter verschwindet im Nebel und an Motzaus Fersen heftet sich ein russischer Spezialtrupp. Sie geraten zwischen politische Fronten und die Jagd durchs Eis beginnt.

Meine Meinung:

Normalerweise interessieren mich Thriller aus den nördlichen Teilen der Welt sehr, aber bei Gejagt im Eis hatte ich es sehr schwer, mich in die Geschichte einzufinden.

Sehr positiv ist die Kulisse in der sich das ganze Abenteuer abspielt, was für mich aber leider auch einer der wenigen positiven Aspekte dieses Buchs ist. Die sogenannte Weiße Hölle ist sicher ein Augenschmaus und diese wurde durch den Autor auch sehr gut dargestellt. Die Geschichte im Ganzen ist jedoch teilweise etwas verworren, übertrieben und manche Stellen wirken sehr gestellt. Die Charaktere wirken sehr oberflächlich und der Hauptcharakter Martin Moltzau wirkt als wäre er unverwundbar. Dass er sogar ohne Schuhe Kilometerweit durch das ewige Eis stolziert, war mir dann doch etwas zu unrealistisch. Die Darstellung der beiden politischen Mächte, ganz besonders der brutalen Russen, entspricht meiner Meinung nach zu viel verschiedener Klischees. Ich hätte mir mehr Charaktertiefe gewünscht.

Der Autor schafft es dennoch etwas an Spannung aufzubauen, die aber dann leider durch Situationen, die bei mir ein Augenrollen hervorrufen, wieder zunichte gemacht wird.

Mein Fazit:

Jeder, der auf Thriller steht, bei denen die Charaktere und deren Darstellung keine Rolle spielen und es um Hauptprotagonisten geht, die unzerstörbar wirken, ist hier an der richtigen Stelle. Allen anderen würde ich zu einer anderen Lektüre raten.

2 von 5 Emmis

The Upper World – Ein Hauch Zukunft von Femi Fadugba

Die Bildrechte liegen beim cbj Verlag

  • Herausgeber ‏ : ‎ cbj; Deutsche Erstausgabe Edition (27. September 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
  • Übersetzer  : Alexandra Ernst
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3570166222
  • Lesealter ‏ : ‎ 14 Jahre und älter
  • Preis  : 20,00 Euro

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Inhalt:

Der afrikanischstämmige Teenager Esso, der im Süden Londons lebt, muss obwohl er keiner der Gangs angehört, um sein Leben bangen, weil er zugesehen hat, wie ein berüchtigtes Gangmitglied brutal zusammengeschlagen wurde. Als er auf dem Weg nach Hause vor ein Auto läuft und bewusstlos wird, merkt er, dass er Zugang zu einer anderen Welt hat. Oder zu einer anderen Zeit? Er kann dort Szenen aus seinem zukünftigen Leben sehen und etwas, das er um alles in der Welt verhindern will.

Einige Jahre in der Zukunft, im Jahr 2035, hat Rhia mit anderen Problemen zu kämpfen, denn sie ist ohne Eltern aufgewachsen und ihr Fußballtalent ist die einzige Chance um ein vernünftiges Leben zu führen. Doch dann bekommt sie einen neuen Schultutor: Esso. Niemand weiß wo er herkommt oder kennt ihn, er hat jedoch ein Bild von Rhias Mutter bei sich. Er erzählt ihr, dass er Rhias Hilfe braucht. Sie sei seine einzige Hoffnung um sein eigenes Leben, das seiner Freunde und ganz besonders das seiner großen Liebe Nadia, zu retten.

Meine Meinung:

The Upper World ist nicht irgendein Zeitreisebuch, wie viele andere auch. Es ist um einiges besser und viel interessanter. Für einige Leser wird es sicher so sein, dass zu viel Physik und Mathe im Spiel ist, aber ich finde den Umfang genau richtig und dass hier das Konzept der Zeit sehr interessant und auch verständlich ausgeführt wird. Der Leser muss sich nur auf das Thema einlassen und wird fürstlich dafür belohnt.

Femi Fadugba beherrscht sein Handwerk als Autor, denn er konnte mich von Anfang an in eine Geschichte hineinziehen, die seinesgleichen sucht. Das Thema Zeitreise an sich finde ich schon sehr interessant, doch die Umsetzung in diesem Buch hat mich in ihren Bann gezogen. Dem Leser werden zwei wichtige Erzählstränge präsentiert, die sich immer mehr einander annähern, obwohl sie in verschiedenen Zeiten spielen. Der eine Strang ist Essos Vergangenheit und was er dort erlebt und im zukünftigen Strang dreht sich alles um Rhias Leben, die es nicht gerade leicht hat. Doch als Esso in ihr Leben tritt, ändert sich einiges.

Für mich ist dieses Buch ein Lesehighlight und ich denke, dass wir vom Autor noch viele tolle Geschichten serviert bekommen.

