Backstage Love – Unendlich nah von Liv Keen

 

  • © Droemer Knaur

 

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (2. November 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3426522530
  • Preis: 12,99 Euro

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Inhalt:

Nic und Mia kennen sich schon seit ihrer Kindheit, denn sie wohnen nebeneinander. Schnell werden sie beste Freunde und sind immer zusammen. Doch in der letzten Zeit hat sich einiges verändert, denn Nic ist mittlerweile ein berühmter Rockstar und Mia scheint es, als hätte er keine Zeit mehr für sie. Blöd, denn ihre Gefühle spielen in seiner Nähe jedes Mal verrückt.

Was sie nicht ahnt ist, dass auch er sie vermisst und sich zu ihr hingezogen fühlt.

Eins ist klar: Das Rockstarleben scheint die beiden zu entzweien.

Meine Meinung:

Endlich mal wieder ein richtig schönes Buch. Kein Blödchen, welches sich nicht selbst helfen kann. Keine Protagonisten, die sich dümmer stellen, als sie sind, sondern einfach nur starke, interessante, junge Erwachsene.

Mia und ihr Bruder Liam haben vor drei Jahren ihren Vater verloren und seitdem passt Mia nebenbei auf ihre kleine Cousine und ihre Großmutter auf, denn ihre Mutter und ihre Tante reisen in der Welt herum.

Obwohl Mia viel mit ihrer besten und durchgeknallten Freundin Lizzy unternimmt, vermisst sie Nic sehr und ist wütend auf ihn, weil er keine Zeit mehr für sie zu haben scheint. Immer, wenn die beiden aufeinanderstoßen, spürt man es zwischen ihnen knistern und jedes Mal gehen sie sich dann doch wieder aus dem Weg. Es gibt Vorwürfe und Ängste und sehr viele Gefühle, die ich als Leserin spüren konnte. Damit es nicht langweilig wurde, lernte man ein paar von Nics “Mädels” kennen und auch Mias Freund Chris und dann passieren lauter seltsame und gefährliche Dinge.

Fazit:

Ein tolles “Rockstar-Buch” mit vielen Emotionen, die immer wieder aufkochen.

5 von 5

Negerkuss von Meredith Winter

 

  • © Sommerburg Verlag

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Sommerburg Verlag; Auflage: 1 (1. Dezember 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3981872279
  • Preis: 9,99 Euro

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Inhalt:

Als Sakita mit dem Bus in Sommerburg ankommt, warten die wenig erfreuten Bürger des kleinen Dörfchens schon mit ihren Schildern. Sakita und ihr Bruder sind vor Gewalt geflohen, haben alles hinter sich gelassen um nicht zu sterben und treffen auf eine Welle aus Hass und Ablehnung. Eine Frau heißt sie Willkommen und nimmt sich ihrer an und dann ist da noch Frederik. Frederik ist Arzt und Mitglied einer rechtsextremen Partei und obwohl er Deutschland deutsch lassen will, geht ihm die dunkelhäutige Schönheit nicht mehr aus dem Sinn.

Meine Meinung:

Hammer. Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch einen großen Shitstorm im Internet. Obwohl auch ich das vorherige Cover unmöglich fand, find ich, dass die neue Variante okay ist und ich war neugierig, denn NIEMAND von den Leuten die auf der Autorin und dem Verlag rumhackten hat sich die Mühe gemacht das Buch zu lesen. Bumm! Kann ich nicht verstehen, denn um Behauptungen aufzustellen, es gäbe hier rechte Ambitionen, sollte man sich mit einem Thema weiter auseinandersetzen, als mit einem weniger gelungenen Cover/Titel. Für mich auf jeden Fall ein Grund IN das Buch zu schauen.

Frederik bedient sich hier einiger rechten Klischees, aber wenn man ihn im Buch erlebt, dann merkt man, dass er kein Springerstiefel-wir-treten-euch-kaputt-Nazi ist. Frederik möchte, dass deutsche Kulturen und die deutsche Sprache erhalten bleibt. Er möchte, dass die Probleme im Ausland angegangen werden, dass kaputte Länder Hilfe beim Aufbau bekommen. Er selbst turtelt währenddessen mit seiner blonden Freundin Julia, an die er sein Herz aber nicht verloren hat. Gerne würde er sich von Sakita fernhalten, aber immer wieder muss er an sie und ihre Augen denken. Er versucht sich einzureden, dass er ihr nur als Arzt helfen wollte, hilft ihr und ihrem Bruder aber immer wieder.

