Das Weihnachtslied von Angelika Schwarzhuber

 

  • ©blanvalet

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Originalausgabe (16. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3734107795
  • Preis: 9,99 Euro

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Inhalt:

Mia leitet erfolgreich einen Schulchor und steckt gerade mitten in den Proben für das weihnachtliche Schulkonzert, als sie mit der Direktorin aneinandergerät und ihren Job verliert. Mit ihrer Zukunft muss sie sich jedoch später beschäftigen, denn ihr Vater stirbt unerwartet. Als sie dann auch noch ihre Zwillingsschwester Valerie nach vielen Jahren wiedersieht, geht endgültig alles drunter und drüber.

Meine Meinung:

Obwohl ich die Bücher von Angelika Schwarzhuber sehr mag, hatte ich das Gefühl überhaupt nicht reinzukommen. Die Chorproben mit den Schülern, der Kampf einer Schülerin dem Chor beitreten zu dürfen und die schreckliche Schulleiterin machten mir den Start nicht gerade einfach.

Nach einigen Seiten war ich dann aber drin, denn Mia und ihr Vater haben schon vor vielen Jahren einen Verlust erlitten, der vermeidbar gewesen wäre. Mias Mutter Olivia und Valerie sind damals vom Chiemsee nach New York geflogen um Olivias Eltern zu besuchen. Diese Reise entzweite die Familie und Mia konnte ihrer Mutter und ihrer Schwester niemals verzeihen.

Ich durfte beide Elternteile kennenlernen und muss sagen, dass ich Albert sehr mochte, obwohl man das meiste über ihn nur in Erinnerungen erfuhr. Olivia dagegen wirkte sehr oberflächlich und kalt. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht verstehen und habe sie als Mutter verurteilt.

Der Chor wurde für mich dagegen erst interessant, als sich der neue Lehrer Daniel Amantke seinen Platz geschaffen hat. Auf den ersten Blick wirkte er sehr steif, aber er wuchs mir, genauso wie Sebastian, der Nachbar und Kindheitsfreund der Zwillinge, sehr ans Herz. Ich mochte seine forsche Art und hätte sie ihm überhaupt nicht zugetraut.

Auf den letzten Seiten kamen mir immer wieder ein paar Tränchen, denn die Emotionen steigern sich zum Schluss gewaltig.

Fazit:

Wer Musik (auch Weihnachtsmusik) und traurige Geschichten mit süßem Ende mag, der ist hier genau richtig.

5 von 5 Emmis

Hope Again von Mona Kasten

 

  • © Lyx

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: LYX; Auflage: 5. Aufl. 2019 (28. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3736308343
  • Preis: 13,30 Euro (AT), 12,90 Euro (de)

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Klappentext

Sie wollte sich niemals verlieben – doch seine Worte verändern alles

Everly Penn hatte nie vor, sich zu verlieben – schon gar nicht in ihren Dozenten. Doch Nolan Gates ist charmant, intelligent und sexy, und er ist der Einzige, bei dem Everly die dunklen Gedanken vergessen kann, die sie jede Nacht wachhalten. Je näher sie Nolan kennenlernt, desto intensiver wird die Verbindung zwischen ihnen – und desto mehr wünscht sich Everly, die unsichtbare Grenze, die sie voneinander trennt, zu überschreiten. Was sie nicht ahnt: Hinter Nolans lebensbejahender Art und seiner ansteckenden Begeisterung für Literatur verbirgt sich ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis könnte ihre Liebe zerstören, bevor sie überhaupt begonnen hat…

 

Meine Rezi

Ich liebe Mona Kastens Bücher. Und besonders die aus der Again – Reihe. Diese Bücher kann ich kaum aus der Hand legen und auch hier war dies mal wieder der Fall.

Everly ist ein sehr verschlossener Mensch. Das man nicht jedem alles erzählt finde ich ganz normal. Aber sie sieht sehr schlichte Dinge schon als zu privat an, was ich etwas überzogen fand. Somit schob sie zu Anfang sehr nette Menschen von sich, die ihr sehr viel bedeuten.

Einzig Nolan, ihrem Dozenten vertraut sie Sachen an, die sonst keiner weiß und auch keiner wissen darf. Auch in seinen Vorlesungen tauschen die beiden heiße Blicke aus. Oder bildet Everly sich nur ein, dass er sie genauso ansieht, wie sie ihn? Sie haben aber auch privat viel miteinander zu tun. Nolan geht sehr freundschaftlich mit seinen Studenten um und mit Everly liest er auch noch das Manuskript von Dawns neuestem Buch. Sie tauschen sich per Skype darüber aus und reden viel über Probleme des Alltages und kommen sich so näher, als sie sollten. Everly schläft sogar mit ihm beim skypen ein. Man merkt richtig wie die beiden aneinander denken und sich um den anderen sorgen. Sie stellen sogar Besitzansprüche an den anderen, allein durch ihre Blicke.

