Dieses bescheuerte Herz von Daniel Meyer und Lars Amend

  • Bildrechte liegen beim Fischer Verlag

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 4 (23. November 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3596299652
  • Preis: 9,99 Euro
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Inhalt:
Daniel Meyer ist fünfzehn und weiß, dass er sterben wird. Er hat unzählige Operationen hinter sich und sieht immer wieder Freunde sterben. Was kann ihm das Leben noch bieten? Doch dann taucht Lars Amend in seinem Leben auf und wird sein “großer Bruder”. Gemeinsam nehmen sich die zwei viel vor und beginnen das Leben wieder zu leben.
Meine Meinung: 
Ich mag Erfahrungsbücher, denn auch wenn es toll ist in andere Welten und unglaubliche Geschichten zu tauchen, ist es manchmal gut die Augen für die Realität zu öffnen. Schon die ersten Seiten ließen mich schwer schlucken. Da ist dieser fünfzehnjährige Junge der weiß, dass er bald sterben wird. Ein Junge, der nicht die Dinge tun kann, wie sie andere Jungs tun und der in der Schule von anderen kranken Kindern gemobbt wird. Ein Junge, auf den Mitschüler neidisch sind, wenn er sich hinlegen muss, weil er keine Kraft mehr hat und ihm schwindelig wird.
Aber da ist auch diese Mutter, die sich um ihr krankes Kind kümmert, dass nicht immer versteht was recht und was unrecht ist. Diese Mutter, die sich neben der Pflege, der Sorgen und neben dem Kummer noch eine stressige Arbeit gesucht hat. Eine Mutter die in ihrer Freizeit zwischen Krankenhaus und Hospiz pendelt und ein Vater, der eigentlich nur ein Stiefvater ist, aber herzensgut scheint.
Die drei sind eine Familie, die es absolut nicht leicht hat. Kummer, Sorgen, aber auch einen Sohn mit Ausrastern. Trotzdem spürt man die Verbindung der Familie und vor allem die Liebe.
Obwohl Daniel diese Stärke in der Familie hat, ist er einsam und wünscht sich Freunde und dann taucht Lars auf. Meine Meinung von Lars war am Anfang nicht gerade gut, denn er scheint durchs Leben zu gehen, als wäre alles ein Spiel. Nichts ist wichtig, nichts wird ernst genommen. Ich bin auch jemand der albern ist, jemand der seinen Kindern Blödsinn beibringt, aber manchmal wirkte Lars einfach fernab der Realität.
Mit der Zeit schien sich sein Verhalten zu ändern, denn seine Aufgabe und Zeit mit Daniel waren ihm wichtig. Er ist ein Freund, ein Vertrauter und der große Bruder geworden, den Daniel nie hatte.
Daniel hat eine Liste, die er abarbeiten will, bevor er stirbt und Lars ist sozusagen der Wunscherfüller.
Ich finde es toll, dass diesem kranken Jungen so viel Glück und Spaß geschenkt wurde und gönne es ihm von Herzen. Leider ist Daniel ein Ausnahmefall, denn ich bezweifle, dass viele andere kranke Menschen so mit Geld um sich werfen können, wie es hier der Fall war.
Daniel selbst wirkt auf mich schon als Leserin sehr anstrengend. Damit meine ich nicht die Zeiten, wenn er ins Hospiz, oder ins Krankenhaus muss, oder über dem Waschbecken steht und Galle spuckt. Damit meine ich eher sein Verhalten, dass so extrem zwischen Kleinkind und Jugendlichem wechselt, dass mir schwindelig wurde. Ein trotziges Kleinkind, dass mit dem Fuß aufstampft, weil es etwas nicht bekommt, das hysterisch zu schreien anfängt und plötzlich ganz auf stur schaltet. Im nächsten Augenblick der coole Jugendliche der an “geile Weiber mit dicken Dingern” denkt. Ich bin mir sicher, dass er nichts dafür kann, aber umso mehr Respekt habe ich vor seinem Umfeld.
Ich möchte die Mutter und den Vater drücken und ihnen ganz viel Kraft schicken, wann immer sie sie brauchen.
Fazit:
Sehr schwere Kost und trotzdem ein Liebesbrief an das Leben (auch wenn die meisten Dinge für die meisten Menschen nicht einfach so umzusetzen sind).
5 von 5 Emmis

