Sonntag, 24. September 2017

Nachtblumen von Carina Bartsch





  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (23. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3499291081
  • Preis: 9,99 Euro 
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Inhalt:
Jana geht nach Sylt um dort eine Ausbildung zu beginnen und ist nebenbei in einer Therapie bei Thea Flick. Jana ist ängstlich, verdrängt ihre Vergangenheit und versteckt ihre Narben. Schnell fasst sie vertrauen zu Thea und lebt gemeinsam mit anderen „Problemkindern“ bei Familie Völkner, bei denen sie alle lernen. Mit zwei Mitbewohnern versteht sie sich nicht so gut, aber in Lars findet sie einen guten Freund. Auch der schweigsame Collin scheint Jana zu verstehen.

Collin, der wie Jana eine Ausbildung zum Bauzeichner bei den Völkners macht, ist ebenfalls Meister im Verdrängen. Er meidet Menschen und beobachtet sie am liebsten aus der Ferne. Wenn er unterwegs ist, hat er immer sein schwarzes Büchlein dabei, in das er zeichnet.
Können sich Jana und Collin anfreunden, auch wenn sie auf dem ersten Blick so verschieden wirken?


Meine Meinung:
Bevor ich zu Nachtblumen gegriffen habe, habe ich ein absolutes „Wow-Buch“ gelesen und fand sehr schwer in die neue Geschichte. Nachdem ich mir am Anfang dann viel Zeit gelassen habe, konnte ich irgendwann nicht mehr aufhören zu lesen.
Familie Völkner, bestehend aus Anke und Klaas, kümmert sich rührend um die Auszubildenden. Sie essen gemeinsam, haben stets ein offenes Ohr, lassen den jungen Leuten aber ihren eigenen Bereich, damit sie sich zurückziehen können.
Als Jana auf Sylt ankommt und von Dr. Flick abgeholt wird, habe ich die Therapeutin gleich ins Herz geschlossen, denn sie wirkt offen und ehrlich und sehr herzlich.
Obwohl Jana am Anfang etwas misstrauisch ist, schließlich ist Dr. Flick nicht ihre erste Ärztin, fasst sie schnell Vertrauen zu ihr und meiner Meinung nach, war das für sie auch wichtig. Die Ärztin zeigt ihr Möglichkeiten auf, wie sie ihre Freizeit angehen kann und Jana lässt sich auch wirklich drauf ein.
Jana ist am Anfang jemand der sich immer duckt und einsteckt und eine Mitbewohnerin, hackt auch immer wieder auf ihr herum.
Mit Lars kann sie reden, aber auch er zieht sich immer wieder zurück und Jana weiß nicht wieso.
Es scheint schnell, als wenn Jana für den schweigsamen Collin schwärmt, aber bei ihm wirkt es als hätte er überhaupt kein Interesse an ihr oder seinen Mitmenschen.
Als Leserin musste ich mir immer wieder vor Augen halten, dass alle Auszubildenden dort Probleme haben und trotzdem werden sie von den Völkners nicht als Problemkinder gesehen, sondern als junge Menschen die etwas Hilfe im Leben gebrauchen können.
Ich mochte die familiären Abendessen der Familie sehr, denn dort kamen immer alle zusammen.
Neben den Völkners und Dr. Flick mochte ich Collin sehr. Obwohl er ein schweigsamer Geselle ist, spürte man gleich, dass er in die Menschen schaut und sich nicht von dem blenden lässt, was sie zu sein scheinen.
Als ich von seiner Vergangenheit erfahren habe, musste ich erst mal schwer Schlucken und das wo man meinen könnte, dass Janas Vergangenheit mindestens genauso schlimm ist.
Carina Bartsch beschreibt die Jugendlichen so realistisch und auch die Umgebung so genau, dass man sich vorstellen kann, man wäre gerade auf der Insel.

Fazit:
Ein interessanter Roman über junge Leute die es im Leben nicht immer einfach hatten, oder Fehler begangen haben. Ein Roman, der auch den Hoffnungslosen Hoffnung schenkt.

5 von 5 Emmis

Mittwoch, 20. September 2017

Poldark - Staffel 2 von Edel Germany GmbH

  • Darsteller: Aidan Turner, Eleanor Tomlinson, Heida Reed, Kyle Soller, Ruby Bentall
  • Regisseur(e): Charles Palmer, Will Sinclair
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 2.0), Englisch (DTS-HD 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Edel Germany GmbH
  • Erscheinungstermin: 1. September 2017
  • Produktionsjahr: 2016
  • Spieldauer: 576 Minuten
  • Preis: 25,49 Euro 
  • Meine Rezi zur ersten Staffel von Poldark
Inhalt:

Im Jahr 1790 liegen Aufruhr und Revolution in der Luft. Ross (Aidan Turner) soll der Prozess gemacht werden, und George Warleggan (Jack Farthing) lässt nichts unversucht, ihn als Aufständischen hängen zu sehen. Während Francis (Kyle Soller) und Elizabeth (Heida Reed) starr vor Entsetzen sind, setzt Demelza (Eleanor Tomlinson) alles daran, ihren geliebten Ross zu retten.
Von Schulden erdrückt versuchen Ross und Francis, ihre Fehde beizulegen und sich durch den gemeinsamen Erwerb einer neuen Mine von dem Einfluss der Warleggans zu befreien. Um diesen Weg beschreiten zu können, setzt Ross bei einem verzweifelten Schmuggel alles auf eine Karte. Inmitten verhängnisvoller Verluste, entscheidender Errungenschaften und zerrütteter Beziehungen muss Ross seine Differenzen beilegen – ein für alle Mal. Doch welchen Preis muss er dafür bezahlen?

