Mittwoch, 22. März 2017

Schwarzer Sturm von Ivo Pala

Die Bildrechte liegen beim Verlag
  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3426519165
  • Preis: 14,99 Euro
  • Das ist der zweite Teil einer Reihe
  • Meine Rezi zum Vorgänger: Schwarzer Horizont
Hier! könnt ihr das Buch direkt beim Verlag bestellen!

Inhalt:

Überall herrscht ewige Nacht, denn seit dem Weltendonner verdunkelt Asche den Himmel. Alle Felder liegen brach und die Menschen verhungern auf den Straßen. Einzig alleine der neu entdeckte Kontinent Kutera verspricht Hoffnung.
Rielle, die Königin der sterbenden Hochkultur Twyddyn, hegt grausame Pläne für Kutera.
Nur der Krieger Raymo und die Sklavin Lizia können sie noch aufhalten.
Eine geheimnisvolle Mission führt den Mönch Ash und seine Gefährten um die halbe Welt, zur Erfüllung seines Schicksals.

Meine Meinung:

Ivo Pala ist mit seiner Dark-World-Saga der für mich hellste Stern am Fantasy Firmament, denn zur Zeit gibt es nichts vergleichbares, das mich so überzeugen kann wie die ersten beiden Bücher aus dieser Reihe.
Er hat ja bereits mit dem ersten Teil, Schwarzer Horizont, mein Herz höher schlagen lassen, aber mit dem zweiten Band, Schwarzer Sturm, hat die Saga noch mehr an Fahrt aufgenommen.
Ganz ehrlich, ich mag es gerne brutal und blutig. Im ersten Teil ging es teilweise schon recht ruppig zur Sache, aber im Gegensatz zum zweiten doch noch eher gemäßigt.
Ich würde die Geschichten zwecks Brutalität zwar nicht mit den Büchern von Abercrombie vergleichen, aber es wird dem Leser doch einiges geboten.
Zeitlich setzt der zweite Band dort ein, wo der erste endete. Raymo und ak Sokay sitzen im Kerker von Königin Rielle und stehen kurz vor ihrer Exekution. Lizia ist auch dort in der Nähe gefangen und hofft, dass ihr jemand zur Rettung eilt.
Wenn ich mir die ganzen Charaktere so ansehe, ist es wirklich erstaunlich, welche Entwicklungen sie zum Vorgänger gemacht haben. Allen voran Lizia, denn sie hat die größte Wandlung durchgemacht.
Obwohl sie sich das Leben nehmen wollte, hat sie doch nicht aufgegeben, auch wenn ihr Schicksal immer wieder recht ungewiss ist, selbst am Anfang des Buchs.
Doch verändert sich ihr Wesen von Seite zu Seite immer mehr und ich habe mich oft gefragt, wo die alte Lizia geblieben ist. Ich will aber damit nicht sagen, dass sich ihr Wesen zum Nachteil verändert hat.
Müsste ich mir einen Lieblingscharakter aussuchen, würde meine Wahl wohl auf Dulf Einhand fallen.
Der Seewolf ist mir mit seiner Art und Weise, wie er die Dinge anpackt, einfach sympathisch.
Raymo und Lizia gehören auch zu meinen Lieblingen, selbst ak Sokay hat sich auf der Skala nach oben gearbeitet und sich mein Wohlwollen verdient.
Rielle ist und bleibt für mich in dieser Geschichte das größte Monster, das ausgemerzt werden muss.
Im ersten Teil gibt es einen Geschichtsstrang, der mich ja nicht so ganz interessiert hatte bzw. nicht so ganz fesseln konnte. Der Weg von Ash dem Mönch. Zwar sehr interessant, aber mir passierte da zu wenig. Das hat sich in diesem Teil drastisch geändert und ist sehr interessant und spannend geworden.

Mein Fazit:

Der Schwarze Horizont, hat sich in einen Schwarzen Sturm verwandelt, der den Leser in eine faszinierende Welt entführt, die einem den Atem raubt und nicht mehr loslässt!

5 von 5 Emmis

Dienstag, 21. März 2017

Alles, was dazwischen liegt von Thilo Corzilius

Die Bildrechte liegen beim Verlag
  • Format: E-Book
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Forever (10. Februar 2017)
  • ISBN: 978-3958181649
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 3,99 Euro
Hier! könnt ihr das E-Book direkt beim Verlag kaufen!

Inhalt:

Nach dem Abitur wird die 18jährige Mira aus heiterem Himmel von ihrem Freund verlassen und unglücklicherweise landet sie auch noch mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus.
Der einzige der sie dort besucht, ist der geheimnisvolle Valentin. Mira kennt ihn nur als den schweigsamen und verschlossenen Gitarristen der Schulband. Doch Valentin überredet sie zu einem Roadtrip und Mira erkennt dadurch wie oberflächlich ihr bisheriges Leben eigentlich war.
Die beiden kommen sich auf der Reise näher, aber Mira fragt sich in der Zeit wieso Valentin so viel darüber redet, dass man das Leben in vollen Zügen genießen soll, solange man kann. Doch dann kommt sie hinter sein Geheimnis.

