Ohne Schuld (Die Kate-Linville-Reihe, Band 3) von Charlotte Link

Die Bildrechte liegen bei Blanvalet

  • Herausgeber : Blanvalet Verlag; Originalausgabe Edition (2. November 2020)
  • Sprache: : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 544 Seite
  • ISBN-13 : 978-3764507381
  • Preis: 24,00 Euro

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Inhalt:

In einem Zug auf dem Weg von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau, die dank des Eingreifens von Kate Linville, in letzter Sekunde entkommen kann. Zwei Tage später stürzt eine junge Frau mit dem Fahrrad, weil ein dünner Draht über den Weg gespannt wurde. Sie wird sofort bewusstlos und den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Zwischen den beiden Frauen gibt es keine offensichtliche Verbindung, doch die Tatwaffe ist dieselbe. Kate Linville wird direkt in die Ermittlungen des Falls hineingezogen und kommt einem grässlichen Geheimnis auf die Spur. Dadurch gerät sie selbst in tödliche Gefahr, denn der Täter will eine vermeintliche Spur rächen und gibt nicht auf.

Meine Meinung:

Ich kenne zwar schon einige Bücher der Autorin, aber bisher noch keinen der Kate Linville-Reihe. Charlotte Link hat eine ganz besondere Art, Bücher zu schreiben. Es gibt immer mehrere Fäden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber im Laufe der Geschichte nähern sich die Stränge immer mehr an und die Verbindungen zueinander werden immer offensichtlicher. Auch in diesem Buch hat sie es wieder geschafft, die Leser sehr gut zu unterhalten und zu verwirren.

Obwohl Kate Linville eigentlich noch nicht im Dienst ist und im Umzugsstress festhängt, wird sie durch einen Vorfall im Zug von London nach York in einen Fall hineingezogen, der ein grausames Geheimnis in sich verbirgt. Es werden innerhalb von zwei Tagen auf zwei Frauen Anschläge verübt. Zwischen den beiden Frauen gibt es keine offensichtliche Verbindung und Kate, die taffe aber unscheinbar wirkende Ermittlerin, sucht vergeblich nach Überschneidungen im Leben der beiden Frauen. Aufgrund einer theoretischen Fehlentscheidung, die ein Familiendrama ausgelöst hat, wurde Caleb Hale vom Dienst suspendiert. Da er wohl betrunken gewesen sein soll und verpfiffen wurde, kann er Kate bei diesem Fall nicht zur Seite stehen. Trotz allem verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft.

Kate kommt mit ihren eher untypischen Ermittlungsmethoden der Lösung und den Verbindungen immer näher und gerät dadurch ins Visier des Täters, der niemals aufgeben wird, bis er seinen Plan umgesetzt hat. Er agiert skrupellos und schreckt vor nichts zurück.

Mein Fazit:

Ein sehr gelungener Krimi, in typischer Charlotte Link Manier, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht.

5 von 5 Emmis

Verrat von Dr. Sabine Fitzek

 

  • © Droemer Knaur

 

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: 2. (2. Dezember 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3426524480
  • Preis: 9,99 Euro

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Inhalt:

Als Hauptkommissar Matthias Kammowski aus seinem Kuba-Urlaub zurück nach Berlin kommt, ist nicht nur das Wetter ein Schock für ihn, nein, sein Vorgesetzter im LKA von Berlin hat ihm auch noch eine neue junge Kollegin in sein Einzelbüro gesetzt: Svenja Hansen.

Er soll sie einarbeiten und prompt geraten die beiden in einen brisanten Mordfall. Der Geschäftsführer eines katholischen Klinikunternehmens ist in einem Hotel in Berlin tot aufgefunden worden. Dann erhält Kammowski auch noch Besuch von Christine, einer Journalistin und alten Freundin. Sie erzählt ihm von einer haarsträubenden Theorie über mafiöse Zustände im Berliner Gesundheitswesen. Jetzt hat der Kommissar endgültig genug. Doch dann entgeht Christine nur knapp einem Anschlag auf ihr Leben…

Meine Meinung:

“Verrat” ist ein sehr spannender Kriminalroman und der erste Teil einer Reihe, die sich um die jüngsten Skandale im Gesundheitswesen dreht. In diesem Buch sind es die Berliner MVZ´s (Medizinische Versorgungszentren). Ich bin ganz unvoreingenommen an das Buch gegangen, denn ich finde, jede/r Autor/in muss für sich gelesen und bewertet werden, auch wenn der (Nach-)Name noch so bekannt ist. Anfangs hatte ich ein paar Probleme die vielen handelnden Personen auseinander zu halten, aber das Problem löste sich schnell: Hinten im Buch gibt es eine Übersicht der wichtigen Akteure und Abkürzungen.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, denn Dr. Sabine Fitzek schafft es die Spannung bis zum Ende aufrecht zu halten und ich musste einfach immer weiterlesen. Man merkt, dass die Autorin sehr lange als Chefärztin gearbeitet hat, dennoch ist das Buch nicht wie ein Medizinfachbuch zu lesen. Sabine Fitzek schreibt flüssig und man würde am liebsten ins Buch reinkriechen um Kammowski und Svenja zu helfen den Fall zu lösen.

Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, auch wenn Kammowski ein Eigenbrötler ist, mag ich ihn, denn er hat Ecken und Kanten. Svenja Hansen ist mit ihrer jungen und frischen Art genau das Gegenteil und auch sie finde ich sehr sympathisch. Ich bin schon gespannt, wie die beiden und ihre Kollegen sich weiter entwickeln werden.

Fazit:

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und Dr. Sabine Fitzek steht ihrem Schwager Sebastian Fitzek in nichts nach!

5 von 5 Emmis

 

Der Kinderflüsterer von Alex North

© blanvalet

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (29. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Leena Flegler
  • ISBN-13: 978-3764507107
  • Preis: 13,00 Euro

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Inhalt:

Als der sechsjährige Neil Spencer verschwindet, stellt zumindest DI Pete Willis Parallelen zu einem Fall von vor zwanzig Jahren her. Der damalige Täter wurde zwar gefasst, aber doch blieb immer die Ungewissheit, ob es einen Komplizen gibt.

In etwa zur gleichen Zeit zieht Tom Kennedy mit seinem Sohn Jake in ein neues Haus nach Featherbank. Er hofft dort, nach dem Tod seiner Frau, auf einen Neuanfang, doch genau dort verschwand gerade Neil.

Meine Meinung:

Endlich Urlaub und Zeit um zum Buch zu greifen. Nach meiner LeseUNlust die letzte Zeit, hatte ich befürchtet, dass ich auch jetzt immer einen Grund finden würde, um nicht zu lesen. Es kam jedoch anders, denn mit Alex North “Kinderflüsterer” war ich mitten im Geschehen. Es sind vor zwanzig Jahren Kinder entführt und getötet worden und jetzt sieht es ganz danach aus, als wenn die Mordserie weitergeht. DI Pete Willis, der den Fall damals geleitet hat, konnte nie ganz damit abschließen, denn einer der Jungs wurde nie gefunden. Immer wieder machte er sich in seiner Freizeit auf die Suche, doch sein größter Feind ist der Alkohol. Er versucht standhaft zu bleiben, denn er führt sich täglich vor Augen, was er durch den Alkohol verloren hat.

Tom konnte ich am Anfang nicht einschätzen, denn nach dem Tod seiner Frau wirkte er depressiv und fühlte sich unfähig seinem Sohn die Liebe entgegen zu bringen, die er verdient hatte. Es war, als wäre er unfähig Vater zu sein, als wenn er die Rolle spielen müsste, den Ablauf und Text aber nicht kennen würde. Jake dagegen ist sehr in sich gekehrt und pflegt regen Kontakt zu seiner imaginären Freundin. Obwohl er so ruhig ist, mochte ich ihn sehr und wollte ihn einfach in den Arm nehmen.

Es ist immer etwas passiert und die Beschreibungen waren so klar, dass ich mir wie im Kino vorkam. Auch Pete mochte ich als Mensch sehr. Voll mit Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen, konnte ich seine guten Eigenschaften immer wieder erkennen. Ich wurde gut unterhalten, auch wenn es für mich als Mama immer schwer ist von Kindesentführungen und Mord an Kindern zu lesen.

Fazit:

Absolut spannend! LESEEMPFEHLUNG, aber nichts für schwache Nerven!

5 von 5 Emmis

Die Suche von Charlotte Link

 

  • © Blanvalet

  • Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (1. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3764504427
  • Preis: 24,00 Euro

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Inhalt:

Im November 2013 verschwindet die vierzehnjährige Hannah auf dem Rückweg vom Geburtstag ihrer Großmutter.

Fast vier Jahre später wird die ebenfalls vierzehnjährige Amelie entführt und fast zeitgleich findet man die Leiche, der im Jahr zuvor verschwundene Saskia in den Hochmooren Nordenglands. Die Polizei der Gegend tappt im Dunkeln und Kate Linville von Scotland Yard muss sich zurückhalten, denn sie ist nur zufällig in das Geschehen gerutscht und darf sich nicht in die Ermittlungen einmischen, denn das hat sie vor Jahren schon einmal gemacht und schon da war Chief Inspector Caleb Hale sauer auf sie.

Meine Meinung:

Obwohl ich nicht alle Bücher der Autorin kenne, war Charlotte Link mein Start in die Kriminalromane. Immer schon habe ich ihre ineinander verwobenen Geschichten geliebt. Handlungen, die aus mehreren Ecken in der Mitte zusammentreffen und meist erst da richtig Sinn ergeben. Mit “Die Suche” habe ich mir ihr aktuelles Buch vorgenommen und war erst einmal entsetzt, wie dick es ist. Das Thema kann eine Mutter, oder Eltern generell, sehr mitnehmen und doch konnte ich Abstand halten. Vielleicht liegt es daran, dass meine Kinder noch weit von diesem Alter entfernt sind, vielleicht gab es aber auch zu wenig Gefühle, denn nur Amelies Mutter platzte mit ihren Gefühlen heraus und wirkte eher wie eine Dramaqueen, als eine trauernde Mutter.

