Wie ausgetauscht von Sofie Cramer und Sven Ulrich

  • © Carlsen Verlag

 

  • Herausgeber : Carlsen; 1. Edition (25. Februar 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Broschiert : 272 Seite
  • ISBN-13 : 978-3551319616
  • Lesealter : 12 Jahre und älter
  • Preis: 13,00 Euro

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Inhalt:

Marie wohnt mit ihren Eltern in Hamburg, tanzt gerne und wird ihr nächstes Schuljahr auf einer Highschool in den USA verbringen.

Henry lebt mit seiner Schwester und seinem Vater in Berlin, kann gut Fußball spielen und verbringt sein nächstes Schuljahr ebenfalls in den USA.

Beide lernen sich beim Vorbereitungskurs in Berlin kennen und finden einander interessant. Nach dem Wochenende müssen sie sich leider voneinander verabschieden, wollen aber während des Jahres miteinander in Kontakt bleiben, doch beide haben Geheimnisse voreinander.

Meine Meinung:

Zwei Jugendliche aus unterschiedlichsten Verhältnissen, die trotzdem beide liebevoll aufgewachsen sind, machen sich bereit für ein Auslandsjahr. Ich fand die Beweggründe der beiden interessant, denn während Henry einfach mal weg von zuhause und der Verantwortung wollte, war Marie nicht so begeistert und wollte es nur machen, damit sie dort am Cheerleading teilnehmen kann und weil ihre beste Freundin umzieht und sie das neue Schuljahr in Hamburg alleine verbringen würde.

Das Treffen beim Vorbereitungskurs war witzig. Natürlich könnte man sagen, dass das so niemals passieren würde, aber ich glaube eben, dass es passieren kann. Obwohl es am Anfang so wirkt, als könnte vor allem Marie mit Henry nichts anfangen, suchen sie doch immer wieder die Blicke und die Nähe des anderen. Sie verbringen so viel Zeit wie möglich miteinander, doch dann wird es Zeit, dass Marie wieder nach Hamburg fährt, denn bis zum Flug in die USA dauert es nicht mehr lange.

Wie der Klappentext schon verrät, fliegt Marie dann doch nicht, möchte sich aber vor Henry keine Blöße geben und schwindelt sich ihr USA-Leben zurecht. Doch auch Henry erzählt nicht die Wahrheit und so kommt es zu Chaos und Kummer.

Ich mochte beide jungen Leute sehr, wobei ich nicht verstehen konnte, wieso Marie nicht einfach die Wahrheit gesagt hat, denn Henry wirkte von Anfang an, wie ein netter Kerl. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich konnte mich sehr gut an meine erste Liebe erinnern.

Fazit:

Ein tolles Jugendbuch über ein Auslandsjahr, den alltäglichen Wahnsinn und über die erste Liebe.

5 von 5 Emmis

Das alles ist Familie von Michael Engler

  • © arsEdition

 

  • Herausgeber : arsEdition; 1. Edition (1. Februar 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 32 Seiten
  • Illustratorin: Julianna Swaney
  • ISBN-13 : 978-3845837062
  • Lesealter : 4 – 6 Jahre
  • Preis: 15,00 Euro

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Meine Meinung:

Was ist Familie? Papa, Mama und ein/zwei Kinder? Wieso gibt es hellhäutige Eltern mit dunkelhäutigen Kindern? Warum hat das Mädchen zwei Papas und keine Mama?

Jeder der Kinder hat, oder Kontakt zu ihnen pflegt weiß, dass sie zu jedem Thema mindestens 1000 Fragen haben und das ist auch gut so. In “Das alles ist Familie” geht es darum, dass es kein Standartmodell “Familie” gibt, sondern viele Varianten und das trotzdem alle richtig sind.

Lars findet vor dem Haus ein Päckchen auf dem “An Familie…” und “Meisenweg…” steht. Den Rest kann man nicht mehr lesen, denn es hat geregnet und die Schrift ist verwischt. Er macht sich auf die Suche nach der Familie, die auf ein Päckchen wartet. Unterwegs trifft er auf Lina, die ihm hilft. Beide sehen viele Arten von Familie: Alleinerziehende, Patchworkfamilien, gleichgeschlechtliche Familien, Adoptiveltern uvm. Unsere Kinder wissen, dass Menschen verschieden sind und Familien ebenso. Sie haben in der Klasse Einzelkinder, welche mit vielen Geschwistern und sie haben ein Kind mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Das alles ist für sie normal und trotzdem kamen am Anfang Fragen, die wir beantwortet haben.

Das Buch hat beiden Kindern gefallen, wobei die Kleine noch interessierter war. Am Schönsten fand ich das Ende, denn die Familie, die auf das Päckchen wartet ist für den Leser eine ziemliche Überraschung.

Fazit:

“Familie” ist vielseitig und das wird in diesem Buch ganz wunderbar gezeigt.

5 von 5 Emmis

Emi und der Süßigkeitenräuber von Sara Mrozek

  • © Winterkind Verlag

  • Herausgeber : Winterkind Verlag; 1. Edition (12. November 2020)
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 32 Seiten
  • Illustratorin: Sabine Marie Körfgen
  • ISBN-13 : 978-3982231501
  • Lesealter : 3 Jahre und älter
  • Preis: 15,00 Euro
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Meine Meinung:

Emi ist eine kleine Abenteurerin, da passt es gut, dass sie morgens von lauten Martinshörnern geweckt wird. Neugierig geht sie mit ihrem Hund Max auf die Straße um zu sehen, was los ist, denn vom Fenster aus kann sie nichts entdecken.

