Ziemlich hitzige Zeiten von Angelika Schwarzhuber

  • © blanvalet

 

  • Taschenbuch : 384 Seite
  • ISBN-13 : 978-373410715
  • Herausgeber : Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Preis: 10,00 Euro

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Inhalt:

Anna steckt mitten in den Wechseljahren. Als wenn das nicht schon anstrengend genug ist, hat sie noch zwei bevorstehende Feste: Die Abi Abschlussfeier von Tochter Emma und die Hochzeit der großen Tochter, Leo.

Als sie erfährt, dass ihre unerwiderte Jugendliebe Jo wieder in die Heimat kommt, hofft sie, dass es für beide eine Zukunft geben kann.

Meine Meinung:

Annas Leben ist das reinste Chaos. Beim Thema Liebeschaos können ihre besten Freundinnen Ilona und Zoe gut mitreden, denn alle drei scheinen in der Liebe kein Glück zu haben. Ilona ist ein Moppelchen und sehr lebensfroh. Zoe ist schlank und Annas Chefin. Obwohl beide so unterschiedlich sind, haben sie beide eine witzige Sache mit einer Gurke und einer Melone erlebt.

Nachdem Anna auf ihren Jugendschwarm trifft, fühlt sie sich wie vor den Kopf gestoßen. Dabei konnte sie ihn nie vergessen. Es bleibt nur, dass sie sich ablenkt. Sie genießt es, dass ein junger Kerl für sie schwärmt und mit ihr ausgehen mag. Meiner Meinung nach war Anna seltsam. Erst läuft sie ihrem Schwarm hinterher, dann ziert sie sich mit dem jungen Mann auszugehen, dann macht sie es doch, weil ja nichts dabei ist und er nett ist und doch hat sie immer Angst, was andere denken können, dabei war Leonard ein wirklich netter Typ. Männerchaos ist also immer garantiert, vor allem, als sie dann noch auf Paul trifft. Der Vater von Jana, Emmas neuer bester Freundin, wirkt auf sie frech und plump und sie ist genervt von ihm. Für mich war Paul aber DER Charakter im Buch. Er war mir von Anfang an sympathisch und am Ende des Buches wünschte ich mir einen eigenen Paul.

Die Abschlussfeier der einen und die Hochzeit der anderen Tochter waren für Anna auch noch eine große Aufgabe. Immer wieder achtete sie darauf, dass Emma lernte, aber das tat sie freiwillig. Generell fand ich Emma für ihr Alter sehr vernünftig, bis auf eine Sache. Für die Hochzeit von Leo verzichtete sie auf ihre Freizeitbeschäftigungen, weil es dauernd etwas gab, dass sie regeln musste. Das kann ich ihr als Mutter jedoch nicht vorwerfen, denn für Eltern gibt, oder sollte es nichts Wichtigeres geben, als die eigenen Kinder.

Als krönenden Zusatz gibt es da noch Annas Mutter, die ihr in einigen Situationen das Leben schwer macht.

Fazit:

Auch wenn das Leben manchmal chaotisch ist, es kommen danach wieder ruhigere und bessere Zeiten. Ich hatte schöne Lesestunden, auch wenn ich mit Anna nicht gerade sympathisierte.

5 von 5 Emmis

Ein Winter voller Träume von Mia Jakobsson

  • © Weltbild

     

  • Autor: Mia Jakobsson
  • 320 Seiten, Maße: 12,5 x 18,7 cm, Gebunden
  • Verlag: Weltbild Deutschland
  • ISBN-13: 9783963770326
  • Erscheinungsdatum: 26.09.2019
  • Preis: 10,99 Euro

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Inhalt:

In Norråker, einem kleinen Dorf in Schweden, lebt die alleinerziehende Kristin. Als Mutter von zwei Kleinkindern und einer Pubertierenden hat sie es nicht leicht, vor allem, da sie noch als Briefträgerin arbeitet. Als wenn das nicht genug wäre, möchte sie immer, dass die Mitmenschen in ihrer Umgebung glücklich sind und um das zu erreichen, verstrickt sie sich in immer mehr Lügen. Nun droht Gefahr, dass ihre aktuelle Lüge auffliegt.

