Das Ufer von Richard Laymon

  • © Heyne Verlag

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (12. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453676475
  • ISBN-13: 978-3453676473
  • Originaltitel: The Lake
  • Preis: 9,99 Euro
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Inhalt: 
Deana West möchte nach einem Abendessen mit ihrer Mutter Leigh, ihren Großeltern und ihrem Freund Allan einen romantischen Abend mit Allan verbringen.
Bei dem nächtlichen Ausflug passieren grauenhafte Dinge, die Deana das Leben erschweren.
Ihre Mutter Leigh wird durch diese Ereignisse an einen schlimmen Vorfall in ihrer Jugend erinnert und beide haben ab diesem Tag Angst.
Meine Meinung:
“Das Ufer” war mein erster Layman und ich muss gestehen, dass ich am Anfang wirklich Probleme hatte in die Geschichte zu finden.
Alles wirkt recht wirr und die Erzählungen haben mich nicht nur verwirrt, sondern auch den Eindruck erweckt der Autor will mich veräppeln.
Beispiel: Deana liegt im Bett und sieht einen Mann mit Axt vor dem Fenster. Da sie ihre Mutter nicht stören will zieht sie sich als einzige Reaktion die Bettdecke über den Kopf, damit sie von dem Mann nicht entdeckt wird!
Nach ca. 150-200 Seiten habe ich dann aber die verschiedenen Geschichtsstränge und Erlebnisse besser den Protagonisten zuordnen können und das meiste ergab einen Sinn.
Die brutalen Stellen des Horrors sorgten immer wieder für Spannung und ich wollte wissen wie es weitergeht.
Unrealistisch fand ich, dass Mutter und Tochter zu verschiedenen Männern sexuelle Fantasien hatten und zum Teil auch auslebten, während ihr Leben in Gefahr war und ein Serienkiller sein Unwesen trieb.
Ich fand die Auflösung der Geschichte nicht gerade überraschend, auch wenn sich einige Puzzleteile erst mit der Zeit zusammenfügten.
Wären die Protagonisten realistischer gewesen, dann hätte dieses Buch um einiges besser abgeschnitten.
So kann ich jedoch nur sagen, dass der Horroranteil bösartig, brutal und genial war und durch die Protagonisten leicht ins Lächerliche gezogen wurden.
Fazit: 
Brutal und genial, wenn die unrealistischen und zum Teil wirklich lächerlichen Charaktere nicht wären.
3 von 5 Emmis

Revival von Stephen King

  • © Heyne Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (2. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3453269637
  • Preis: 22,99 Euro
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Inhalt:

Jamie ist noch ein Kind, als er Charles Jacobs begegnet. Einem noch sehr jungen Prediger, welcher der Gemeinde zugewiesen wurde, in der Jamie wohnt. Sehr schnell erobert er das Herz der ganzen Gemeinde und den Kindern haben es seine elektrischen Spielereien angetan. Doch ein sehr schwerer Unfall lässt Charles Jacobs vom Glauben abfallen und in seiner letzten Predigt lässt er die Welt wissen was er vom Glauben und Gott hält. Nach dieser Gotteslästernden Predigt wird er aus der Gemeinde verstoßen und seitdem pilgert er als Prediger über Jahrmärkte im ganzen Land.
Jamie trifft ihn sehr viel später auf einem der Jahrmärkte wieder, als er sich Drogen besorgen will, denn daraus besteht sein Leben. Drogen, Alkohol und die Musik. Von Charles Jacobs wird er aufgenommen und von seinen Süchten geheilt, doch er gerät dadurch auch immer tiefer in der dämonische Welt der elektrischen Experimente des Predigers und das letzte Experiment das alles verändern wird steht schon bald bevor.

Meine Meinung:

Da ich schon einige Bücher aus der Feder von Stephen King kenne, darunter auch “Doctor Sleep”, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.
Es war wieder ein gutes Buch, doch ganz konnte es mich nicht überzeugen. Für mich war es nicht so stark wie “Doctor Sleep”, dass mich richtig vom Hocker gerissen hat.
Revival beinhaltet für mich den typischen Stephen King Horror, der mit Sicherheit auch nicht jeden Geschmack trifft.
Der Autor erzählt hier eine sehr interessante Geschichte aus der Sicht von Jamie, der Charles Jacobs im Laufe seines Lebens immer wieder über den Weg läuft. In Kindertagen war er ihm sehr sympathisch und es entwickelte sich auch eine Freundschaft zwischen den beiden. Doch als der Unfall mit Jacobs Familie passierte veränderte sich etwas in ihm, das seinen Glauben von Grund auf änderte.
Die Geschichte um die beiden trägt eine sehr große Kritik an der heutigen Religion in sich, die in gewisser Weise auch die Wissenschaft beinhaltet.
Charles Jacobs experimentiert sein ganzes Leben lang mit der “geheimen” Elektrizität, mit einem Ziel des Unvorstellbaren. Und genau dieses Ziel ist es, das mich etwas enttäuscht hat.
Mich hat die Lebensgeschichte von Jamie sehr fasziniert und auch die Passagen in denen er dem Reverend über den Weg läuft. Wenn man es richtig sieht, hat Charles Jacobs sogar Jamies Leben gerettet, doch zu welchem Preis?
Doch das Ende hat mich etwas enttäuscht, das war auch schon das einzige was mich nicht ganz überzeugen konnte. Ein sehr interessantes, aber dennoch schreckliches Ende. Es hat mich sehr gegruselt, was für ein Horrorbuch wichtig ist und trotzdem hat mir das “Wie” nicht gefallen.
Die Charaktere konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Sehr faszinierend fand ich Reverend Charles Jacobs. Er macht im Laufe der Geschichte eine sehr große Entwicklung durch, die für mich schon fast an Fanatismus grenzt und trotzdem hat er etwas Sympathisches an sich.
Jamie ist auch sehr sympathisch und auch seine Entwicklung in dem Buch war von Höhen und Tiefen gezeichnet.
Ich wurde gut unterhalten, was auch an der Spannung lag die sich durch das ganze Buch zieht und trotzdem kann es mit früheren Werken des Meisters nicht mithalten.

