Ach, du dicker Weihnachtsmann von Ursel Scheffler

  • © Ullmann Medien

  • Gebundene Ausgabe : 32 Seiten
  • Illustratorin: Jutta Timm
  • ISBN-13 : 978-374152536
  • Herausgeber : Ullmann Medien; 1. Auflage 2020 (7. September 2020)
  • Leseniveau : 4 – 6 Jahr
  • Preis: 12,90 Euro

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Meine Meinung:

Ihr habt sie vielleicht schon entdeckt, die ersten Weihnachtssüßigkeiten in den Geschäften. Während überall solangsam Kleidung und Deko für den Winter gekauft wird, durfte bei uns das erste Weihnachtsbuch einziehen. Der Titel klingt witzig und die Illustrationen sind weich, harmonisch und lassen Weihnachtsstimmung aufkommen.

Der Text dagegen hat keinen von uns wirklich überzeugen können. Es geht darum, dass der Weihnachtsmann einen Beitrag liest in dem steht, dass er moderner werden soll. Er solle nur sinnvolle und gesunde Dinge schenken und außerdem wäre er viel zu dick. Was uns Erwachsene vielleicht zum Denken anregt, dass wir gut sind, so wie wir sind, hat meine Kinder einfach nur verwundert. Die Große war traurig, dass er nicht mehr aussah, wie der Weihnachtsmann (sie weiß, dass es ihn nicht gibt) und die Kleine, die fest daran glaubt, dass der Weihnachtsmann jedes Jahr zu ihr kommt, fand das alles sehr seltsam und konnte mit dem Buch nichts anfangen.

Meiner Meinung nach bleiben bei kleinen Kindern zu viele Fragen offen und Unverständnis darüber, wieso der Weihnachtsmann sich ändert, nur weil es jemand von der Zeitung gerne hätte. Als Eltern sagen wir unseren Kindern regelmäßig, dass sie toll sind, wie sie sind. Natürlich sagen wir auch, wenn etwas nicht so gut ist, aber wir würden nie sagen, dass sie an ihrer Optik etwas ändern müssen und genauso erklären wir ihnen, dass alle Menschen unterschiedlich sind und aussehen, dass wir nicht jeden mögen, aber akzeptieren müssen.

Fazit:

Wunderschöne Illustrationen zu einer Geschichte, die nicht nur meiner Meinung nach nichts für kleine Kinder ist. Schade eigentlich.

3 von 5 Emmis

Der Überläufer von Pandastorm Pictures GmbH

Die Bildrechte liegen bei der Pandastorm Pictures GmbH

  • Darsteller: Jannis Niewöhner, Rainer Bock, Ulrich Tukur, Bjarne Mädel, Florian Lukas
  • Künstler: Florian Gallenberger, Simone Bär, Bernd Lange, Lisy Christl, Felix Zackor, Stefan Raiser
  • Format: PAL, Dolby
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: edel
  • Erscheinungstermin: 8. Mai 2020
  • Produktionsjahr: 2020
  • Spieldauer: 173 Minuten
  • Preis: 13,76 Euro

Inhalt:

Am 08. Mai 2020 jährt sich das offizielle Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Anlässlich dieses historischen Ereignisses veröffentlicht Pandastorm am 08. Mai 2020 die Blu-ray und DVD des bemerkenswerten Mehrteilers Der Überläufer, der als Erstausstrahlung im Ersten gezeigt wurde. Zwar ist die bewegende Fernsehproduktion in erster Linie ein unter die Haut gehendes Kriegsdrama über den ewigen Konflikt zwischen Pflicht und Gewissen und den alltäglichen Wahnsinn des Zweiten Weltkriegs, aber auch ein fesselndes Stück Zeitgeschichte. Übrigens wird Der Überläufer auch an die großen nordischen Sender NRK (Norwegen), SVT (Schweden), DR (Dänemark) und YLE (Finnland) verkauft. Weitere Verhandlungen mit Abnehmern in Großbritannien, Italien und den USA finden derzeit statt…

Im letzten Kriegssommer 1944 strandet der junge Wehrmachtssoldat Walter Proska (Jannis Niewöhner) auf dem Weg Richtung Ostfront bei einem Haufen versprengter deutscher Soldaten. Auf verlorenem Posten und von den eigenen Truppen aufgegeben, erteilt der sadistische Unteroffizier Willi Stehauf (Rainer Bock) ihnen im Niemandsland der polnischen Wälder immer menschenverachtendere Befehle.

