Die glückliche Amsel von Stefan Moster

 

  • © Monterosa

  • Gebundene Ausgabe: 38 Seiten
  • Verlag: Monterosa Verlag (24. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • Illustrator: Nadia Faichney
  • ISBN-13: 978-3942640114
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre
  • Preis: 39,80 Euro

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Meine Meinung:

Als erstes möchte ich erwähnen, dass “Die glückliche Amsel” kein Kinderbuch ist, sondern eher für Lehrer, Erzieher und Psychologen gedacht ist. Oben auf dem Buchdeckel steht schon “Ab 10 Jahren in Psychotherapeutischer Begleitung”. Als ich die Anfrage bekam, ob ich dieses Buch lesen und rezensieren möchte, musste ich schlucken, denn als Mädchenmama (wahrscheinlich wäre es als Jungsmama nicht anders), versuche ich meinen Kindern immer wieder die Gefahren aufzuzeigen, die andere Menschen bedeuten können, OHNE ihnen zu viel Angst zu machen.

Ich bin also nur Mama, Leserin und Bloggerin. Ich bin keine Psychologin und ich habe dieses Buch NICHT mit meinen Kindern gelesen, denn erstens sind sie zu jung und zweitens ist das Buch schon sehr belastend.

In dem Buch geht es um ein Kind, welches Schatten sieht, spürt und riecht. Es geht darum, wie es seine Kindheit verliert, wie die Angst überhandnimmt. Obwohl mich die Illustrationen nicht überzeugen konnten, passen sie zu der düsteren Stimmung. Die Texte waren sehr bedrückend und es ist, als würde man Tagebucheinträge eines Opfers lesen. Wie so oft ist “der Schatten” ein bekanntes Gesicht. Jemand, dem man vertraut und der mit uns in der Gesellschaft lebt und dort anerkannt ist.

Im Buch hinten steht, dass es entwickelt wurde um aufzuzeigen wie sich Kinder in solchen Situationen fühlen, aber auch, dass es Hilfen gibt. Sagt euren Kindern immer wieder, dass ihr Körper nur ihnen gehört. Erklärt ihnen, dass sie euch ALLES sagen können, selbst wenn jemand sagt, es wäre ein Geheimnis. Solltet ihr die Vermutung haben, dass eurem Kind etwas zugestoßen ist, holt euch Hilfe – selbst, wenn ihr nicht sicher seid. Ihr müsst nicht allein sein und sie brauchen mehr, als nur elterliche Liebe.

Fazit:

Dieses Buch jagt mir eine Gänsehaut über den Körper und zeigt mir immer wieder, dass die Gefahren oftmals im nahen Umkreis lauern.

5 von 5 Emmis

 

Die Schneeschwester: Eine Weihnachtsgeschichte von Maja Lunde

 

  • © btb

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (29. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Paul Berf
  • Illustrator: Lisa Aisato
  • ISBN-13: 978-3442758272
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Originaltitel: Snøsøsteren
  • Preis: 15,00 Euro

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Inhalt:

Bald hat das Warten ein Ende, denn in ein paar Tagen ist Heiligabend und auch Julians zehnter Geburtstag. Doch in diesem Jahr scheint beides auszufallen, denn die Eltern sind in ihrem Kummer gefangen und nur noch die Schatten ihrer selbst. Sie scheinen sich nicht mehr für ihre Kinder zu interessieren, denn im Sommer starb Julians und Augustas große Schwester Juni. Als Julian Hedvig kennenlernt, scheint sein Leben wieder einen Sinn zu bekommen, doch Hedvig hat ein großes Geheimnis.

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal sah, war ich neugierig, denn die Aufmachung ist wirklich super. Das Buch und der Umschlag sind wirklich wunderschön. Der Schnee glitzert und das Rot erinnert an die typischen Weihnachtsfarben. Wer die Möglichkeit hat das Buch einmal durchzublättern, sollte es dringend tun, denn spätestens dann, werdet ihr es lieben. Die Illustratorin hat hier eine Meisterleistung vollbracht. Alles ist so detailreich gezeichnet und die Farben harmonieren mit den Bildern und der Geschichte.

Die Geschichte selbst ist süß und traurig zugleich, denn es geht darum, dass die Eltern von Julian depressiv wirken, verständlich, denn eine Tochter ist ein halbes Jahr vorher gestorben. Sie war krank und ihre Krankheit ist meiner Meinung nicht unbedingt ein Thema für Zehnjährige, wobei ich mir nicht sicher bin, bzw. einfach nur hoffe, dass sich Zehnjährige nicht mit solchen Themen beschäftigen.

Julian und sein Freund John verstehen sich gut, aber in letzter Zeit haben sie sich nicht viel zu sagen und sie lachen auch nicht mehr miteinander. Beide konnten mich nicht berühren, aber dafür Hedvig, denn sie strahlt immer und ist so aufgeweckt und forsch, dass man sie einfach lieben muss. Ihre Beschreibung und die Illustrationen dazu, lassen sie noch realistischer wirken. Julians Laune musste sich einfach bessern und doch machte er sich immer Sorgen um das kommende Fest.

Obwohl die Geschichte einige wirklich traurige Themen hat, war sie ganz bezaubernd und kaum, dass ich sie beendet habe, hat sich mein Mann das Buch geschnappt.

Fazit:

Eine traurig-schöne Weihnachtsgeschichte. Ein Junge, der mit der Hilfe seiner neuen Freundin den Weihnachtszauber in sein Haus zurückholen will.

5 von 5 Emmis