Der Glasmurmelsammler von Cecelia Ahern

  • Bildrechte liegen beim Fischer Verlag

 

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger (18. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Christine Strüh
  • ISBN-13: 978-3810501523
  • Originaltitel: The Marble Collector
  • Preis: 19,99 Euro/ 20,60 Euro (AT)
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Inhalt:
Sabrina Boggs besucht regelmäßig ihren Vater im Pflegeheim. Dort ist er seit ca. einem Jahr, denn damals hatte er einen Schlaganfall. Seit dem kann er sich nicht mehr an alles erinnern.
Als er Kisten ins Heim bekommt schaut Sabrina sie nach und merkt, dass etwas fehlt. Sie macht sich auf die Suche nach den fehlenden Sachen und findet ein Stück Vergangenheit und vielleicht auch eine neue Zukunft.
Meine Meinung:
Cecelia Ahern ist die Autorin, die mich mit ihren Büchern schon sehr lange begleitet. Jedes Buch von ihr wird gelesen und meist auch geliebt. Bei diesem Buch kann ich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat, mir aber die Emotionen gefehlt haben die es in diesem Buch eh nur minimal gab.
Sabrina wirkt wie ein Eisklotz, nicht bösartig aber gleichgültig.
Von Fergus, als Vater und Ehemann von Gina, erfährt man nicht sonderlich viel, dafür aber von seiner Kindheit. Diese verbrachte er zum größten Teil ohne Vater, dafür aber mit Mutter, Stiefvater und vielen Geschwistern.
Hamish war einer seiner Brüder und der, der ihn auf seine Art immer beschützt hat.
In seiner Kindheit kam Fergus zu Murmeln und daraus entwickelte sich eine große Leidenschaft fürs Sammeln und auch fürs Spielen.
Als Sabrina von dieser Leidenschaft ihres Vaters erfährt hat sie das Gefühl, dass sie ihn nicht richtig kennt und ihre Suche nach den fehlenden Murmeln wird zu einer Suche nach der wahren Identität ihres Vaters.
Auf dieser Suche hatte ich erstmals das Gefühl, dass Sabrina aus ihrer Lethargie ausbricht. Sie sucht die fehlenden Murmeln und findet das wahre Leben von Fergus. Dabei kommt sie aus sich raus und entwickelt sich von Maschine zum Menschen. Schwierig zu beschreiben, aber sie wird durch die Ereignisse lebendig.
Dazwischen kann man immer wieder Fergus´Sicht lesen. Wie er im Heim zurecht kommt und Erinnerungen an früher. Ich glaube, dass die Autorin hier zu viel Emotionen der Protagonisten unterdrückt hat.
Bis auf die Krankenpflegerin Lea wirken alle kühl und oberflächlich und ich bin mit niemandem warm geworden.
Trotzdem war die Geschichte interessant und das Ende ganz schön.
Fazit:
Eine interessante Geschichte die nicht nur von einer Murmelleidenschaft erzählt, sondern auch von einem falschen Leben, unterdrückten Emotionen und fehlender Offenheit.
3 von 5 Emmis

Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin

  • Bildrechte liegen beim Rowohlt Verlag

 

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: rororo
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Sabine Längsfeld
  • ISBN-13: 978-3499269226
  • Preis:  12 Euro/ 12,40 Euro (AT)
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Inhalt:
Rabbit hatte ihn schon besiegt, doch er ist wieder da: Der Krebs! Diesmal sieht es nicht gut für sie aus und sie hat noch einiges zu tun, bevor sie diese Welt verlassen wird.
Sie muss ihrer Tochter sagen, dass sie stirbt und sie muss ihre Familie wieder miteinander versöhnen und nebenbei muss sie ihrer Mutter zu verstehen geben, dass sie auch jetzt noch nicht an Gott glaubt.