Meine Meinung:

“Ein Winter voller Träume” ist eine schöne Winter-/Weihnachtsgeschichte und Kristin versucht darin die Hauptrolle des Engels zu spielen. Als ihre Nachbarin Alma schwer erkrankt und nur noch den Wunsch hegt, ihren Enkel ein letztes Mal zu sehen, schreibt sie in seinem Namen Briefe und Alma geht es mit der Zeit so gut, dass sie ihren Enkel besuchen möchte. Natürlich muss sich Kristin dann etwas einfallen lassen und so arrangiert sie einen Schauspieler, der den Enkel Jerik spielen soll und seine “Oma” besuchen kommt.

Man merkt Kristin ihr schlechtes Gewissen immer wieder an und auch, wie sie versucht den falschen Jerik wieder loszuwerden. Als der keinerlei Anstalten macht zu gehen, wächst ihre Angst, dass die Lügen auffliegen und obwohl sie sich sehr zu ihm hingezogen fühlt, macht sie ihm das Leben schwer.

Jerik weiß nicht, wie ihm geschieht und was Kristin für ein Problem mit ihm hat. Die Lügen um Kristin nahmen den größten Platz in der Geschichte ein und der Stress um Almas Enkel reichte ihr anscheinend nicht, denn sie mischte sich auch noch in ein anderes Leben ein.

Obwohl sie es immer gut meinte, war sie schon ein wenig nervig, denn sie verkomplizierte alles mit ihrer Art.

Jerik und sein Bruder waren für mich das Highlight. Ihre Familiengeschichte ist kompliziert und traurig und doch wunderschön. Beide waren sehr herzliche Männer und die Umgebung Schwedens tat sein Übriges um ein wenig Winter/Weihnachtsstimmung zu zaubern. Ich wurde gut unterhalten und muss gestehen, dass ich mich in Norråker auch sehr wohlfühlen würde.

Fazit:

Ein toller Winterroman, in dem die Hauptprotagonistin durch ihre eigenen Lügen Probleme bekommt und der doch so schön ist, dass man sich problemlos nach Schweden träumen kann.

5 von 5 Emmis

Das Weihnachtslied von Angelika Schwarzhuber

 

  • ©blanvalet

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Originalausgabe (16. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3734107795
  • Preis: 9,99 Euro

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Inhalt:

Mia leitet erfolgreich einen Schulchor und steckt gerade mitten in den Proben für das weihnachtliche Schulkonzert, als sie mit der Direktorin aneinandergerät und ihren Job verliert. Mit ihrer Zukunft muss sie sich jedoch später beschäftigen, denn ihr Vater stirbt unerwartet. Als sie dann auch noch ihre Zwillingsschwester Valerie nach vielen Jahren wiedersieht, geht endgültig alles drunter und drüber.

Meine Meinung:

Obwohl ich die Bücher von Angelika Schwarzhuber sehr mag, hatte ich das Gefühl überhaupt nicht reinzukommen. Die Chorproben mit den Schülern, der Kampf einer Schülerin dem Chor beitreten zu dürfen und die schreckliche Schulleiterin machten mir den Start nicht gerade einfach.

Nach einigen Seiten war ich dann aber drin, denn Mia und ihr Vater haben schon vor vielen Jahren einen Verlust erlitten, der vermeidbar gewesen wäre. Mias Mutter Olivia und Valerie sind damals vom Chiemsee nach New York geflogen um Olivias Eltern zu besuchen. Diese Reise entzweite die Familie und Mia konnte ihrer Mutter und ihrer Schwester niemals verzeihen.

Ich durfte beide Elternteile kennenlernen und muss sagen, dass ich Albert sehr mochte, obwohl man das meiste über ihn nur in Erinnerungen erfuhr. Olivia dagegen wirkte sehr oberflächlich und kalt. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht verstehen und habe sie als Mutter verurteilt.