Beide versuchen professionell zu sein und krampfhaft Abstand zu halten. Aber Verbotenes hat nun mal ihren Reiz und wenn es dann noch die Liebe ist, um die es geht, dann kann man sich irgendwann nicht mehr wehren. Oder doch?

Die Entwicklung von Everly fand ich in dem Buch erstaunlich. Sie war zu Anfang so verschlossen und stand sich damit nur selber im Weg. Bei ihrer Arbeitskollegin Katie fällt es ihr nicht ganz so schwer sich zu öffnen, da diese keinen ihrer Freunde kennt. Doch durch ihre Freundin Dawn und vielen weiteren tollen Kommilitonen taut sie auch langsam bei ihnen auf und es ist schön ihr bei diesem Prozess zu zuschauen. Ich fühlte mit jedem einzelnen Charakter. Wurde rot, spürte das Prickeln und die Verlegenheit. Ich verliebte mich mit Everly. Die Erotik baute sich langsam auf und es wurde richtig heiß, jedoch nicht billig. Dafür hat Mona Kasten einfach ein großes Talent. Interessant fand ich bei dem Buch das Crossover mit Feel Again, dem dritten Band dieser Reihe. Es war zwar erst etwas verwirrend, doch man kam schnell dahinter.

Wie immer bin ich mit Mona Kasten und ihrem neuen Buch voll und ganz zufrieden. Und für alle, die sie so gerne lesen wie ich: Es wird auch einen fünften Band geben.

 

Mein Fazit

Mona Kasten schafft es auch im vierten Teil mich von vorne bis hinten zu fesseln. Ich freue mich auf Teil fünf.

5 von 5 Emmis

 

Der Wind nimmt uns mit von Katharina Herzog

 

  • © Rowohlt Verlag

  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (16. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3499275272
  • Preis: 12,99 Euro

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Inhalt:

Seit Maya von ihrer Adoptivmutter Karoline erfahren hat, dass sie nicht ihre leibliche Mutter ist, geht sie ihr aus dem Weg und reist als Reisebloggerin um die Welt. Als sie auf einer dieser Reisen schwanger wird, macht sie sich auf die Suche nach dem Vater des Babys um ihm zu sagen, dass sie das Kind nicht behalten wird. Auf ihrem Blog startet sie eine Suche nach Tobi, dem Kindsvater und erhält die Nachricht, dass er sich auf La Gomera aufhalten soll, ausgerechnet dort, wo Karoline wohnt.

Meine Meinung:

Ich mag die Bücher von Katharina Herzog sehr gerne. Es sind immer witzige und gefühlvolle Familienromane. In diesem Buch steht Maya im Vordergrund und ich muss gestehen, dass ich sie absolut nicht mochte. Natürlich kann ich verstehen, dass sie sauer ist, weil ihre Adoptivmutter ihr nie erzählt hat, dass Maya adoptiert wurde, aber anderseits stelle ich es mir wirklich schwierig vor, den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden. Sie hatte ein gutes und glückliches Leben. Auch wenn sie enttäuscht ist, finde ich ihr Verhalten nicht normal, denn sie ist nicht nur kurz sauer auf sie, sondern jahrelang.

Als sie die Suche nach dem Kindsvater nach La Gomera führt, scheint alles gut durchplant. Hin – Tobi sagen, dass sie von ihm schwanger ist – abreisen – abtreiben. Doch es kommt alles anders, denn Tobi lässt sich nicht so schnell aufspüren, obwohl auf der Insel jeder jeden zu kennen scheint. Maya lernt einige verrücktwirkende, aber auch liebenswerte Personen kennen und nebenbei erfährt man in Rückblicken, aber auch in der Gegenwart viel über Karoline. Über ihre erste große Liebe, ihre Eltern und die Verbindung zu La Gomera. Obwohl meine Tante jetzt seit ein paar Jahren dort wohnt, war ich noch nicht da. Die Beschreibungen der Insel gaben mir aber das Gefühl, alles selbst erkunden zu können. Egal ob es der Nebelwald, oder das Künstlerviertel war.

Natürlich hatte ich auch Lieblingsprotagonisten. Lasse ist der stille und nette Typ, der eine schwierige Vergangenheit hat. Er ist hilfsbereit und absolut sympathisch. Mein zweiter Favorit war Alejandro. Ein Künstler, der immer schon wusste, was er wollte, ebenfalls ein ruhiger Mensch, der zu oft schwieg.

Fazit:

Ein bisschen schade, dass ich La Gomera mit seinen Protagonisten jetzt hinter mir lassen muss, auch wenn ich mit Maya bis zum Ende nicht warm wurde. Die Geschichte hat ein Ende, aber ich bin mir sicher, dass Katharina Herzog uns noch auf viele weitere Reisen mitnimmt.