Sie sieht vor dem Kiosk nebenan zwei Polizeiautos und eine Polizistin erklärt ihr, was passiert ist. Emi findet alles sehr aufregend und hilft dabei, den Räuber, der in den Kiosk eingebrochen ist, zu fassen. Später wird sie sogar mit dem Streifenwagen nach Hause gefahren und denkt sich, dass sie später vielleicht auch Polizistin wird.

Die Autorin möchte mit ihrem Buch mit den Rollenklischees aufräumen und da ich selbst einen “Männerberuf” erlernt habe, finde ich das ganz toll. Meine beiden Mädels sind sehr unterschiedlich. Natürlich lieben sie beide Tiere, verkleiden sich gerne als Prinzessinnen und mögen Einhörner, aber die Kleine liebt es auch groß und laut. Feuerwehr, Polizei und vor allem Trecker und Baustellenfahrzeuge haben es ihr angetan. “Bauarbeiter” (aber ohne “t”) konnte sie sagen, bevor sie ihren Namen gesprochen hat.

Umso mehr freue ich mich über Bücher, die zeigen, dass auch Mädchen alles werden können.

Fazit:

Bitte mehr davon! Bücher ohne Rollenklischees braucht der Büchermarkt.

5 von 5 Emmis

Liane und das Land der Geschichten: Ein Buch über die Magie des Lesens von Elif Shafak

Die Bildrechte liegen bei arsEdition

  • Herausgeber : arsEdition; 4. Edition (18. September 2020)
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 160 Seiten
  • Übersetzer: Gerhard Meier
  • ISBN-13 : 978-3845838021
  • Lesealter : 8 – 10 Jahre
  • Preis: 12,00 Euro

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Meine Meinung:

Dieses Buch ist eine Hommage an die Magie von Büchern und deren Geschichten. Meiner Meinung nach ein sehr tolles Thema, da ich sehr gerne verschiedene Geschichten in Büchern miterlebe, aber leider klappte die Umsetzung nicht so wie ich es mir erhofft hatte.

Sehr gewöhnungsbedürftig war für mich der Schreibstil, der mich am Anfang etwas abgeschreckt hat und mich am Weiterlesen hinderte. Dennoch konnte ich mich im Laufe der Geschichte immer mehr darauf einlassen und wurde gut unterhalten. Der Anfang wirkt auch sehr trist und bedrückend, da Liane mit ihren jungen Jahren kein einfaches Leben hat. In der Schule wird sie wegen ihres Namens gehänselt und die Eltern behandeln sie eher unterkühlt und distanziert. Das Einzige was Liane Halt gibt, sind ihre Bücher.

Wenn ich ehrlich bin finde ich, dass das Buch eher für etwas ältere Kinder ist und vorwiegend für richtige Leseratten, denn ich finde es etwas schwierig zu lesen. Wenn man sich jedoch darauf einlässt, kommt die Geschichte sogar etwas poetisch rüber und regt auch zum Nachdenken an, denn Liane denkt sehr viel darüber nach, was Erwachsene tun und weshalb sie so reagieren.

Mein Fazit:

Auf der einen Seite ist dieses Buch sehr poetisch und möchte auch etwas Aussagen, auf der anderen Seite finde ich dieses Buch für das angesprochene Alter nicht passend. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und man muss sich auf die Geschichte einlassen.

3 von 5 Emmis

Pony-Weihnachten für Stella von Dagmar H. Mueller

  • © arsEdition

 

  • Herausgeber : arsEdition; 1. Edition (29. September 2020)
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 192 Seite
  • ISBN-13 : 978-3845836744
  • Lesealter : 8 – 10 Jahre
  • Preis: 15,00 Euro

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Meine Meinung:

Die Winter- und Weihnachtszeit kam uns diesmal viel länger vor und ich wage es zu behaupten, dass die Pandemie daran nicht ganz unschuldig ist. Dafür haben wir in dieser Zeit noch mehr mit den Kindern gelesen, als sonst auch schon. Eine unserer täglichen Geschichten war die von Stella. Stella ist absolut vernarrt in Pferde und sie wünscht sich nichts mehr als ein eigenes Pony. Die Vorweihnachtszeit mit den Düften, den Naschereien und dem Adventskalender liebt sie am meisten, doch der Adventskalender hat es diesmal in sich. Ständig gibt es seltsame Bildchen von Pinguinen und Katzen, dabei ist es doch ein Pferdekalender!

Oftmals ist Stella schon morgens mies gelaunt, aber schon am Anfang der Geschichte entdeckt sie ein scheinbar einsames Pony und möchte nun eben dieses haben. Sie macht sich täglich auf die Suche, doch das Pony scheint sich sehr gut zu verstecken. Vermisst es denn keiner?

Als Mädchenmama konnte ich die Aufgeregtheit und auch die Pferdesehnsucht nachvollziehen. Der Wunsch von Stella war immer da und man merkte ihr an, wenn sie aufgeregt, oder traurig war. Doch auch, wenn sie diesen Wunsch hat, hat sie nie die anderen Menschen um sich herum vergessen. Sie war hilfsbereit und nett.

Uns hat die Geschichte sehr gefallen. Meiner Großen sogar so sehr, dass sie das Buch auch nach Weihnachten noch einmal alleine gelesen hat.

Fazit:

24 zauberhafte Kapitel um Stella und ein Pony. Nicht nur zur Winter- und Weihnachtszeit lesenswert! EMPFEHLUNG!

5 von 5 Emmis