Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus von Amelie Sander und Beate Rygiert

  • © Bastei Lübbe

 

  • Herausgeber : Lübbe; 7. Aufl. 2017 Edition (13. Januar 2017)
  • Sprache: : Deutsch
  • Taschenbuch : 376 Seite
  • ISBN-13 : 978-3404609253
  • Preis: 10 Euro

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Inhalt:

Amelie Sander ist ein kleines Mädchen, welches von ihrer Stiefmutter gedemütigt, vernachlässigt und misshandelt wird. Immer wieder fragt sie sich, was sie getan hat und fügt sich der Frau, die sie Mama nennt. Niemals kann sie es ihr recht machen und schnell lernt sie, dass sie entweder von ihr, oder ihrem Vater geschlagen wird, denn die Stiefmutter spielt böse Spielchen.

Meine Meinung:

Als Mama war es für mich sehr schwer, dieses Buch zu lesen, denn Amelie hatte keine wirkliche Kindheit. An die Zeit vor ihrem sechsten/siebten Lebensjahr scheint sie so gut wie keine Erinnerungen zu haben und danach war da diese Frau, die sie Mama nennt. Eine Frau, die ihr alles verbietet, vom Essen, über das Spielen, bis hin zum Stuhlgang und des Waschens.

Wie oft habe ich mich gefragt, wieso der Vater nichts merkt und sein Kind vor dieser Frau beschützt, doch die Stiefmutter ist so arglistig, dass sie dem Kind einbläut, wie es sich zu verhalten hat, weil es sonst Schläge kassiert. Schnell wird sie als behindert und zurückgeblieben abgestempelt. Lehrer, Ärzte etc. glauben der Stiefmutter und nehmen es hin, dass Amelie in ihrer Gegenwart schweigt und nicht macht, was sie soll. Isoliert von Gleichaltrigen und dem Rest der Familie vegetiert sie eher dahin, als das sie lebt. Auch da habe ich mich gefragt, wieso Tanten und andere Verwandte nie mehr gedrängelt haben, um sie zu sehen. Mehrmals hat sie die Hoffnung auf eine Flucht, die jedoch jedes Mal aussichtslos ist, bis zu ihrem 21. Geburtstag. Bis dahin hatte sie keine Möglichkeit selbständig zu werden, oder erwachsen. Mit viel Hilfe und guten Freunden beginnt sie ihr Leben und ist oftmals überrascht von dem, was sie jetzt darf.

Was mir in diesem Buch leider gefehlt hat, waren die Emotionen. Es las sich, als würde eine Fremde über dieses Mädchen, diese junge Frau berichten. Ich habe keine “Unterhaltung” und kein “wohliges Gefühl” erwartet, aber es wirkte distanziert, so als habe sich die Autorin von der damaligen Amelie und dem Erlebten distanziert.

Trotz allem ziehe ich meinen Hut vor dieser Frau, die aus dem Nichts gelernt hat auf eigenen Beinen zu stehen. Die den Mut hatte weiterzumachen und weiterzukämpfen und jetzt trotz allem ihr Leben lebt.

Fazit:

Eine traurige Geschichte über eine Frau, die ohne Liebe aufgewachsen ist. Man kann nicht anders, als die Stiefmutter und den Vater zu hassen.

4 von 5 Emmis

Gigantosaurus von Edel Germany GmbH

Die Bildrechte liegen bei der Edel Germany GmbH

Willkommen in der Kreidezeit – eine Ära, in der alles, wirklich alles, einfach riesig ist. Zwischen all den himmelhohen Baumwipfeln und den riesigen, bunten Pflanzen erleben die Dinosaurier-Kinder Rocky, Mazu, Bill und Tiny aufregende Abenteuer.

Der größte und stärkste Dinosaurier von allen ist natürlich der Gigantosaurus! Stets alleine wandert er durch das Land und repräsentiert alles, was die kleinen Dinos bewundern. Aber die Größe ist natürlich nicht alles und die vier Freunde lernen, dass sie zusammen selbst ihre schlimmsten Ängste überwinden und all die Wunder ihrer Welt erfahren können. Freundschaft ist eben doch das Wichtigste!

Meine Meinung:

Diese Serie ist genau das richtige für kleine Abenteurer. Die vier Freunde schaffen zusammen einfach alles und überwinden zusammen ihre Ängste. Jeder der vier kann etwas besonders gut und hilft so der gesamten Gruppe, auf der Jagd nach der glitzernden Schuppe des Gigantosaurus.

Die Folgen sind jedes Mal ein tolles Abenteuer für Jung und Alt. Eins steht immer dabei im Vordergrund: die Freundschaft. Zusammen kann man alles schaffen und das vermittelt diese Serie unseren kleinsten Zuschauern. Auf unsere Protagonisten warten viele Gefahren, aber auch viel Schönes. Mit Humor und Zusammenhalt gehen sie zusammen durch Dick und Dünn!