Der Chor wurde für mich dagegen erst interessant, als sich der neue Lehrer Daniel Amantke seinen Platz geschaffen hat. Auf den ersten Blick wirkte er sehr steif, aber er wuchs mir, genauso wie Sebastian, der Nachbar und Kindheitsfreund der Zwillinge, sehr ans Herz. Ich mochte seine forsche Art und hätte sie ihm überhaupt nicht zugetraut.

Auf den letzten Seiten kamen mir immer wieder ein paar Tränchen, denn die Emotionen steigern sich zum Schluss gewaltig.

Fazit:

Wer Musik (auch Weihnachtsmusik) und traurige Geschichten mit süßem Ende mag, der ist hier genau richtig.

5 von 5 Emmis

Hope Again von Mona Kasten

 

  • © Lyx

  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: LYX; Auflage: 5. Aufl. 2019 (28. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3736308343
  • Preis: 13,30 Euro (AT), 12,90 Euro (de)

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Klappentext

Sie wollte sich niemals verlieben – doch seine Worte verändern alles

Everly Penn hatte nie vor, sich zu verlieben – schon gar nicht in ihren Dozenten. Doch Nolan Gates ist charmant, intelligent und sexy, und er ist der Einzige, bei dem Everly die dunklen Gedanken vergessen kann, die sie jede Nacht wachhalten. Je näher sie Nolan kennenlernt, desto intensiver wird die Verbindung zwischen ihnen – und desto mehr wünscht sich Everly, die unsichtbare Grenze, die sie voneinander trennt, zu überschreiten. Was sie nicht ahnt: Hinter Nolans lebensbejahender Art und seiner ansteckenden Begeisterung für Literatur verbirgt sich ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis könnte ihre Liebe zerstören, bevor sie überhaupt begonnen hat…

 

Meine Rezi

Ich liebe Mona Kastens Bücher. Und besonders die aus der Again – Reihe. Diese Bücher kann ich kaum aus der Hand legen und auch hier war dies mal wieder der Fall.

Everly ist ein sehr verschlossener Mensch. Das man nicht jedem alles erzählt finde ich ganz normal. Aber sie sieht sehr schlichte Dinge schon als zu privat an, was ich etwas überzogen fand. Somit schob sie zu Anfang sehr nette Menschen von sich, die ihr sehr viel bedeuten.

Einzig Nolan, ihrem Dozenten vertraut sie Sachen an, die sonst keiner weiß und auch keiner wissen darf. Auch in seinen Vorlesungen tauschen die beiden heiße Blicke aus. Oder bildet Everly sich nur ein, dass er sie genauso ansieht, wie sie ihn? Sie haben aber auch privat viel miteinander zu tun. Nolan geht sehr freundschaftlich mit seinen Studenten um und mit Everly liest er auch noch das Manuskript von Dawns neuestem Buch. Sie tauschen sich per Skype darüber aus und reden viel über Probleme des Alltages und kommen sich so näher, als sie sollten. Everly schläft sogar mit ihm beim skypen ein. Man merkt richtig wie die beiden aneinander denken und sich um den anderen sorgen. Sie stellen sogar Besitzansprüche an den anderen, allein durch ihre Blicke.

Beide versuchen professionell zu sein und krampfhaft Abstand zu halten. Aber Verbotenes hat nun mal ihren Reiz und wenn es dann noch die Liebe ist, um die es geht, dann kann man sich irgendwann nicht mehr wehren. Oder doch?

Die Entwicklung von Everly fand ich in dem Buch erstaunlich. Sie war zu Anfang so verschlossen und stand sich damit nur selber im Weg. Bei ihrer Arbeitskollegin Katie fällt es ihr nicht ganz so schwer sich zu öffnen, da diese keinen ihrer Freunde kennt. Doch durch ihre Freundin Dawn und vielen weiteren tollen Kommilitonen taut sie auch langsam bei ihnen auf und es ist schön ihr bei diesem Prozess zu zuschauen. Ich fühlte mit jedem einzelnen Charakter. Wurde rot, spürte das Prickeln und die Verlegenheit. Ich verliebte mich mit Everly. Die Erotik baute sich langsam auf und es wurde richtig heiß, jedoch nicht billig. Dafür hat Mona Kasten einfach ein großes Talent. Interessant fand ich bei dem Buch das Crossover mit Feel Again, dem dritten Band dieser Reihe. Es war zwar erst etwas verwirrend, doch man kam schnell dahinter.