Sakita dagegen ist sauer auf Frederik, denn der lässt sie spüren, wie unerwünscht sie ist. Dass er doch immer wieder ihre Nähe sucht verunsichert sie und auch sie hegt schnell Gefühle für ihn. Sie hat gelernt, dass man das Glück genießt, solange man kann.

Ich fand die Geschichte sehr glaubwürdig, obwohl ich mich immer gefragt habe, in wie weit jemand, der so tief in der rechten Politik steckt, sein Verhalten, seine Grundsätze etc. über Bord wirft und sich überhaupt auf etwas außerhalb seiner Norm einlässt.

Trotzdem haben mir die Einblicke in die Unterkunft von Sakita und ihrem Bruder gefallen.

Fazit:

Ich habe das Buch gelesen und Cover und Titel ausgeblendet. Ich mochte die Kulturen und wie sie aufeinandertreffen, ohne selbst für eine Seite zu polarisieren. Ich muss auch nicht homosexuell sein um Gaystorys lesen zu wollen, oder in einer Fantasiewelt leben, um in Fantasygeschichten abzutauchen.

4 von 5 Emmis

Die tausend Teile meines Herzens von Colleen Hoover

 

  • © dtv

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (26. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Katarina Ganslandt
  • ISBN-13: 978-3423740418
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Without Merit
  • Preis: 14,95 Euro (DE) / 15,40 Euro (AT)

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Inhalt:

Merit ist gerade, anstatt in der Schule, im Antiquitätenladen um sich einen Pokal zu gönnen, als sie von einem schönen Unbekannten angesprochen wird. Als sie den Laden verlässt, scheint es, als wenn er ihr folgt und zwischen den beiden kommt es nach einem kurzen Wortwechsel zum ersten Kuss. Leider gibt es da ein großes Problem und das heißt Honor. Doch anstatt, dass Merit den schönen Unbekannten vergessen kann, sieht sie ihn jetzt plötzlich täglich.

Meine Meinung:

Okay, wer hier einen typisch-schmalzigen Hoover erwartet, ist vielleicht fehl am Platz, aber ehrlich? Ich fand das Buch einfach spitze. Dass die Meinungen soweit auseinander gingen hat mich noch mehr angestachelt das Buch lesen zu wollen und ich wurde nicht enttäuscht.

Merit ist so anders, dass man sie einfach mögen muss und sie liebt alles, was anders und unnormal ist. Ihre große Leidenschaft sind Pokale, die sie sich immer kauft, wenn gerade etwas ziemlich schiefläuft. Manchmal musste ich mich jedoch fragen, wieso sie so wenig von sich selbst hält, aber nach und nach lernt man die ganze Familie kennen und wow… also, wenn ihr es verrückt, anders, irre und durchgeknallt liebt, dann müsst ihr dieses Buch lesen.

Zum Teil hassen sich die Geschwister, die Geschwister hassen den Vater, sie verachten die Mutter und ja, dann gibt es natürlich noch die “böse” Stiefmutter. Natürlich ist vieles nicht so wie es scheint, aber in der Familie Voss wird nicht über Probleme geredet und so werden sie immer größer.

Mein absoluter Favorit war natürlich der unbekannte Schönling mit dem Namen Sagan. Er war interessant und hatte ebenfalls einige Geheimnisse.

Fazit:

Für mich war diese Geschichte von Colleen Hoover ganz wundervoll. Ich liebe ihre verrückten Protagonisten und diese Geschichte über eine Familie, die kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch steht.

5 von 5 Emmis

So viel Freude, so viel Wut von Nora Imlau

 

  • © Kösel

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag; Auflage: 6 (29. Mai 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3466310951
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 3 x 22,1 cm
  • Preis: 20,00 Euro

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Meine Meinung:

Selten sieht man mich mit einem Sachbuch in der Hand, aber diesmal reizte mich das Thema schon sehr.