Die Serie ist sehr schön animiert und ergibt mit der tollen Vertonung eine runde Sache, die ich jedem ans Herz lege. Für unsere Kinder, aber auch für die Eltern. Es ist einfach schön die vier bei ihren Abenteuern zu begleiten, mitzufiebern und zu lachen.

Mein Fazit:

Eine tolle Kinder-Serie, für alle die Dinos lieben!

5 von 5 Emmis

Ben und Bär warten auf Weihnachten von Michael Engler

  • © arsEdition

 

  • Pappbilderbuch : 20 Seiten
  • Illustrator: Joëlle Tourlonias
  • ISBN-13 : 978-384583737
  • Herausgeber : arsEdition; 1. Auflage (29. September 2020)
  • Leseniveau : 2 und Nach oben
  • Preis: 8,99 Euro

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Meine Meinung:

Obwohl Weihnachten noch etwas hin ist, verleitet mich das Herbstwetter dazu, die ersten Weihnachtsbücher (vor-)zu lesen.

Von Ben und Bär haben wir noch keine weiteren Bücher, aber ich mag die Illustrationen von Joëlle Tourlonias sehr gerne und meine Kinder auch.

,,Heute ist Weihnachten”, so beginnt das Buch und Ben und Bär sind schon aufgeregt und freuen sich. Natürlich sind beide ungeduldig und können es kaum erwarten, doch die Eltern beschäftigen sie. Es wird gebastelt und gerodelt, es wird gegessen und ein Schneemann und ein Schneebär gebaut und die Zeit gemeinsam so genutzt, dass überhaupt keine Langeweile aufkommt.

Genau das hat mir auch am besten gefallen. Es ist selbstverständlich, dass Kinder es kaum erwarten können, denn Weihnachten ist für sie etwas ganz Besonderes. Wir versuchen in der Zeit vor dem Fest schon Stimmung aufkommen zu lassen. Wir basteln und backen, singen Weihnachtslieder und kuscheln noch mehr als sonst. Die Kinder dürfen den Baum aussuchen und schmücken, aber gerade an den drei Festtagen brauchen sie noch mehr Ablenkung. Uns hat die Geschichte sehr gefallen und auch, wenn die Geschichte für Kinder ab 2 Jahren und das Buch ein Pappbilderbuch ist, so gibt es nach obenhin keine Altersgrenze.

Fazit:

Eine süß illustrierte Geschichte über die ewig langen Stunden vor der Bescherung.

5 von 5 Emmis

Was für ein Weihnachtsschlamassel! von Pina Gertenbach

Die Bildrechte liegen bei arsEdition

  • Pappbilderbuch : 14 Seiten
  • Illustrator: Pina Gertenbach
  • ISBN-13 : 978-3845835761
  • Herausgeber : arsEdition; 1. Edition (29. September 2020
  • Leseniveau : ab 2 Jahren
  • Preis: 8,99 Euro

Meine Meinung:

Dieses Pappbilderbuch ist gut verarbeitet, wobei die Klappen für Kinder im Alter ab 2 Jahren doch stabiler sein dürften. Die Klappen sind leicht zu öffnen was ich als positiv empfinde, da es bei vielen anderen Bücher schon zu den ersten Papierfetzen kommt, wenn die Klappen geöffnet werden. Sehr schön finden wir auch die Zeichnungen und die recht weichen Farbtöne, die verwendet wurden.

Die Geschichte selbst ist jedoch auf der Strecke geblieben. Beim Lesen ist kaum Gefühl aufgekommen, da sich der Text eher kalt und erzwungen liest.

Mein Fazit:

Schöne Zeichnungen in weichen Farben und ein toll verarbeitetes Buch, aber die Geschichte selbst konnte hier leider niemanden überzeugen.

3 von 5 Emmis

A Confession von edel motion

© Edel motion

  • Seitenverhältnis : 16:9
  • Alterseinstufung : Freigegeben ab 12 Jahre
  • Medienformat : Dolby, PAL
  • Laufzeit : 4 Stunden und 30 Minuten
  • Erscheinungstermin : 30. Oktober 2020
  • Darsteller : Martin Freeman, Siobhan Finneran, Imelda Staunton, Peter Wight
  • Untertitel: : Deutsch
  • Sprache : Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Studio : Edel Germany Gmb
  • Anzahl Disks : 2
  • Preis: 18,74 Euro

Inhalt:

Das berührende ITV-Kriminaldrama A Confession basiert auf dem realen Fall des englischen Polizisten Steve Fulcher und wurde 2019 von britischen Kritikern und Fans gleichermaßen gefeiert und war mit durchschnittlich 6,6 Millionen Zuschauern eine der erfolgreichsten Serien des Jahres.