Meine Meinung:

Nach diesem Cliffhanger am Ende der ersten Staffel, habe ich die zweite Staffel sehnlichst erwartet und natürlich gehofft, dass das Niveau der Vorgängerstaffel gehalten wird.
Das Niveau wurde nicht nur gehalten, es wurde auch um einiges getoppt und meine Erwartungen mehr als erfüllt.
Die Staffel beginnt schon sehr spannend, da Ross am Ende der ersten Staffel in Gewahrsam genommen wurde.
George Warleggan, Ross Poldarks ärgster Feind, setzt alles daran um ihn am Galgen zu sehen.
Doch ist das nur ein kleiner Teil von allem was noch passieren wird und meiner Meinung nach ist diese Staffel noch dramatischer als die vorhergegangene.
Als Charakter hat mich in dieser Staffel Francis sehr überrascht, durch eine doch recht schwerwiegende Entscheidung, macht er den Eindruck als ob er seitdem ein anderer Mensch wäre und das zum positiven.
Selbst Elizabeth kann diese Veränderung nicht ganz verstehen, dennoch sieht sie es sehr positiv.
Ross wird mir im Laufe der Staffel immer unsympathischer und das nicht nur weil er immer mehr vergisst, dass er noch eine Frau hat die ihn liebt und alles für ihn tun würde.
Demelza ist reifer geworden und hat sich auch langsam mit ihrer Rolle in der Gesellschaft abgefunden und auch wenn ihr viele die Stellung nicht gönnen, gibt sie trotzdem nicht auf.
Die finanzielle Situation verleitet Ross dazu unüberlegte und auch gefährliche Entscheidungen zu treffen, die nicht nur ihn in den Kerker bringen können, sondern auch seine Familie in Gefahr bringt.
Die Situation zwischen George und Ross spitzt sich auch immer mehr zu und es kommt auch zu körperlichen Übergriffen zwischen den beiden.
Doch am schlimmsten finde ich, wie sich das Verhältnis zwischen Elizabeth und Ross entwickelt und die dadurch entstandenen Konsequenzen.
Die Fortsetzung ist einfach perfekt gelungen und daher fiebere ich schon der dritten Staffel entgegen.

Mein Fazit:

Eine sehr gelungene zweite Staffel, mit noch mehr Drama und Herzschmerz, die auf eine noch gewaltigere dritte Staffel hoffen lässt!


5 von 5 Emmis

Montag, 18. September 2017

Die Moortochter von Karen Dionne

Die Bildrechte liegen beim Verlag
  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (24. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Andreas Jäger
  • ISBN-13: 978-3442205356
  • Preis: 12,99 Euro 
Hier! könnt ihr das Buch direkt beim Verlag bestellen!
Hier! kommt ihr zur Facebookseite vom Goldmann Verlag!

Inhalt:

Schon als Kind hat Helena von ihrem Vater gelernt, wie man Fährten liest und seitdem ist sie eine ausgezeichnete Jägerin.
Sie lebte damals in einer Hütte mitten im Moor und ihr Vater war damals ihr Held, bis sie vor 15 Jahren erfahren hat, dass ihr Vater ein Psychopath ist und ihre Mutter entführt hat.
Kurz darauf hat sie für seine Festnahme gesorgt und seitdem sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis.
Eines Tages jedoch erfährt sie aus den Nachrichten, dass einer der Gefangenen geflohen ist und sie ist sich sicher, dass es sich dabei um ihren Vater handelt.
Er versteckt sich im Moor und nur eine kann ihn finden, Helena. Die Jagd beginnt, denn er hat mit ihr noch eine Rechnung offen.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch bin ich zweigeteilter Meinung, denn wenn ich ehrlich bin, ist es für mich kein Psychothriller. Daher fällt es mir schwer für diese Geschichte eine Beurteilung abzugeben.
Für einen Psychothriller fehlt mir definitiv der Thrill und die Spannung.
Es gibt zwar immer wieder kurze Momente, bei denen sich Spannung aufbaut, diese sind aber recht rar.
Wenn ich die Geschichte jedoch als Thriller und nicht Psychothriller betrachte, ist sie dennoch gelungen.
Es wird eine sehr dramatische und thematisch gute Geschichte erzählt.
Eine Entführung, die viele Jahre unentdeckt bleibt. Ein Kind, das in dieser Zeit gezeugt wird und nichts kennt außer Vater, Mutter und das Moor.
Helena macht eine sehr harte Zeit durch, obwohl sie das als Kind nicht so empfindet, denn sie kennt ja nichts anderes. Bis zu dem Tag, an dem die Hütte von jemandem anderes gefunden wird.
Was mich am meisten an dem Buch schockierte, war das Thema. Es gibt nichts schlimmeres als Entführungen, denn die Angehörigen haben selbst nach langen Jahren noch die Hoffnung, dass sie denjenigen wiedersehen.
Helenas Mutter musste in den 15 Jahren der Gefangenschaft sehr viel erleiden und sie hat sich ihrem Schicksal ergeben und einfach immer so weitergelebt ohne etwas daran zu ändern.
Die Jagd selbst fand ich nicht so berauschend, da diese eher recht klein gehalten wird. Das Hauptthema liegt darin, die Vergangenheit zu erzählen und was aus Helena geworden ist.
Das hat mir zwar auch sehr gut gefallen, aber es ist eben kein Psychothriller, in dem ein Opfer nach dem anderen auftaucht und die Nerven beim Lesen bis zum zerreißen gespannt sind.

Meine Fazit:

Ein Psychothriller, der keiner ist, aber dennoch ein tolles Thema behandelt. Die Geschichte fesselt zwar, hat aber nicht die Spannung, die man von einem Psychothriller erwartet.

4 von 5 Emmis