Die Begegnung mit der jungen polnischen Partisanin Wanda (Malgorzata Mikolajczak) und intensive Gespräche mit seinem Kameraden Wolfgang Kürschner (Sebastian Urzendowsky) lassen Proska immer stärker an der Richtigkeit seines Auftrags zweifeln. Als die Rote Armee näher rückt, gerät der junge Soldat in Kriegsgefangenschaft und kann sich nur noch retten, indem er zum Feind überläuft…

Das herausragende Schauspieler-Ensemble um Jannis Niewöhner (Narziss und Goldmund, Asphaltgorillas, Beat), Katharina Schüttler (Unsere Mütter – unsere Väter, Zeit der Kannibalen), Leonie Benesch (Babylon Berlin, The Crown), Malgorzata Mikolajczak, Rainer Bock (Atlas, Das Boot), Florian Lukas (Good Bye Lenin!, Weissensee), Sebastian Urzendowsky (Borgia, Der Turm), Bjarne Mädel (Der Tatortreiniger, 25 km/h), Alexander Beyer (Deutschland 83 und 86, Inside Wikileaks) oder Ulrich Tukur (John Rabe, Rommel, Tatort) ist bis in die kleinste Nebenrolle hochkarätig besetzt und bietet darstellerische Glanzleistungen in der anspruchsvollen Produktion, die von Regisseur Florian Gallenberger (Colonia Dignidad, John Rabe, Quiero ser) detailgetreu und überzeugend in Szene gesetzt wurde. Gallenberger: „Der Überläufer‘ behandelt Themen, die besonders heute wieder von großer Relevanz sind.“

Die Adaption von Der Überläufer basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman des mehrfach ausgezeichneten deutschen Schriftstellers Siegfried Lenz (1926 – 2014), einem der renommiertesten und bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur (Deutschstunde, Heimatmuseum, So zärtlich war Suleyken) und erzählt die Geschichte des jungen Soldaten Walter Proska, der beginnt, den Sinn des Krieges in Frage zu stellen, wer der wirkliche Feind ist und ob er seine Pflicht erfüllen oder seinem eigenen Gewissen folgen soll. Lenz schrieb Der Überläufer bereits 1951, doch der Verlag zog die bereits gegebene Veröffentlichungszusage aus politischen Gründen zurück. 2016 wurde der Roman dann schließlich posthum veröffentlicht, vielerorts als Meisterwerk aufgenommen und belegte mehrere Wochen Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.

Meine Meinung:

Deutschen Filmproduktionen stehe ich immer etwas skeptisch gegenüber, wobei sich die Qualität deutscher Filme, in den letzten Jahren stark verbessert hat. Besonders wenn es sich dabei um Literaturverfilmungen oder wahre Begebenheiten handelt.

Im Großen und Ganzen hat mir Der Überläufer auch sehr gut gefallen, da die Mischung zwischen Kriegsdrama und Romanze gut umgesetzt wurde. Die sehr gute Besetzung und die schauspielerische Leistung der Darsteller, rundeten das Ganze noch ab und machten daraus einen sehr gelungenen Zweiteiler, der die Schrecken des Krieges und die Entstehung der DDR erzählt.

Das Einzige, was meiner Meinung nach den Film etwas kaputt macht und auch sehr deplatziert wirkt, ist das Ende. Im Krieg und in der Liebe ist ja anscheinend alles erlaubt, aber dieser Abschluss dieses gelungenen Films hätte wirklich nicht sein müssen. Unser Hauptprotagonist sollte mit dem zufrieden sein, was er hat und das ist für die damalige Zeit nicht gerade wenig.

Fazit:

Sehr gelungene deutsche Filmproduktion, wobei das Ende so nicht hätte sein müssen.

4 von 5 Emmis

Wie kleine Kerle (wieder) mutig werden von Kai Renners

  • © Renners Media

  • Gebundene Ausgabe : 24 Seiten
  • Illustrator: Kai Renners
  • ISBN-13 : 978-3945288078
  • Herausgeber : Renners Media; 1. Auflage (16. Oktober 2019)
  • Leseniveau : 3 – 6 Jahr
  • Preis: 12,95 Euro

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Meine Meinung:

Kaum da, schon wird das Buch heiß geliebt und das von beiden Kindern UND uns Eltern. Selbst die Oma ist begeistert.

Bevor ich meinen Kindern Kinderbücher gebe, schaue ich sie selbst an, um einschätzen zu können, ob sie sie verstehen. Hier fing ich schon beim Umblättern an Wörter wie “süß” und “niedlich” zu rufen. Unsere Kinder sind sehr unterschiedlich. Während die Kleine stürmisch und wenig ängstlich ist, trifft die Große immer wieder auf Situationen, in denen sie ihren ganzen Mut zusammen nehmen muss um ihre Ängste zu überwinden.

Und genauso ergeht es dem Igel. Nach einem unglücklichen Vorfall, verändert sich der Igel. Aus dem einst so fröhlichen Kerl wird ein Igel, der sich erst einmal verschanzt und sich dann nur noch mit Angst hinaus traut. Er versucht sich zu schützen, ist sich aber nie sicher, wie er das richtig anstellen soll. Die Angst ist immer da, zumindest bis er sich ihr stellt und so lernt, mit ihr umzugehen.

Mal abgesehen vom Text, der sehr ansprechend ist und sehr gut ankam, sind die Illustrationen einfach lieblich. Die Farben sind harmonisch und machen das Buch als Ganzes perfekt.

Fazit:

Ein zauberhaftes Buch über die Angst und den Mut. LESEEMPFEHLUNG!