Tagebuch von Anne Frank

Bildrechte liegen beim Fischer Verlag

3. Auflage: April 2002
  • ISBN-13: 9783596152773
  • Originaltitel: De Dagboeken van Anne Frank
  • Preis: 7,90 Euro
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Inhalt:
Anne Frank wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern, in Frankfurt am Main, geboren. 1933 flüchtete sie mit ihren Eltern nach Amsterdam. Als 1940 Amsterdam von der deutschen Wehrmacht besetzt wurde und 1942 Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung in Kraft traten, versteckte sich die Familie Frank mit anderen Juden in einem Hinterhaus an der Prinsengracht. 1944 wurden die Bewohner verraten und in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Anne und Margot starben an den Folgen einer Typhusepidemie im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Der genaue Todestag ist leider nicht bekannt.
Meine Meinung: 
Ich glaube, ich habe das Tagebuch jetzt zum dritten mal gelesen und jedes mal entdecke, oder verstehe ich etwas neu. Gleichzeitig ist es immer wieder erschreckend, wie grausam die Zeit damals war.
Ich denke zu der Zeit in der dieses Tagebuch entstanden ist, braucht man auch nichts zu schreiben, denn dann geht das Thema des Buchs unter.
Das Tagebuch der Anne Frank beschreibt die letzten Jahre ihres doch recht kurzen Lebens und wenn man bedenkt, dass das Verstecken nur noch ein paar Tage länger hätte funktionieren müssen, damit alles ein anderes Ende genommen hätte.
Wenn man dieses Buch liest, bekommt man Einblicke in den Geist eines sehr intelligenten Mädchens meiner Meinung nach. Auch wenn die ersten Einträge vielleicht noch etwas sehr kindlich naiv sind, merkt man doch von Seite zu Seite die Entwicklung vom kleinen Mädchen, das noch alles rosig sieht, zur jungen Frau.
Durch die Umstände musste Anne Frank auch sehr schnell erwachsen werden und alle Höhen und Tiefen miterleben.
Das Verstecken auf engstem Raum, mit so vielen verschiedenen Persönlichkeiten und verschiedenen Charakteren ist nicht einfach und aus ihren Einträgen liest man auch sehr gut heraus, was sie dabei gefühlt hat.
Das ganze Buch ist voller Emotionen, ein richtiges rauf und runter. Das erste verliebt sein, aber auch ihre Gefühle zu ihrer Mutter. Dieses Thema hat mich sehr beschäftigt, da sie offensichtlich nie ein so gutes Verhältnis zu ihrer Mutter hatte wie zu ihrem Vater.
Selbst über Sexualität hat sie geschrieben, obwohl es zur damaligen Zeit wohl nicht üblich war, in Büchern so offensichtlich darüber zu schreiben, wurde es so veröffentlicht.Mein Fazit:
Das Tagebuch der Anne Frank ist ein sehr wichtiges Buch unserer Geschichte und jeder sollte es meiner Meinung nach einmal gelesen haben.

5 von 5 Emmis

Durchstarten an der Nähmaschine von Michaela Drosten

  • Bildrechte liegen bei Edition Michael Fischer

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Edition Michael Fischer
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3863552268
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 – 10 Jahre
  • Preis: 16,99 Euro
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Inhalt: 
Durchstarten an der Nähmaschine für Kinder ab acht enthält über 20 Nähideen.
Das Inhaltsverzeichnis ist in folgende Themen unterteilt:
– Werkzeuge
– Materialien
– Grundlagen
– Dein NähführerscheinProjekte:
– Für dein Zimmer
– Für deine Hobbys
– Für dich
– Für deine Familie
– Für deine Freunde

Tschüss! Danke und Über die Autorin
Vorne im Buch gibt es 3 Atelyeah-Labels zum annähen und hinten ist ein Vorlagebogen zum rausnehmen.