Meine Meinung:
Nachdem ich so viele gute Meinungen gehört habe, musste ich dieses Buch selbst lesen.
Die Autorin war mir gänzlich unbekannt und erst als ich nach dem Buch gesucht habe ist mir aufgefallen, dass sie schon einiges geschrieben hat.
So interessant und traurig ich “Krebsbücher” auch finde, so überrascht war ich von diesem.
Es werden die letzten Tage im Leben von Mia (Rabbit) Hayes erzählt. Natürlich geht es auch um die immer stärker werdenden Schmerzen, um die trauernde Familie und das Abschied nehmen, aber man erfährt noch mehr aus der Vergangenheit.
Die Familie und der Freundeskreis um Rabbit sind sehr groß und doch fehlt eine Person die uns während der ganzen Geschichte trotzdem begleitet.
Das Buch hat mich so oft zum lachen gebracht, denn Molly ist doch eine sehr stark fluchende Mutter und hat durch ihre Art immer Komik rein gebracht.
Ihr Mann ist der Ruhepol und der Weichere von beiden. Er kann seinen Schmerz und Kummer nicht so gut verbergen wie die restlichen Familienmitglieder.
Juliet, die Tochter von Rabbit, trifft es meiner Meinung nach am Schlimmsten, denn sie hatte nie einen Vater und nun stirbt auch noch ihre Mutter. So schlimm das ist, merkt man schnell, dass dieses Mädchen niemals allein sein wird.
Rabbits Geschwister sind zwei zankende, erwachsene Kinder die eigentlich nie einer Meinung sind.
Obwohl immer alles drunter und drüber geht, habe ich als Leserin gemerkt wie stark diese Familie ist. Alle stützen sich und schenken sich Kraft. Es wird gestritten und geschrien, aber es wird sich auch immer wieder vertragen.
Natürlich wird das Leid zum Ende der Geschichte schlimmer, aber auch da war das Buch noch zu schön um traurig zu wirken.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und mit einem Lächeln im Gesicht zurückgelassen.

Fazit:
Eine etwas andere “Krebsgeschichte” inklusive einer Familie mit lauter Baustellen. Unterhaltsam, schön und traurig zugleich.

5 von 5 Emmis

Ein Bild von dir von Jojo Moyes

Bildrechte liegen beim Rowohlt Verlag

 

  • Broschiert: 544 Seiten
  • Verlag: rororo
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3499269721
  • Preis: 14,99 Euro//15,50 Euro (Österreich)
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Inhalt: 
Erster Weltkrieg: Sophies Mann, der Künstler Édouard, ist in den Krieg gezogen. Sie zieht von Paris zu ihrer Schwester um ihr im Familienbetrieb und mit den Kindern zu helfen.
Das Ansehen der Familie verschlechtert sich, als deutsche Soldaten zu ihnen zum Essen kommen, doch die Frauen haben keine andere Wahl.
Sophie schöpft Kraft aus einem Gemälde das ihr Mann in guten Zeiten von ihr gemalt hat.
London, 2006: Liv hat den Tod ihres Mannes David immer noch nicht verkraftet. In ihrem minimalistisch eingerichtetem Schlafzimmer gibt es eigentlich nur ein “Extra”: Die Jeune Femme.
Das Bild einer Frau die Stärke und Zuversicht ausstrahlt.
Finanzielle Probleme belasten Liv ebenso, denn ihre Arbeit läuft nicht wie sie es möchte, die Rechnungen stapeln sich und dann lernt sie Paul kennen…
Meine Meinung:
Ob ich es will, oder nicht: Nach “Ein ganzes halbes Jahr” erwarte ich von der Autorin immer wieder geniale Bücher.
“Ein Bild von dir” lässt sich mit diesem Bestseller nicht vergleichen. Er hat auf mich nicht die gleiche Faszination ausgeübt.
Dennoch war das Buch nicht schlechter, es war nur anders.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt fesselnd. Sie überzeugt mit Worten und den Geschichten selbst.
Zuerst war ich vom Kriegsteil besonders angetan und habe mit der Familie gelitten. Die “Gegenwart” fand ich am Anfang ziemlich lasch und wenig aussagekräftig.
Das änderte sich mit der Zeit, denn Livs Probleme schienen zu wachsen.
Ihre Bekanntschaft, die Gefühle für Paul bringen Schwierigkeiten mit sich, aber Liv kann ihn nicht vergessen.
Im Gegenteil, es kommt soweit, dass sie ihn regelmäßig ungewollt sehen muss.
Ich fand es wundervoll Livs Gefühle miterleben zu können. Zu sehen wie sie am Anfang kurz vor dem Aufgeben steht, wie der Kampf um das letzte, ihr wirklich wichtige Geschenk von David ihr Kraft gibt.
Wie sie die Geschichte von Sophie erfährt und wie sie Mitgefühl mit dieser Frau bekommt und sie nicht gehen lassen mag.
Es ist ziemlich viel, was Liv in dieser Zeit ertragen und erdulden muss und das sie bis zum Ende kämpft zeigt schon wie viel Stärke in dieser Protagonistin steckt.
Ich muss gestehen, dass ich ziemlich viele Personen wundervoll fand. Der Kommandant hatte seine menschliche Seite nicht verloren, obwohl er sie nicht zeigen durfte.
Mo ist ganz speziell, herzerfrischend ehrlich und auch wenn ich kurz sauer auf sie war, hat sie mich mit ihrer Art doch überzeugt.
Auch Paul, der für ziemlich viel Wirbel sorgt war spitze. Ich finde, dass jede seiner Beschreibungen ganz viel Gefühl und sogar Liebe ausstrahlt.
Fazit:

Es gab hier eine bewegende Geschichte, besonders vielseitige Charaktere, Liebe, Hass und ganz viel Hoffnung.

5 von 5 Emmis

Das Jahr, in dem ich dich traf von Cecelia Ahern

  • Bildrechte liegen beim Fischer Verlag

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3810501530
  • Originaltitel: The Year I Met You
  • Preis: 14,99 Euro / Österreich: 15,50 Euro
  • -Werbung-
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Inhalt:
Jasmine ist ein Workaholic und für sie ist ihre Freistellung vom Job das gleiche wie ein Weltuntergang.
Launisch legt sie sich mit ihrer Familie und den Nachbarn an.
Matt ist einer dieser Nachbarn. Er hat ein Alkoholproblem und seine Frau hat ihn gerade verlassen.
Die beiden feinden sich an wo es nur geht und dann beginnt ein turbulentes Jahr voller Überraschungen.
Meine Meinung:
Endlich ein neues Buch von Cecelia Ahern!
Ich war überrascht, denn es gibt diesmal kein Hardcover und auch das Cover unterscheidet sich sehr von ihren letzten.
Ich war gespannt was in dieser Geschichte passiert, denn der Klappentext hat nicht viel verraten.
Obwohl mich der Schreibstil der Autorin wie immer begeistern konnte, war ich am Anfang des Buches etwas genervt.
Die beiden Hauptprotagonisten stritten, keiften und motzten über die Gärten hinweg und als Leser habe ich mich immer wieder gefragt wie eine Autorin zwei so widerliche und kaputte Protagonisten aus ihrer Feder zaubern kann.
Im Laufe der Geschichte wurde dann klar, dass es genau diese beiden für den weiteren Verlauf brauchte.
Jasmine und Matt erleben ein Jahr, vier Jahreszeiten voller Wunder und Überraschungen.
Unentwegt ärgern sie sich und trotzdem entsteht mit der Zeit eine Art wundervolle Freundschaft.
Ich durfte auch noch weitere Nachbarn der beiden kennenlernen und auch diese waren nicht nur Randerscheinungen, denn alle hatten eine berührende Geschichte zu erzählen.
Die Malones und Dr. Jameson haben ziemlich harte Schicksalsschläge hinter sich und Dr. Jameson war wohl mit dem Headhunter der Jasmine für einen neuen Job anwerben will, der Sympathischste im ganzen Buch.
Neben ihrer Wut die Jasmine schon ihr halbes Leben auf Matt hat und die Wut über die verlorene Arbeitsstelle hat sie noch weitere Probleme.
Ihr Cousin Kevin taucht wieder auf und nach einem Vorfall wollte sie ihm eigentlich für immer aus dem Weg gehen.
Ich durfte auch Jasmines Schwester Heather kennenlernen für die sie sich verantwortlich fühlt.
Die ganze Geschichte war ziemlich kompakt mit ziemlich vielen Charakteren.
Fast alles spielt in der erwähnten Nachbarschaft und doch passiert so einiges.
Am faszinierendsten war die Entwicklung der Ekelpakete in liebenswerte Menschen.
Alle brauchten die Zeit und die Jahreszeiten zum sich neu entdecken und wachsen.
Fazit:
Menschen die sich wie durch Magie verändert haben. Menschen die innerhalb von einem Jahr gewachsen sind und sich selbst gefunden haben. Wer den Kampf mit den schrecklichen Protagonisten aufnimmt, wird am Ende dafür belohnt.
5 von 5 Emmis

Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman

  • Bildrechte liegen beim Fischer Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger (18. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810504807
  • ISBN-13: 978-3810504807
  • Originaltitel: En man som heter Ove
  • Preis: 18,99 Euro
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Inhalt: 
Ove ist in seiner Siedlung der Nachbarschreck. Er hat seine Prinzipien und denen bleibt er immer treu. Für ihn hat alles seine Ordnung und es gibt Regeln, die jeder befolgen muss. Damit die Ordnung in dem Wohngebiet bleibt, macht er täglich seine Kontrollgänge. Er kontrolliert den Schuppen, den Gästeparkplatz und schippt im Winter ganz früh am Morgen den Schnee. Er ist fleißig, hat die Raten von seinem Haus abbezahlt und könnte mit seiner Frau Sonja dort glücklich leben, wenn sie nicht vor ein paar Monaten verstorben wäre. Ohne sie hat sein Leben keinen Sinn und so versucht er sich das Leben zu nehmen, natürlich nicht ohne vorher alles geregelt zu haben.
Meine Meinung: 
Ein wirklich sehr interessantes Buch mit dem ich am Anfang meine Schwierigkeiten hatte.
Ove ist absolut kein einfacher Mensch und das merkt der Leser sofort. Auch seine Nachbarn und seine Frau Sonja haben das begriffen, aber seine Frau hat ihn geliebt, eben weil er seine Prinzipien hat.
Wenn man sich Ove bildlich vorstellen möchte, dann ist das Cover schon sehr gut gewählt. Wenn man sich ein Bild von seinem Charakter machen möchte, dann stellt man sich einfach diesen älteren Mann mit einer Schaufel, oder einem Vorschlaghammer vor, der wild um sich schlagend durch die Gegend läuft.
Zumindest wirkt Ove am Anfang so, denn mit der Zeit und mit jeder Seite dieses wirklich außergewöhnlichen Buches konnte ich Ove näher kennenlernen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Ove einmal anders gab.
Schon früh hat er seine Mutter verloren und sein Vater war ein sehr schweigsamer, einfacher aber trotzdem charakterstarker Mann. Auch er hat sich seine Ordnung im Leben geschaffen und Ove hat ihn geschätzt. Als sein Vater gestorben ist bevor Ove erwachsen war, blieb ihm gar nichts anderes übrig als selbst erwachsen zu werden und so hat er schon in jungen Jahren für sich selbst gesorgt.
Er ist kein Mensch der Gefühle zeigt und doch habe ich gespürt was der Verlust seiner Frau mit ihm gemacht hat.
Obwohl Selbstmord alles andere als witzig ist, sind es die etlichen Versuche die Ove unternimmt um endlich wieder bei seiner Frau sein zu können.
Dauernd kommen ihm die nervigen Nachbarn in die Quere. Am aufdringlichsten ist die vorlaute Parvaneh, die mit ihrem Mann (von Ove liebevoll “Trottel” genannt) und den zwei Kindern ins Nachbarhaus zieht.
Sie war es auch, die mich dauernd zum Schmunzeln gebracht hat, denn sie platzte in den ungünstigsten Momenten in Oves Haus und nahm ihn immer wieder in Beschlag.
Wo ich am Anfang nicht wusste, was ich mit Ove anfangen und wie ich ihn einschätzen soll, so hat er im Verlauf des Buches erst wahre Größe und Stärke gezeigt.
Ein Buch über Winterstiefel, Trottel, zerfledderte Katzen, nervige Nachbarn und das Gute im Menschen.
Fazit:
Auch ein Griesgram und Ordnungsfanatiker kann ein herzensguter Mensch sein. Ein Buch zum Schmunzeln – lesenswert.
5 von 5 Emmis