Mein Fazit:

The Upper World ist nicht nur für Zeitreisefans etwas, der Leser muss sich nur darauf einlassen und wird ab der ersten Seite richtig gut unterhalten!

5 von 5 Emmis

Der Nachlass von Jonas Winner

Die Bildrechte liegen bei Heyne

  • Herausgeber ‏ : Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14. Juni 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Broschiert ‏ : ‎ 352 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453440883
  • Preis  : 12,99 Euro

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Inhalt:

Hedda Laurent ist gestorben und die ganze Familie ist in Trauer vereint. Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und ihr Bruder Rubens sind nach Berlin gekommen, um von ihr Abschied zu nehmen. Bei der Testamentseröffnung jedoch erleben alle eine böse Überraschung, denn nur einer der Anwesenden kann das beträchtliche Vermögen von Hedda erben. Der Glückliche soll sich in einem Wettkampf über 27 Aufgaben herauskristallisieren. Was erst ganz harmlos beginnt, droht zu eskalieren und viele der alten Wunden reißen wieder auf und bringen düstere Geheimnisse ans Licht.

Meine Meinung:

Im Nachhinein frage ich mich, wieso ich dieses Buch bis zum Schluss gelesen habe. Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach, denn ich wollte wissen wer denn nun der Täter war. Es braucht schon viel, dass ich ein Buch abbreche, aber bei Der Nachlass von Jonas Winner war ich ganz knapp davor. An sich finde ich das Thema mit dem Wettkampf um das Erbe richtig gut, aber die Umsetzung ist total in die Hose gegangen.

Am Anfang der Geschichte war noch alles ganz ok und machte auch ein bisschen Appetit aufs weiterlesen, aber als es dann ans Eingemachte gehen sollte, wurde es erst lächerlich und im weiteren Verlauf wirr und an den Haaren herbeigezogen. Was ich sehr interessant fand, waren die Ausblicke in die Vergangenheit von Heddas Leben. Als ich dann endlich am Ende angelangt bin und mich darüber freute zu erfahren, wer denn nun für alles verantwortlich war, hatte ich ein großes Fragezeichen auf dem Kopf und mein erster Gedanke war, dass ich mir dieses Buch echt hätte sparen können.

Postiv jedoch ist, dass der Leser mit guten Thrillereinlagen verköstigt wird. Teilweise recht blutig, was zumindest etwas entschädigt.

Mein Fazit:

Ein teilweise blutiger Thriller, der mich weder mit der Umsetzung noch mit anderen Vorzügen überzeugen konnte.

2 von 5 Emmis

Der Heimweg von Sebastian Fitzek

  • © Droemer

 

  • Gebundene Ausgabe : 400 Seite
  • ISBN-13 : 978-342628155
  • Herausgeber : Droemer HC; 3. Edition
  • Preis: 22,99 Euro

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Inhalt:

Der Kalender-Killer treibt sein Unwesen und sein nächstes Opfer heißt Klara. Als ihr Tag anbricht ist sie auf dem Weg, dem Killer zuvor zu kommen, als sie plötzlich das Begleittelefon am Ohr hat. Sie spricht mit Jules Tannberg, der unerlaubt die Schicht von seinem Kumpel Caesar übernimmt. Jules versucht Klara die Angst zu nehmen, doch trotz allem wird ihr Tag sehr aufregend und sie trifft auf etliche Gefahren.

Meine Meinung:

“Der Heimweg” bestand aus etlichen Stunden voller Aufregung, Gefahren, Angst, aber auch Mut und Gegenwehr. Es geht um Klara, die Mutter einer achtjährigen Tochter, die Frau eines Tyrannen. In ihrer Ehe mit Martin hat sie alles Erdenkliche über sich ergehen lassen, wurde erniedrigt und misshandelt und hat doch immer durchgehalten. Doch jetzt, als der Kalender-Killer es auf sie abgesehen hat, möchte sie nicht auch noch sein Spiel mitspielen, sondern will die Regeln selbst bestimmen. Ziemlich schnell hat sie das Begleittelefon am Ohr und Jules versucht ihr zu helfen, obwohl er am Anfang nicht versteht, was Klara ihm erzählt, denn sie warnt Jules, dass er ebenfalls sterben wird, wenn der Killer von ihm erfährt.

Als sich dann bei Jules seltsame Dinge zutragen, zieht er seinen Vater mit hinzu, der für ihn Nachforschungen über Klara anstellen soll.

Ich habe immer wieder versucht mir den Killer vorzustellen, war am Ende aber doch überrascht. Erschreckend war es zu lesen, wie einige Männer ihre Frauen misshandeln, denn auch wenn das Buch fiktiv ist, gehe ich davon aus, dass so etwas auch in der Realität passiert und die Frauen zu viel Angst vor den Konsequenzen haben.

Fazit:

Es wurde nie langweilig, es gab viel Brutalität, viel Unvorstellbares und Spannung bis zum Ende.

5 von 5 Emmis