Meine Meinung:

Ich kenne Thilo Corzilius bisher eher als Autor von Fantasy-Büchern und daher war die Überraschung um so größer, als ich von diesem Werk erfahren habe.
Normalerweise sagt man ja, Schuster bleib bei deinen Leisten, doch das kann ich hier nicht behaupten, denn ich bin von seinen Fantasy Geschichten ja schon begeistert, aber dieses Buch toppt diese um einiges.
Ich muss gestehen, dass "Alles, was dazwischen liegt", nicht zu den Genres gehört, die ich normalerweise lese. Aber auch mir passieren des öfteren solche Ausrutscher und ich habe sie bisher noch nie bereut.
Der Autor nimmt uns mit dieser Geschichte auf einen Roadtrip mit, der gefühlvoller nicht sein könnte. Doch nicht nur die Gefühle kommen hier gut zur Geltung, denn ich finde den ganzen Roman sehr tiefgründig und voller Lebensweisheiten, die den Leser zum Nachdenken anregen.
Ich habe selten so viel Gefühl in einem Buch erlebt, wie in diesem. Auch die Protagonisten haben mir einer nach dem anderen mein Herz gestohlen.
Auf einer Abschlussparty nach dem Abitur, beichtet Miras Freund ihr, dass er sich in den USA für ein Stipendium beworben und eine Zusage bekommen hat. Mira ist außer sich, da sie sich schon ein gemeinsames Leben mit ihm vorgestellt hat und total in ihn verliebt ist. Sie schubst ihn mit der flachen Hand und in seiner Wut kontert er zurück.
Um Mira herum wird alles schwarz und als sie im Krankenhaus zu sich kommt, sitzt der geheimnisvolle Valentin bei ihr am Bett.
Er besucht sie immer wieder und eines Tages auch zuhause. Später beschließen die beiden nach dem letzten Konzert der Schulband, gemeinsam eine Reise zu unternehmen und sofort aufzubrechen.
Während der Reise kommen sich die beiden näher, doch Valentin hat ein Geheimnis zu verbergen, denn er redet immer davon, dass man das Leben in vollen Zügen genießen muss, solange man kann. Es könnte ja jederzeit vorbei sein.
Dieses Buch hat mich so gefesselt, dass ich es immer bedauert habe wenn ich es mal kurz aus der Hand legen musste, wenn auch nur für ein paar Minuten.
Daher war die Geschichte um Mira und Valentin, leider viel zu schnell vorbei.

Mein Fazit:

Ein Roadtrip voller Gefühl und Emotionen, tiefgründig und voller Lebensweisheiten die zum Nachdenken anregen.

5 von 5 Emmis

Montag, 20. März 2017

Rache und Rosenblüte von Renée Ahdieh

Bildrechte liegen beim Verlag


  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (16. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Martina M. Oepping
  • ISBN-13: 978-3846600405
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Preis: 17,00 Euro 
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Meine Rezension zum ersten Teil: Zorn und Morgenröte  




Inhalt: 
Nachdem großen Feuer in Ray hilft Chalid unerkannt fast täglich beim wiederaufbau der Stadt. 
Weil er sich täglich aus dem Palast schleicht, gerät er mit seinem Cousin Jalal in Streit, denn Jalal ist seit dem Weggang der Dienerin Despina eh sauer. Seiner Meinung nach hätte Chalid sie nicht gehen lassen dürfen, denn sie ist von Jalal schwanger. 
Shahrzad hält sich im Badawi-Lager auf, indem sich alle auf den bevorstehenden Krieg vorbereiten. 
Omar al-Sadiq, der Scheich des Badawi-Lagers fragt sich auf welcher Seite er kämpfen soll: An der Seite von Reza bin-Latief, der seine Tochter rächen will, oder ob er sich mit dem Kalifen von Chorasan zusammenschließen soll. 

Meine Meinung: 
Der erste Teil dieser Reihe hat mich total begeistert und fasziniert, denn neben der 1001-Nacht Kulisse, neben den orientalischen Düften und Gerichten gibt es diese eine besondere Liebesgeschichte die wundervoll und überhaupt nicht aufdringlich schnulzig ist. 
In diesem Teil lernt der Leser auch Shahrzads Schwester Irsa besser kennen, die zu einer jungen Frau herangewachsen und das erstemal verliebt ist. Rahim, ihr angegebeter und sie tänzeln immer umeinander rum und beide sind liebenswerte Protagonisten, die schüchtern sind im Umgang miteinander. Am Anfang hat mich Irsa etwas genervt, denn sie war bockig und stur, aber sie beschäftigt sich mit Kräutern und bekommt so indirekt auch eine wichtige Rolle. 
Tarik kann man lieben oder hassen, denn er leidet ziemlich darunter das er Shazi liebt, sie aber mittlerweile glücklich verheiratet ist. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich Tarik sehr gerne mag. Natürlich ist sein stolz verletzt und sein Herz gekränkt und er handelt manchmal, wie Chalid, sehr überstürzt. Trotzdem würde ich sagen er ist ein loyaler Mensch und wenn man ihn an seiner Seite hat, dann kann man sich auf ihn verlassen. 
Shahrzad und Chalids größter Wunsch ist es natürlich den Fluch zu brechen, denn Chalid kann nicht einmal mehr schlafen. Er leidet unter der Situation und der Ungerechtigkeit. Um seine Stadt zu schützen, musste er so viele Leben nehmen und jedes hat ihn tiefer in Depressionen gestürzt. 
Schnell vergisst man, dass Chalid nicht mal zwanzig Jahre jung ist und schon als König regiert. 
Wie schon im ersten Teil brauchte ich auch hier die Magie nicht, aber sie gehörte stellenweise einfach dazu. 
Es gibt ein paar neue Charaktere die interessante Rollen haben, es gibt alte Charaktere die wieder auftauchen und es gibt welche, von denen man sich verraten fühlt. 
Das Ende wirkte sehr überstürzt und allgemein wurden sehr viele Geschichtsstränge im Buch eingebaut, die teilweise zu viel und zu schnell abgehandelt wurden. 

Fazit: 
Obwohl die Geschichte an einigen Stellen von der Autorin anscheinend zu wenig Aufmerksamkeit bekam, dafür aber viele Ideen eingeworfen wurden und das Buch dadurch stolpernd endet, werde ich Shahrzad, Chalid und Tarik vermissen.

4 von 5 Emmis