Die Geschichte behandelt die Untersuchungen zum Vermisstenfall der 22-jährigen Sian O’Callaghan aus dem südenglischen Swindon, die im März 2011 nach einem Clubbesuch spurlos verschwindet. Zunächst bleibt die Suche erfolglos, bis sich Detective Superintendent Steve Fulcher des Falles annimmt. Indizien lassen ihn schnell Parallelen zu einem Cold-Case-Fall ziehen: Die junge Becky Godden-Edwards verschwand acht Jahre zuvor auf ähnliche Art und Weise und ihr Mörder wurde nie gefasst. Bald führen die Ermittlungen DS Fulcher zum Taxifahrer Christopher Halliwell. In der Hoffnung, das Sian noch lebt, bringt DS Fulcher Halliwell bei dessen Festnahme dazu, den Mord an der jungen Frau zu gestehen und ihn zu ihren sterblichen Überresten zu führen. Dort bietet er sogar an, ihn direkt zu einer weiteren Leiche zu führen, woraufhin Fulcher unterlässt, Halliwell formell über seine Rechte zu belehren. Schließlich werden beide Leichen gefunden und als die vermissten Mädchen identifiziert. Im Polizeirevier schweigt Halliwell jedoch auf Anraten seines Anwalts beharrlich und streitet auch im darauf folgenden Prozess jegliche Tatbeteiligung ab. Da es zwar für die Ermordung Sians unumstößliche Beweise für Halliwells Schuld gibt, er jedoch aufgrund des rechtswidrig erlangten Geständnisses für den zweiten Mord an Becky nicht belangt werden kann, wird Halliwell lediglich für den Mord an Sian schuldig gesprochen.

DS Fulcher wird nach einer disziplinarischen Anhörung, da er gegen den so genannten Police And Criminal Evidence Act (PACE), der das Vorgehen bei Verhaftungen regelt, verstoßen hat, degradiert und verlässt letztendlich den Polizeidienst. Beckys Mutter Karen Edwards kämpft daraufhin dafür, dass der Täter für Beckys Mord bestraft werden kann und der PACE geändert wird. Drei Jahre später wird Halliwell aufgrund neuer Indizien der Prozess wegen des Mordes an Becky gemacht, wobei auch Fulcher gegen ihn aussagt…

A Confession wirft die Frage auf, ob juristisches Recht immer etwas mit Gerechtigkeit und gesundem Menschenverstand zu tun hat. Die bewegende Miniserie legt auch weniger den Fokus auf die Ergreifung und das Psychogramm des Täters, sondern auf den am System verzweifelnden Polizisten und die betroffenen Familien, deren Dilemma von Regisseur Paul Andrew Williams (Broadchurch) in manchmal bedrückenden Bildern dargestellt wird. Der echte Steve Fulcher verarbeitete seine Erfahrungen des Falls in dem Buch Catching a Serial Killer, das BAFTA-Preisträger Jeff Pope (Philomena, Stan & Ollie) als Vorlage diente. Pope beriet sich vor dem Dreh mit Fulcher und traf auch die Familien beider Opfer persönlich. Das exzellent geschriebene Drehbuch lässt viel Zeit für die Geschichte des Ermittlers und der Hinterbliebenen und vermittelt auf eindrückliche Weise den Schmerz, den sie nach den grausamen Verbrechen durchleiden müssen.

Meine Meinung:

Filme oder Serien, die auf einer wahren Begebenheit beruhen, finde ich immer sehr interessant und A Confession behandelt einen Fall, der es in sich hat. Doch das Besondere an dem ganzen Fall sind meiner Meinung nach nicht unbedingt die Morde an den beiden Mädchen, sondern dass einem Ermittler der Prozess gemacht wird, weil er seinen Verstand und das Bauchgefühl über ein Gesetz, das schon veraltet ist, gestellt hat um zusätzlich einen weiteren Fall zu lösen. Als Zuschauer zweifelt man wirklich daran, ob das alles wirklich passiert ist, weil man sich denkt, es kann doch nicht sein, dass man einem spitzen Ermittler jetzt einen Fehler unterstellt weil er seinen Job gemacht hat.

Diese Serie ist einfach ein Muss, nicht nur wegen der Besetzung von Martin Freeman, der seine Rolle als Steve Fulcher sehr überzeugend und genial spielt. Der Fall mit dem Verschwinden von Sian O’Callaghan war in England damals in den Medien sehr präsent und hat die Bevölkerung in Atem gehalten und A Confession schafft es dieses Gefühl rüberzubringen. Sehr spannend und empfehlenswert. Die Stimmung ist sehr düster und irgendwie hoffnungslos.

Mein Fazit:

Diese Serie beruht auf einem wahren Fall und ist ein absolutes Muss für True-Crime Fans!

5 von 5 Emmis