Manchmal frage ich mich, ob diese starken Emotionen meiner Kinder normal sind, oder ob es Phasen sind. Ich habe das Buch nach und nach gelesen, denn es ist kein typischer Lesestoff und am Stück wäre es mir zu viel Input gewesen. Es geht um gefühlsstarke Kinder. Kinder, die mehr Nähe brauchen, sich aber gleichzeitig sehr gut allein beschäftigen können. Kinder, die oftmals empfindlicher sind, als der Durchschnitt. Kinder, die z.B. Kleidung als störend empfinden, oder Abweichungen der Norm verabscheuen.

Schnell wurde mir klar, dass meine Kinder nicht so sind, wie die beschriebenen und auch wenn es wie eine Erleichterung war, musste ich öfter schlucken, denn viele der Sachen passten mehr zu mir und meinem Verhalten, als zu dem meiner Kinder.

Vielleicht bin ich gefühlsstark, vielleicht auch nicht. Es gibt einige Tipps in dem Buch, die ich auf mich selbst anwenden werde, um zu testen, ob es mir damit besser geht.

Fazit:

Nicht jedes Kind mit starken Emotionen ist gefühlsstark, aber für Eltern mit gefühlsstarken Kindern kann dieses Sachbuch sehr hilfreich sein. Eine interessante Lektüre für alle Erzieherberufe!

4 von 5 Emmis

Die Schneeschwester: Eine Weihnachtsgeschichte von Maja Lunde

 

  • © btb

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (29. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Paul Berf
  • Illustrator: Lisa Aisato
  • ISBN-13: 978-3442758272
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Originaltitel: Snøsøsteren
  • Preis: 15,00 Euro

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Inhalt:

Bald hat das Warten ein Ende, denn in ein paar Tagen ist Heiligabend und auch Julians zehnter Geburtstag. Doch in diesem Jahr scheint beides auszufallen, denn die Eltern sind in ihrem Kummer gefangen und nur noch die Schatten ihrer selbst. Sie scheinen sich nicht mehr für ihre Kinder zu interessieren, denn im Sommer starb Julians und Augustas große Schwester Juni. Als Julian Hedvig kennenlernt, scheint sein Leben wieder einen Sinn zu bekommen, doch Hedvig hat ein großes Geheimnis.

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal sah, war ich neugierig, denn die Aufmachung ist wirklich super. Das Buch und der Umschlag sind wirklich wunderschön. Der Schnee glitzert und das Rot erinnert an die typischen Weihnachtsfarben. Wer die Möglichkeit hat das Buch einmal durchzublättern, sollte es dringend tun, denn spätestens dann, werdet ihr es lieben. Die Illustratorin hat hier eine Meisterleistung vollbracht. Alles ist so detailreich gezeichnet und die Farben harmonieren mit den Bildern und der Geschichte.

Die Geschichte selbst ist süß und traurig zugleich, denn es geht darum, dass die Eltern von Julian depressiv wirken, verständlich, denn eine Tochter ist ein halbes Jahr vorher gestorben. Sie war krank und ihre Krankheit ist meiner Meinung nicht unbedingt ein Thema für Zehnjährige, wobei ich mir nicht sicher bin, bzw. einfach nur hoffe, dass sich Zehnjährige nicht mit solchen Themen beschäftigen.

Julian und sein Freund John verstehen sich gut, aber in letzter Zeit haben sie sich nicht viel zu sagen und sie lachen auch nicht mehr miteinander. Beide konnten mich nicht berühren, aber dafür Hedvig, denn sie strahlt immer und ist so aufgeweckt und forsch, dass man sie einfach lieben muss. Ihre Beschreibung und die Illustrationen dazu, lassen sie noch realistischer wirken. Julians Laune musste sich einfach bessern und doch machte er sich immer Sorgen um das kommende Fest.

Obwohl die Geschichte einige wirklich traurige Themen hat, war sie ganz bezaubernd und kaum, dass ich sie beendet habe, hat sich mein Mann das Buch geschnappt.

Fazit:

Eine traurig-schöne Weihnachtsgeschichte. Ein Junge, der mit der Hilfe seiner neuen Freundin den Weihnachtszauber in sein Haus zurückholen will.

5 von 5 Emmis