Meine Meinung:

2. Wende-Beanie

Als “Durchstarten an der Nähmaschine” bei BloggdeinBuch zur Auswahl stand war mir klar: Da muss ich mich bewerben. Wenn ein Buch für Kinder ab acht ist, dann müsste es auch für mich als absoluter Neuling gut sein.
Bis dahin hatte ich meine alte, geerbte Nähmaschine noch nicht einmal ausgepackt.
Ich habe mir erst einmal zwei Projekte im Buch ausgesucht und war wunderschöne Stoffe shoppen. Nachdem ich die Nähmaschine entstaubt habe und die Fäden endlich eingefädelt hatte ging es los.
Vorlage her, Wende-Beanie in klein abgezeichnet, auf den Stoff übertragen, ausgeschnitten und nach Anleitung genäht. Die erste Beanie war aus Stoffen die ich mir ertauscht habe, damit ich den guten Stoff nicht gleich wegwerfen kann. Das Problem war: Die Beanie wurde toll, sie war nur zu klein. Ich kann auch jetzt noch nicht sagen, wieso die Beanie die vom Kopfumfang passen müsste nicht gepasst hat. Bei der zweiten Mütze hatte ich das gleiche Problem. Die dritte Mütze habe ich dann gleich eine Nummer größer genäht und sie sitzt gut. Ich habe keinen Sweatstoff genommen, sondern beim zweiten und dritten Mal Jersey.

3. Wende-Beanie und 1. Loop

Danach habe ich mich am Loop versucht.

1. Beanie mit Bund

Da habe ich nur die MP3-Tasche weggelassen, weil die für uns überflüssig war. Der Loop war natürlich für unsere Kleine viel zu groß, aber man darf nicht vergessen, dass das Buch für Kinder ab acht ist und unsere Maus ist erst 28 Monate alt. Meiner Schwester hat er gefallen und so wird er jetzt wenigstens getragen.

Ich habe danach noch etwas rumprobiert und eine Beanie mit Bündchen genäht. Dazu habe ich das Schnittmuster ein bisschen abgeändert.

Gestern habe ich dann den zweiten Loop gemacht. Meiner Mutter haben zwei Stoffe besonders gefallen und so hatte ich einen Grund etwas zu nähen (Kinderloop folgt dann in Kürze auch noch).

2. Loop

Ich habe noch ein Nadelkissen aus dem Buch gemacht. Das war wohl mein schwierigstes Projekt, da man den Stoff dabei immer wieder drehen musste.

All die Sachen habe ich in weniger als 1,5 Wochen gemacht. Das Buch war eine tolle Hilfe für mich als Anfängerin. Mehr als diese drei Projekte werde ich aus dem Buch nicht machen, da die Sachen wirklich für Kinder ab acht sind und die meisten Dinge davon für mich als Erwachsene und für unsere Kleine momentan unbrauchbar sind. (Das wusste ich natürlich vorher und werde es nicht mit in die Bewertung fließen lassen!)

Was mir jedoch gefehlt hat waren meines Erachtens wichtige Informationen wie die Stiche.
Es ist zwar eine Stichlänge- und breite angegeben, aber mittlerweile habe ich im Internet und in einem anderen Nähbuch entdeckt, dass man gerade bei Jerseystoff (der in diesem Buch viel vorkommt und mit dem ich gerne arbeite) mit Zickzackstichen oder Stretchnadeln nähen soll. Damit bleibt die Naht dann genauso elastisch wie der Stoff selbst. Das ist natürlich gerade bei den Wende-Beanies wichtig.
Vorne im Buch steht, dass es bei vielen Stoffen besser ist mit einem Zickzackstich zu nähen, aber wie soll ein Anfänger entscheiden ob es gerade jetzt besser ist?
Bis auf diese wichtige Sache fand ich das Buch gut verständlich.
Die Labels am Anfang finde ich persönlich überflüssig, denn ich möchte ja in meine genähten Sachen keine fremde Werbung einnähen.

Fazit:
Ein interessantes Näh-Einsteigerbuch, dass nicht nur für Kinder geeignet ist, in dem aber natürlich überwiegend Anleitungen für Kinder stehen. Leider fehlen ein paar wichtige Informationen zu Stichen/Nadeln.
Mit diesem Buch konnte ich auf jeden Fall mein Nähinteresse wecken und ich bin froh so tolle und einfache Anleitungen für Loops und Wende-Beanies gefunden zu haben.

4 von 5 Emmis