Wie immer bin ich mit Mona Kasten und ihrem neuen Buch voll und ganz zufrieden. Und für alle, die sie so gerne lesen wie ich: Es wird auch einen fünften Band geben.

 

Mein Fazit

Mona Kasten schafft es auch im vierten Teil mich von vorne bis hinten zu fesseln. Ich freue mich auf Teil fünf.

5 von 5 Emmis

 

Der Wind nimmt uns mit von Katharina Herzog

 

  • © Rowohlt Verlag

  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (16. April 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3499275272
  • Preis: 12,99 Euro

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Inhalt:

Seit Maya von ihrer Adoptivmutter Karoline erfahren hat, dass sie nicht ihre leibliche Mutter ist, geht sie ihr aus dem Weg und reist als Reisebloggerin um die Welt. Als sie auf einer dieser Reisen schwanger wird, macht sie sich auf die Suche nach dem Vater des Babys um ihm zu sagen, dass sie das Kind nicht behalten wird. Auf ihrem Blog startet sie eine Suche nach Tobi, dem Kindsvater und erhält die Nachricht, dass er sich auf La Gomera aufhalten soll, ausgerechnet dort, wo Karoline wohnt.

Meine Meinung:

Ich mag die Bücher von Katharina Herzog sehr gerne. Es sind immer witzige und gefühlvolle Familienromane. In diesem Buch steht Maya im Vordergrund und ich muss gestehen, dass ich sie absolut nicht mochte. Natürlich kann ich verstehen, dass sie sauer ist, weil ihre Adoptivmutter ihr nie erzählt hat, dass Maya adoptiert wurde, aber anderseits stelle ich es mir wirklich schwierig vor, den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden. Sie hatte ein gutes und glückliches Leben. Auch wenn sie enttäuscht ist, finde ich ihr Verhalten nicht normal, denn sie ist nicht nur kurz sauer auf sie, sondern jahrelang.

Als sie die Suche nach dem Kindsvater nach La Gomera führt, scheint alles gut durchplant. Hin – Tobi sagen, dass sie von ihm schwanger ist – abreisen – abtreiben. Doch es kommt alles anders, denn Tobi lässt sich nicht so schnell aufspüren, obwohl auf der Insel jeder jeden zu kennen scheint. Maya lernt einige verrücktwirkende, aber auch liebenswerte Personen kennen und nebenbei erfährt man in Rückblicken, aber auch in der Gegenwart viel über Karoline. Über ihre erste große Liebe, ihre Eltern und die Verbindung zu La Gomera. Obwohl meine Tante jetzt seit ein paar Jahren dort wohnt, war ich noch nicht da. Die Beschreibungen der Insel gaben mir aber das Gefühl, alles selbst erkunden zu können. Egal ob es der Nebelwald, oder das Künstlerviertel war.

Natürlich hatte ich auch Lieblingsprotagonisten. Lasse ist der stille und nette Typ, der eine schwierige Vergangenheit hat. Er ist hilfsbereit und absolut sympathisch. Mein zweiter Favorit war Alejandro. Ein Künstler, der immer schon wusste, was er wollte, ebenfalls ein ruhiger Mensch, der zu oft schwieg.

Fazit:

Ein bisschen schade, dass ich La Gomera mit seinen Protagonisten jetzt hinter mir lassen muss, auch wenn ich mit Maya bis zum Ende nicht warm wurde. Die Geschichte hat ein Ende, aber ich bin mir sicher, dass Katharina Herzog uns noch auf viele weitere Reisen mitnimmt.

5 von 5 Emmis