Heaven’s End – Wen die Geister lieben von Kim Kestner

 

  • © Fischer Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1. (24. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3737341349
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Preis: 17,00 Euro

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Inhalt:

Jojo ist fünfzehn und ihre Familie hat ein Geheimnis: Sie können Geister sehen und nicht nur das, es leben auch vier Verstorbene und zwei Wieselgeister mit ihnen im Cottage. Nicht einmal ihr bester Freund Benny kennt ihr Geheimnis, doch aktuell hat sie größere Probleme, denn es jährt sich der 500. Todestag von Throckmorton und der soll ein mächtiger Schwarzmagier sein, der angeblich zurückkommen wird.

Meine Meinung:

Ghostfantasy, das klang für mich spannend, vor allem, weil der Klappentext Spannung, Chaos und eine Liebesgeschichte in Aussicht stellte. Als ich dann den inneren Klappentext las, war ich mir nicht sicher, ob mich die Geschichte um einen Schwarzmagier fesseln könnte, aber ich kann euch sagen – sie hat mich gefesselt!

Jojo “Fuchsmädchen” fällt mit ihrer Haarfarbe selbst in Schottland auf, aber als würde das nicht reichen, halten einige Leute ihre Familie für verrückt. Obwohl die meisten an Sagen glauben und die Existenz von Feen und Kobolden nicht anzweifeln, sind sich alle sicher: Geister gibt es nicht! Also darf Jojo ihre Gabe niemals erwähnen. Sie wirkte auf mich oft viel jünger, vielleicht, weil sie selten hörte und sich immer Sachen einfallen ließ, die Ärger mit sich brachten. Zack, der zukünftige Earl, war für sie nur ein arroganter Snob, zumindest versuchte sie sich das einzureden. Obwohl er im Rolls Royce zur Schule kam, wirkte er auf mich eher nett, witzig und frech, als hochnäsig. Ich bin mir sicher, dass jeder der ihn kennenlernt, meiner Meinung ist.

Benny, Jojos besten Freund, mochte ich dafür gar nicht. Vielleicht, weil er als Klischee-Homosexueller dargestellt wurde und immer überspitzt reagierte. Big Kate dagegen war einfach bombastisch, im wahrsten Sinne des Wortes. Schnell freundeten sich die Mädels an, als Kate neu an die Schule kam. Für mich war die Heimlichtuerei um die Geister verständlich, vor allem nach dem man erfährt, was die Presse vor Jahren mit Jojos Oma angestellt hat. Die Geister fand ich übrigens alle Klasse, vor allem Scout, den freundlichen, aber sehr ängstlichen Wiesel. Im Gegensatz zu Scrooge war er sehr umgänglich. Neben der Geistergeschichte schlug mein Herz natürlich für die Liebesgeschichte, die nicht nur verboten, sondern überwiegend zart, unschuldig und mit viel Neckerei verbunden war. Es passierten so viel mysteriöse Dinge, dass es nie langweilig wurde. Für mich ist es ein absoluter Graus bis zum Frühjahr 2020 auf die Fortsetzung warten zu müssen – ich möchte wieder nach Heavens´s End!

Fazit:

Eine wunderschöne Geister-Liebesgeschichte von der ich dringend mehr lesen will. LESEHIGHLIGHT – absolute LESEEMPFEHLUNG!

5 von 5 Emmis

 

Die Lieferung von Andreas Winkelmann

 

  • © Rowohlt Verlag

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 6. (18. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3499275173
  • Preis: 10,30 (AT), 9,99 Euro (de)

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Inhalt:

Eine Jägerin sieht von ihrem Hochsitz aus eine mysteriöse “weiße Frau”, die ungeschickt durch den Wald stolpert. Diese Frau ist extrem dürr und nackt. Der Ermittler Jens Kerner hat die Aufgabe die Frau aufzulesen und ins Krankenhaus zu bringen. Dass dieser Fall etwas mit den aktuellen und vergangenen Vermisstenfällen zu tun hat, weiß er in diesem Moment noch nicht.

Viola ist ängstlich. Sie fühlt sich beobachtet und verfolgt und ihre beste Freundin Sabine versucht ihr die Angst zu nehmen. Beide werden noch böse Überraschungen erleben.

Meine Meinung:

Wenn ich mich nicht täusche, war dies mein erstes Buch von Andreas Winkelmann. Das Cover hat mich angesprochen und der Klappentext klang interessant, denn es gibt einen Täter, der seine Opfer entführt, jahrelang gefangen hält und es gab Anzeichen dafür, dass alle vorher Essen bestellt haben.