5 von 5 Emmis

Ein Cottage für deinen Sommer von Viola Shipman

 

  • © Fischer Verlag

     

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 3. (24. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Anita Nirschl
  • ISBN-13: 978-3810530646
  • Preis: 14,99 Euro

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Inhalt:

Adie Lou wird von ihrem Mann betrogen und kämpft bei der Scheidung um das Sommerhaus ihrer Familie. Zu viele schöne Erinnerungen hängen am Cottage am Michigansee und Adie Lou braucht dringend eine Veränderung. Sie möchte aus ihrem neuen Zuhause einen Ort machen, an dem Leute abschalten und zu sich selbst finden können, doch es tauchen immer wieder unerwartete Probleme auf.

Meine Meinung:

Ich mag die Bücher von Viola Shipman sehr. Sie sind jedes Mal herzlich, ihre Figuren sind authentisch, haben Probleme, wie sie jeder haben könnte und ihre Bücher haben trotz der Sorgen der Protagonisten immer etwas Wunderbares.

Obwohl ihre beste Freundin und Scheidungsanwältin Trish ihr aufzeigt was das Cottage allein an Steuern kostet, gibt Adie Lou nicht auf und das hat mir gefallen. Sie ist gerade an einem Punkt, an dem sie sich selbst finden muss, denn in den letzten Jahren lebte sie nur für einen Beruf, der ihr keinen Spaß machte, einen Mann, der sie betrog und einen mittlerweile erwachsenen Sohn. Doch ihr Weg ist steinig und teuer, denn der Umbau des Cottage kostet mehr, als erwartet und dann gibt es da noch Iris Dragoon – die Leiterin des Saugatuck-Denkmalschutz-Komitees. Sie hat ein Problem mit dem Umbau und versucht Adie Lou den Weg noch mehr zu erschweren.

Wo in anderen Büchern die Protagonisten am Ende sind und am liebsten aufgeben würden, habe ich hier das Gefühl, dass Adie Lou über sich hinauswächst. Je schwerer alles wird, umso mehr Kraft gewinnt sie und umso mehr Ideen kommen ihr. Als Leserin konnte ich den Umbau miterleben und auch bei einem Wiedersehen mit einem ihrer besten Freunde aus der Kindheit war ich dabei. Ich konnte sehen wie sie sich einen neuen Freund ins Haus holte und wie stolz ihr Sohn auf sie war.

Fazit:

Für mich war dieses Buch herzerwärmend, denn Adie Lou zeigt, dass man alles erreichen kann, wenn man will und etwas dafür tut.

5 von 5 Emmis

Nächte, in denen Sturm aufzieht von Jojo Moyes

Die Bildrechte liegen beim Rowohlt Verlag

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 3. (29. Januar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Judith Schwaab
  • ISBN-13: 978-3499276392
  • Preis: 17,50 Euro AT/16,99 Euro DE

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Inhalt:

Liza McCullen weiß, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann, aber dennoch hat sie in dem kleinen Ort Silver Bay, an der Küste Australiens, für sich und ihre Tochter Hannah, eine Heimat gefunden. Eine kleine Gemeinde, unberührte Strände und die majestätischen Buckelwale in der Bucht, bedeuten ihr alles. Als sich jedoch der Engländer Mike Dormer in der Pension ihrer Tante eincheckt, gerät ihr beschauliches Leben in Gefahr. Niemand ahnt, dass der gutaussehende Fremde Pläne schmiedet, die den ganzen Ort verändern könnten.

Meine Meinung:

Mir fällt es immer recht schwer, neue Bücher von der Autorin, nicht mit “Ein ganzes, halbes Jahr” zu vergleichen, denn es ist nun mal eines ihrer besten, wenn nicht sogar das Beste.

“Nächte, in denen Sturm aufzieht”, ist wohl eine Neuauflage von “Dem Himmel so nah”, das mir bisher unbekannt war.  Dieses Buch konnte mich auf mehreren Ebenen begeistern, auch wenn mich die Geschichte in einigen Dingen an einen Film erinnert, den ich vor kurzem gesehen habe. Dem Leser wird ein ganz tolles Erlebnis vor einer traumhaften Kulisse präsentiert und man kann sich sehr schnell darin verlieren. Ganz besonders wenn sich die Geschichte auf hoher See abspielt.

Die Geschichte ist sehr romantisch, aber auch mit einigen Dramen gespickt, die der ganzen Geschichte etwas mehr Spannung geben. Lizas Geschichte hat es schon in sich, aber das Ende macht alles wieder um einiges schöner. Trotzdem bin ich mit ihr nicht so ganz warm geworden, weil manche Reaktionen von ihr einfach zu überspitzt wirken und sie dadurch unglaubhaft wirken lassen. Mike hingegen war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn er vorerst unschöne Pläne verfolgte, was Silver Bay betrifft.

Mein Fazit:

Eine tolle Geschichte vor einer sehr gut gelungenen Kulisse und einer Achterbahnfahrt von Gefühlen!

4 von 5 Emmis