Mein Fazit:

Ein gutes Buch vom Meister des Horrors, das mich aber nicht ganz überzeugen konnte!

4 von 5 Emmis

Doctor Sleep von Stephen King

  • © Heyne Verlag

  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (28. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3453268555
  • Preis: 22,99 Euro
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Inhalt:

Eine Sekte die es auf ganz besondere Kinder abgesehen hat, treibt ihr Unwesen. Sie haben es auf Kinder wie Danny Torrance abgesehen, die über das “Shining” verfügen. Danny hat noch immer nicht seine in der Kindheit erlebten Dinge aus dem Hotel Overlook verarbeitet und den Alkoholismus von seinem Vater hat er auch noch geerbt. So zieht er durch die Gegend und lebt von hier auf gleich Er hat keine festen Jobs und handelt sich immer wieder Ärger ein.
Doch dann kam die große Wende und Dan lässt sich in einem Ort nieder, nimmt an Treffen der anonymen Alkoholiker teil und wird trocken. Er hat eine feste Anstellung in einem Hospiz, in dem er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost spendet. Alle nennen ihn dort Doctor Sleep und dann lernt er durch das Shining auch noch Abra kennen. Ab dem Zeitpunkt ändert sich so einiges für Dan, denn Abra braucht seine Hilfe…..

Meine Meinung:

Das Cover mit der Urne und dem Rauch der aussieht wie Knochen von einem Skelett macht schon sehr neugierig auf das Buch. Es ist sehr toll gestaltet und auch etwas gruselig. Zusammen mit dem Klappentext harmoniert das Cover sehr gut.
Stephen King ist für mich ein Großmeister der Schriftsteller. Er schreibt zwar viel was einige abschreckt, da Vielschreiber zu oft schlechte Bücher veröffentlichen. Das ist aber bei King nicht der Fall. Ich kenne den Vorgänger “Shining” auch schon und habe den damals regelrecht verschlungen. Ich finde es schadet nichts, wenn man den vorab gelesen hat, denn einige Dinge in “Doctors Sleep” versteht man dann besser. Die Idee des Buches finde ich total gelungen und der Schreibstil vom Großmeister war wie immer ohne große Längen, spannend und sehr mitreißend.
Im Laufe der Geschichte trifft Dan immer wieder Menschen die in seinem Leben einen besonderen Platz einnehmen, sowie Billy. Ihn lernt er kennen, als er mal wieder auf Reisen war und dort wird er auch sesshaft. Billy hat auch sowas ähnliches wie Shining und die Beiden werden sehr gute Freunde, obwohl der Altersunterschied doch etwas größer ist. Billy ist sehr sympathisch und er steht Dan immer zur Seite. Abra ist auch sehr sympathisch, doch trotzdem hat sie sehr erschreckende Züge an sich, die auf andere einschüchternd wirken können. Wenn man ihr Alter berücksichtigt ist sie dafür viel reifer, handelt aber auch manchmal zu unüberlegt. Die Eltern von Abra, Lucy und Dave Stone sind auch sehr sympathisch, dachten aber die ganze Zeit dass die “Fähigkeit” von Abra wieder weg sei.
“Der wahre Knoten”, wie sich diese Kindermordende Sekte ja nennt, ist schon eine sehr abgebrühte aber gut organisierte Truppe. Besonders unsympathisch ist mir Rose “The Hat”. Sie stachelt die ganzen anderen dazu an Abra zu schnappen.
Das Buch war an einigen Stellen echt gruselig und hat mir Gänsehaut bereitet.
Doctor Sleep war bisher für mich mein Lesehighlight des Jahres 2013 und ich kann es nur als absolute Kaufempfehlung jedem ans Herz legen.

Mein Fazit:

Eine absolut geniale und fesselnde Fortsetzung !

>>>>>5 von 5<<<<< Emmis