Beim Lesen ist mir sofort der sympathische Ermittler Jens Kerner aufgefallen. Er war seiner Kollegin Rebecca Oswald gegenüber sehr hilfsbereit, fuhr ein interessantes Auto und war so richtig schön unkonventionell. Immer wieder bearbeitete er den Fall auf “seine Art”, obwohl er wusste, dass es seiner Vorgesetzten nicht gefallen würde.

Die Fälle waren alle sehr mysteriös und als Mama (wenn auch von kleinen Kindern), sehr erschreckend. Ein Täter, der Frauen entführte und jahrelang gefangen hielt. Die Ermittler lagen oft daneben, sie verfolgten Anhaltspunkte, die ins Nichts liefen, entdeckten aber oft Neuigkeiten, die die Leute zu vertuschen versuchten.

Und dann war da noch Viola. Viola ist eine junge, zurückhaltende Frau, die das Gefühl hat, verfolgt zu werden. Überall vermutet sie ihren Stalker und sieht Schatten. Ihre Freundin Sabine versucht ihr die Angst zu nehmen und sie abzulenken, aber dann passieren seltsame Dinge.

Die Ermittlungsarbeit hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm und ich liebe es, wenn mich Protagonisten überzeugen können, so wie Jens.

Fazit:

Mein erster Winkelmann, aber definitiv nicht der Letzte!

5 von 5 Emmis

Der Kinderflüsterer von Alex North

© blanvalet

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (29. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Leena Flegler
  • ISBN-13: 978-3764507107
  • Preis: 13,00 Euro

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Inhalt:

Als der sechsjährige Neil Spencer verschwindet, stellt zumindest DI Pete Willis Parallelen zu einem Fall von vor zwanzig Jahren her. Der damalige Täter wurde zwar gefasst, aber doch blieb immer die Ungewissheit, ob es einen Komplizen gibt.

In etwa zur gleichen Zeit zieht Tom Kennedy mit seinem Sohn Jake in ein neues Haus nach Featherbank. Er hofft dort, nach dem Tod seiner Frau, auf einen Neuanfang, doch genau dort verschwand gerade Neil.

Meine Meinung:

Endlich Urlaub und Zeit um zum Buch zu greifen. Nach meiner LeseUNlust die letzte Zeit, hatte ich befürchtet, dass ich auch jetzt immer einen Grund finden würde, um nicht zu lesen. Es kam jedoch anders, denn mit Alex North “Kinderflüsterer” war ich mitten im Geschehen. Es sind vor zwanzig Jahren Kinder entführt und getötet worden und jetzt sieht es ganz danach aus, als wenn die Mordserie weitergeht. DI Pete Willis, der den Fall damals geleitet hat, konnte nie ganz damit abschließen, denn einer der Jungs wurde nie gefunden. Immer wieder machte er sich in seiner Freizeit auf die Suche, doch sein größter Feind ist der Alkohol. Er versucht standhaft zu bleiben, denn er führt sich täglich vor Augen, was er durch den Alkohol verloren hat.

Tom konnte ich am Anfang nicht einschätzen, denn nach dem Tod seiner Frau wirkte er depressiv und fühlte sich unfähig seinem Sohn die Liebe entgegen zu bringen, die er verdient hatte. Es war, als wäre er unfähig Vater zu sein, als wenn er die Rolle spielen müsste, den Ablauf und Text aber nicht kennen würde. Jake dagegen ist sehr in sich gekehrt und pflegt regen Kontakt zu seiner imaginären Freundin. Obwohl er so ruhig ist, mochte ich ihn sehr und wollte ihn einfach in den Arm nehmen.

Es ist immer etwas passiert und die Beschreibungen waren so klar, dass ich mir wie im Kino vorkam. Auch Pete mochte ich als Mensch sehr. Voll mit Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen, konnte ich seine guten Eigenschaften immer wieder erkennen. Ich wurde gut unterhalten, auch wenn es für mich als Mama immer schwer ist von Kindesentführungen und Mord an Kindern zu lesen.

Fazit:

Absolut spannend! LESEEMPFEHLUNG, aber nichts für schwache Nerven!

5 von 5 Emmis

Leonie Looping – Kleine Robbe in Not von Cally Stronk und Constanze von Kitzing

 

  • © Ravensburger

  • Gebundene Ausgabe: 100 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (14. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Illustratorin: Constanze von Kitzing
  • ISBN-13: 978-3473361281
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 7 Jahren
  • Preis: 8,99 Euro

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Inhalt:

Oma Anni überrascht Leo und die Schmetterlingselfen. Sie hat sich ein hübsches Wohnmobil geliehen und möchte mit ihnen in den Urlaub. Schnell steht fest, dass sie auf einen Campingplatz an der Nordsee fahren. Dort lernen sie in verschiedenen Situationen etwas über den Müll, den wir produzieren und was, vor allem mit gedankenlos-weggeworfenem Plastik im Meer passiert.