Immer wieder hatte ich die Eltern der vermissten Amelie vor meinen Augen. Sie wissen nicht, wo ihre Tochter steckt und die Polizei glaubt erst einmal eine ganze Weile, dass sie abgehauen ist. Bis die Leiche einer Gleichaltrigen auftaucht und die Polizei einen Serientäter vermutet.

Kate Linville, die eigentlich nur in der Gegend ist um ihr Elternhaus zu verkaufen, fragt sich schnell, ob auch Hannah in die Fänge des Serienmörders geraten ist und vielleicht sogar sein erstes Opfer war. Sie scheint die Einzige zu sein, die Ähnlichkeiten zu dem Fall von vor vier Jahren sieht. Weil sie als Sergeant nicht angefordert wurde, darf sie sich nicht einmischen, ermittelt aber auf eigene Faust und bringt sich selbst in Gefahr. Auch wenn sie wie eine verbitterte Jungfer geschildert wurde, mochte ich sie sehr. Sie war kein starker Charakter, weder von ihrem Wesen her, noch von ihrem Auftreten im Buch. Es war als wäre sie die ewig anwesende Randfigur und doch habe ich ihr eine Mischung aus Mitleid und Interesse entgegenbringen können.

Meiner Meinung nach steckten aber zu viele verschiedene Personen in der Geschichte, zu viele Geschichten, selbst für Charlotte Link ungewohnt. Es hätten locker 200 Seiten weniger sein können und dafür die ein, oder andere Problemfamilie nicht erwähnt. Vom Katzenmann zur Kindesvernachlässigung und sogar Misshandlung, von Eltern, die diesen Titel nicht verdient haben, von Pubertierenden und Traurigen – es war alles dabei und zwar zu viel.

Fazit:

Ein spannender Kriminalroman von Charlotte Link, dem etliche Seiten weniger wahrscheinlich noch besser getan hätten. Trotz allem waren die Ermittlungen von Caleb Hale und die geheimen Erkundungen von Kate Linville ziemlich interessant.

4 von 5 Emmis

Schwarzwasser von Andreas Föhr

  • Bildrechte liegen bei Droemer Knaur

     

  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur HC; Auflage: Originalausgabe (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3426654217
  • Preis: 14,99 Euro/15,50 Euro (AT)
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Inhalt:

Auf Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner wartet ein sehr verzwickter Fall, denn die beiden bekommen es mit einem Toten zu tun, der noch nie gelebt hat.
Als Wallner informiert wird, dass die Leiche eines älteren Mannes gefunden wurde, bleibt ihm das Herz stehen, denn sein Großvater ist seit Stunden abgängig und übers Handy nicht zu erreichen.

Meine Meinung:

Wenn ich von Andreas Föhr ein Buch aufschlage, freue ich mich immer wieder aufs Neue, einen neuen und sehr humorvollen Fall mit Wallner und Kreuthner erleben zu dürfen.
Auch bei diesem Buch ist das wieder der Fall und ganz besonders der Anfang ist schon sehr witzig, denn obwohl Kreuthner ausnahmsweise mal nicht alkoholisiert Autogefahren ist, wird er trotzdem für eine Zeit seinen Führerschein abgeben müssen. Er fühlte sich ohne Alkohol so beflügelt, dass er aufs Gas drückt und geblitzt wurde. Seit diesem Vorfall ist der Kollege Greiner in Kreuthners Augen die Ausgeburt des Bösen und er schmiedet Pläne, um ihm das zurückzuzahlen.
Durch ungewöhnliche Umstände, gerät Kreuthner wieder in den Mittelpunkt der Geschehnisse, denn er entdeckt die Leiche als erster und auch die mutmaßliche Täterin, kennt er näher. Natürlich ist er von ihrer Unschuld überzeugt, aber alles spricht gegen sie.
Doch wie kommt Wallners Großvater an den Tatort?
Der Großvater ist jedoch wohlauf und er hat zusammen mit Kreuthner die Leiche von Klaus Wartberg gefunden.
Im Laufe der Ermittlungen stellt sich auch recht schnell heraus, dass der Ermordete nicht der ist, der er vorgibt zu sein und dass der Fall noch verzwickter ist, als am Anfang gedacht.
Das ungleiche Team Wallner und Kreuthner, brilliert auch wieder in diesem Fall, denn hier ist sehr viel Polizeiarbeit gefragt.
Kreuthner sorgt mit seinem Charme und den üblichen illegalen Aktionen wieder für ausgedehntes Lachen und einige Schmunzler.
Sehr interessant finde ich auch die Ausflüge in die Vergangenheit des Anwalts Sitting, die sehr viel mit dem Fall zu tun haben, auch wenn der Leser das am Anfang noch nicht vermutet.

Mein Fazit:

Andreas Föhr hat wieder einen sehr spannenden und humorvollen Fall erschaffen, der den Leser fesselt und viel lachen und schmunzeln lässt.

5 von 5 Emmis