5 von 5 Emmis

Sommerleseclub 2020

Jeden Sommer werden überall verschiedene Aktivitäten für Kinder angeboten. Jetzt, während Corona ist alles sehr eingeschränkt. Überall gilt die Abstandsregel, vieles hat geschlossen, oder es werden nur geringe Mengen an Besuchern zugelassen.

© Bücherwesen // Oben: Lieblingswelt Baustelle, Unten: Lieblingswelt Pferdehof

Umso glücklicher war ich, als ich vom Sommerleseclub erfahren habe. Es geht darum, dass Kinder ihre gelesenen Bücher und Hörbücher in ein Heftchen eintragen. Normalerweise gibt es wohl Basteltage, aber da dies während Corona nicht möglich war, bekamen die Kinder etwas Bastelzeug mit nach Hause. Sie sollten, bzw. konnten eine Lesebox gestalten.

Es gab auch eine Schnitzeljagd, die bei uns durch die Stadt führte. Leider war bei uns nach der ersten Station Schluss, weil an der zweiten Station die Zettel schon abgehängt wurden. Wir haben uns also erst wieder bei unserer Bücherei gemeldet und die hat sich darum gekümmert, dass wir weitermachen konnten.

Es gab auch die Möglichkeit Fotos mit tollen Hintergründen zu machen und in die SLC-Hefte zu kleben. In diesen Heften konnte man die Anzahl der Bücher/Hörbücher, die gelesenen Seiten/gehörte Minuten eintragen und sich selbst, oder sein Team vorstellen. (Da fällt mir ein, dass unser Heft noch in der Bücherei liegt.)

Als wir die Sachen abgegeben haben, gab es für jedes Kind einen Gutschein für eine Kugel Eis (leider am 30.8. abgelaufen, aber dann bekommen sie von uns ein extra Eis). Zudem gab es Teilnehmerurkunden, worüber sich meine Mädchen sehr gefreut haben.

© Bücherwesen // Die Gewinne der Mädchen

Vor ein paar Tagen wurden wir dann angeschrieben, denn die Große hat mit ihrer Lesebox gewonnen und die Kleine hat auch in einer Kategorie den 8. Preis. Beide haben Gutscheine der örtlichen Buchhandlung gewonnen und sich sogleich die Bücher dort bestellt, die sie lesen wollten.

Den ersten dicken Wälzer hat die Große nach anderthalb Tagen durchgehabt und den siebten Teil von Ponyhof Liliengrün am nächsten Tag beendet. Die Kleine lässt sich ihre Zaubermähnen noch vorlesen.

© Loewe Verlag // Die ausgesuchten Bücher

Wir waren in diesem Jahr das erste Mal dabei und ich kann es euch nur allen empfehlen. Die Teilnahme ist kostenlos und uns allen hat gefallen, was da für die Kinder zusammengestellt wurde.

PS: Soweit ich gesehen habe, gibt es den Sommerleseclub nur in NRW. Vielleicht gibt es bei euch im Bundesland ähnliche Aktionen.

Funkstille – Nero Freibauer Band 1 von Stefan Gammeratt

 

  • © DeBehr

  • Broschiert : 352 Seiten
  • ISBN-13 : 978-395753671
  • Herausgeber : Verlag DeBehr; 1. Auflage (18. September 2019)
  • Sprache: : Deutsch
  • Preis: 12,95 Euro

Das Buch beim Verlag: Link!

 

 

 

Inhalt:
Nero Freibauer lernt am Flughafen Frankfurt Mia kennen. Beide leben in Frankfurt und arbeiten in London, deshalb nehmen sie das gleiche Flugzeug und stehen am gleichen Gate. Nero verliebt sich Hals über Kopf in Mia und sie treffen sich in London zum Essen. Beide sind sich sofort sympathisch und wollen sich auf jeden Fall wieder treffen.
Aber dann verschwindet Mia plötzlich und Nero beschließt sie zu suchen. Bald merkt er auf seiner Suche nach ihr, dass auch noch andere hinter Mia her sind. Und diese Verfolger haben böse Absichten. Ein tödlicher Wettlauf durch Deutschland, Österreich und Italien beginnt…

Meine Meinung:
Das erste Drittel des Buches ließ sich sehr gut lesen und war echt spannend. Ich wollte auch wissen, wo Mia steckt und was mit ihr passiert ist. Allerdings konnte der Autor die Spannung nicht aufrecht halten. Mir war das Buch zu chaotisch und es kamen immer wieder Personen hinzu. Für mich gab es auch eindeutig zu viele Nebenhandlungsstränge im Buch. Es wirkte auf mich zu konstruiert und ich habe mich beim Lesen öfter gefragt: Was ist das? Das soll ein Thriller sein?!
Und da ich von dem Buch zunehmend gelangweilt war, habe ich das Buch auf Seite 305 abgebrochen. Das Buch hat insgesamt 351 Seiten…

Mein Fazit:
Von mir gibt es absolut keine Leseempfehlung für das Buch. Es hat meiner Meinung nach die Bezeichnung Thriller nicht verdient…

2 von 5 Emmis