Meine Meinung:

“Kleine Robbe in Not” ist mittlerweile der siebte Band dieser Reihe. Wir haben noch nicht alle, aber einige und da wir öfter an die Nordsee fahren und dort auch Robben sehen, war dieses Buch natürlich sehr interessant. Wir haben uns das Buch als erstes gemeinsam durchgelesen und meine Große hat sich sehr gewundert, wieso eine Robbe einen Plastikdeckel ausspuckt. Leider musste sie sehen, wieviel Müll im Buch am Strand liegt und wie gefährlich er für die Tiere ist. Sie hat erfahren, dass es ewig dauert, bis er abgebaut ist und das selbst dann noch kleinste Teilchen vorhanden sind.

Dass man keinen Müll in der Natur entsorgt, weiß sie schon seit Jahren. Einige Dinge haben wir von einer Weile schon geändert, versuchen aber, immer mehr zu ändern.

Die Leonie Looping – Bücher finden wir ganz toll, weil es viele elfige Zeichnungen gibt und auch immer wichtige Themen, die kindgerecht in Geschichten verpackt sind. Auch diesmal hat uns das Mädchen mit ihren Elfenfreunden wieder die Augen geöffnet und wir werden in Zukunft noch besser auf unsere Natur (und unsere Umwelt) achten.

Fazit:

Leonie und ihre Freunde sind nicht nur süß, sie sind auch wichtig. Im Buch gibt es 11 tolle Tipps, damit selbst Kinder Spaß daran haben, Plastik zu vermeiden. Bei uns werden demnächst Makkaroni als Strohhalme getestet.

5 von 5 Emmis

Der Wind nimmt uns mit von Katharina Herzog

 

  • © Rowohlt Verlag

  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (16. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3499275272
  • Preis: 12,99 Euro

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Inhalt:

Seit Maya von ihrer Adoptivmutter Karoline erfahren hat, dass sie nicht ihre leibliche Mutter ist, geht sie ihr aus dem Weg und reist als Reisebloggerin um die Welt. Als sie auf einer dieser Reisen schwanger wird, macht sie sich auf die Suche nach dem Vater des Babys um ihm zu sagen, dass sie das Kind nicht behalten wird. Auf ihrem Blog startet sie eine Suche nach Tobi, dem Kindsvater und erhält die Nachricht, dass er sich auf La Gomera aufhalten soll, ausgerechnet dort, wo Karoline wohnt.

Meine Meinung:

Ich mag die Bücher von Katharina Herzog sehr gerne. Es sind immer witzige und gefühlvolle Familienromane. In diesem Buch steht Maya im Vordergrund und ich muss gestehen, dass ich sie absolut nicht mochte. Natürlich kann ich verstehen, dass sie sauer ist, weil ihre Adoptivmutter ihr nie erzählt hat, dass Maya adoptiert wurde, aber anderseits stelle ich es mir wirklich schwierig vor, den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden. Sie hatte ein gutes und glückliches Leben. Auch wenn sie enttäuscht ist, finde ich ihr Verhalten nicht normal, denn sie ist nicht nur kurz sauer auf sie, sondern jahrelang.

Als sie die Suche nach dem Kindsvater nach La Gomera führt, scheint alles gut durchplant. Hin – Tobi sagen, dass sie von ihm schwanger ist – abreisen – abtreiben. Doch es kommt alles anders, denn Tobi lässt sich nicht so schnell aufspüren, obwohl auf der Insel jeder jeden zu kennen scheint. Maya lernt einige verrücktwirkende, aber auch liebenswerte Personen kennen und nebenbei erfährt man in Rückblicken, aber auch in der Gegenwart viel über Karoline. Über ihre erste große Liebe, ihre Eltern und die Verbindung zu La Gomera. Obwohl meine Tante jetzt seit ein paar Jahren dort wohnt, war ich noch nicht da. Die Beschreibungen der Insel gaben mir aber das Gefühl, alles selbst erkunden zu können. Egal ob es der Nebelwald, oder das Künstlerviertel war.

Natürlich hatte ich auch Lieblingsprotagonisten. Lasse ist der stille und nette Typ, der eine schwierige Vergangenheit hat. Er ist hilfsbereit und absolut sympathisch. Mein zweiter Favorit war Alejandro. Ein Künstler, der immer schon wusste, was er wollte, ebenfalls ein ruhiger Mensch, der zu oft schwieg.

Fazit:

Ein bisschen schade, dass ich La Gomera mit seinen Protagonisten jetzt hinter mir lassen muss, auch wenn ich mit Maya bis zum Ende nicht warm wurde. Die Geschichte hat ein Ende, aber ich bin mir sicher, dass Katharina Herzog uns noch auf viele weitere Reisen mitnimmt.

5 von 5 Emmis